Warum Amova AM wieder auf den NASDAQ setzt

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NASDAQ wird für Anleger wieder interessanter

Der Konflikt zwischen Iran und den USA macht die Märkte vorsichtiger. Amova AM sieht dennoch wieder Chancen bei US-Technologiewerten – vorausgesetzt, ein zentrales Risiko bleibt beherrschbar.

Die Märkte sind angesichts der anhaltenden Konfrontation zwischen dem Iran und den USA zunehmend risikoscheu. Die richtige Zeit, um das Potenzial des NASDAQ zu ergründen, findet das Multi-Asset-Team von Amova AM:

Unser interner Indikator für die Aktienrisikoprämie ist derzeit so günstig wie Anfang 2025, als die US-Zölle angekündigt wurden. Ein Beispiel: Das KGV des NASDAQ (basierend auf den Gewinnerwartungen für das kommende Jahr) ist fast auf ein Fünfjahrestief gefallen. In den vergangenen drei Jahren war es fast auf ein Fünfjahreshoch gestiegen. Die Forward-Bewertungskennzahlen der „Mag Seven“ – wie Nvidia (21-faches KGV), Microsoft (20) und Amazon (24) – liegen ebenfalls auf Fünfjahrestiefs. Und dies zu einem Zeitpunkt, an dem wir davon überzeugt sind, dass das KI-Thema sich weiter durchsetzen wird und Unternehmen Wachstumschancen bietet.


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Bei der Betrachtung der KGVs sollte man beachten, dass ein großer Teil davon die Gewinnschätzungen für die nächsten 12 Monate widerspiegelt, die angesichts des Konflikts im Nahen Osten heftig schwanken könnten.

Die Marktschätzungen für die NASDAQ-Gewinne sind mit einem Wachstum von über 30 % in den nächsten 12 Monaten sehr optimistisch. In der Regel sind diese US-Gewinnschätzungen sehr genau; verfehlt werden diese vor allem in Zeiten wirtschaftlicher Turbulenzen wie 2008, 2012, 2018 und 2022. Der Konflikt der USA mit dem Iran könnte eine solche Störung darstellen. Sollten sich die beiden jedoch bald einigen, dürfte dieser starke Trend intakt bleiben. Angesichts der günstigen KGVs und des starken Gewinnwachstums könnte jede Lösung im Nahen Osten zu einem sehr optimistischen Signal für den US-Aktienmarkt werden.

Wir haben NASDAQ-Positionen anstelle des S&P 500 aufgenommen, doch haben wir US-Aktien immer noch neutral gewichtet. Wenn der Konflikt im Nahen Osten anhält, könnte dies diese Position belasten. Erfahrungen aus dem Jahr 2022 dienen als Beispiel dafür, wie höhere Ölpreise – und damit höhere Zinsen – die Gewinne der Tech-Unternehmen belasten können. In den letzten fünf Jahren ist das KGV des NASDAQ jedes Mal, wenn die Ölpreise über 85 USD pro Barrel gestiegen sind, deutlich gesunken. Die KGVs könnten daher schnell steigen, wenn die Straße von Hormus geöffnet wird. Der Zeitpunkt bleibt ungewiss, doch angesichts der soliden Fundamentaldaten ist es an der Zeit, wieder in US-Technologieaktien zu investieren.

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