„EZB droht, Fehler von 2008 und 2011 zu wiederholen“

EZB - Leitzins
Foto: stock.adobe.com/bluedesign
Die Währungshüter haben nicht an der Zinsschraube gedreht.

Nach der US-Notenbank hat gestern auch die EZB die Leitzinsen unangetastet gelassen. Die Asset Manager bewerten diesen Umstand zum Teil sehr unterschiedlich.

Dr. Eckhard Schulte, Vorstandsvorsitzender MainSky Asset Management: Christine Lagardes heutige Signale für eine Juni-Zinserhöhung deuten auf ein Déjà-vu hin: Wie 2008 und 2011 scheint die Europäische Zentralbank auf einen energiegetriebenen Preisschock reagieren zu wollen, ohne die eigentliche Ursache – den Ölpreis – beeinflussen zu können. Auch die zuletzt sinkende Kerninflation (von 2,3 auf 2,2 Prozent) scheint die EZB von diesem Fehler nicht abzuhalten. 
 
Anstatt auf die durch die steigenden Energie- und Ölpreise ohnehin einsetzende Nachfrageschwäche zu vertrauen („Demand Destruction“), setzt die Notenbank der ohnehin schwächelnden Konjunktur in der Eurozone weiter zu. Europäische Aktien dürften in diesem Umfeld ihren US-Pendants nur weiter hinterherlaufen können.

Dr. Eckhard Schulte (Foto: MainSky Asset Management)

Lesen Sie hier, wie es weitergeht.

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