Drei erfahrene Branchenkenner haben im Mai 2026 die Mittelstands-Assekuranz-Partner GmbH, kurz MAP, gegründet. Hinter dem neuen Versicherungsmakler stehen Mathias Pahl, Markus Hausberger und Kolja Zweering. Das Unternehmen richtet sich an mittelständische und gewerbliche Kunden sowie vermögende Privatkunden und will spezialisierte Risikoberatung mit persönlicher Betreuung und technologischer Unterstützung verbinden.
Das Gründerteam beschreibt sein Modell als Antwort auf eine Lücke im Markt. „Unser Anspruch ist es, mittelständischen Kunden Zugang zu spezialisierten Versicherungslösungen und Risikokonzepten zu ermöglichen, die bislang häufig nur großen Unternehmen vorbehalten waren“, sagt Pahl. „Gleichzeitig erwarten Kunden schnelle Reaktionszeiten, hohe fachliche Qualität und Ansprechpartner, die ihre unternehmerische Realität wirklich verstehen. Genau diese Verbindung aus persönlicher Betreuung, Spezialisierung und moderner Technologie schaffen wir.“
Mit der Cremer Assekuranzmakler GmbH aus Düsseldorf gewinnt MAP zum Start einen ersten strategischen Partner. Das Maklerhaus wird seit Jahren von Kolja Zweering geführt, der gleichzeitig zu den Gründern von MAP gehört. Zweering bleibt weiterhin Geschäftsführer der Cremer Assekuranz und bringt das Unternehmen als Partnergesellschaft in die neue Struktur ein.
Cremer Assekuranz als erster Baustein
„Mit MAP habe ich die Möglichkeit, das weiterzuentwickeln, was ich mit meinem Team über Jahre aufgebaut habe. Wir bieten Versicherungsmaklern mit MAP die Möglichkeit, langfristig und partnerschaftlich ihre Unternehmen zu stärken und ein hohes Maß an Kunden- und Mitarbeiterzufriedenheit zu erreichen. Für mich war bei allen Überlegungen auch entscheidend, dass die Eigentümerfamilien geschlossen an Bord bleiben und ich weiterhin parallel als Geschäftsführer der Cremer Assekuranz fungiere. So können wir uns künftig noch stärker als strategischer Risikopartner für unsere Kunden positionieren“, sagt Zweering.
Pahl ergänzt: „Mit der Cremer Assekuranz gewinnen wir ein Unternehmen, das die Werte von MAP voll und ganz verkörpert: ein unternehmerisch geprägtes Maklerhaus mit echter Kundennähe, hoher Beratungsqualität und einem Team, das sein Handwerk versteht.“
Weitere Maklerhäuser sollen folgen. MAP will durch gezielte Zukäufe zusätzliche Branchen- und Risikokompetenz aufbauen und das Leistungsangebot schrittweise erweitern.
Struktureller Druck als Wachstumstreiber
Hinter dem Konzept steht eine klare Marktdiagnose. „Wir erleben seit einigen Jahren, dass mittelständische Makler zunehmend unter strukturellem Druck stehen“, erklärt Pahl. „Themen wie Nachfolge, Fachkräftemangel und steigende Anforderungen an IT und Digitalisierung, nicht zuletzt durch neue Möglichkeiten rund um KI, spielen dabei eine sehr große Rolle. Gleichzeitig nimmt die Komplexität von Risiken und die Anforderung der Versicherer an Versicherungsmakler weiter zu. Gerade kleinere Versicherungsmakler stehen dadurch vor Herausforderungen, die sich im Alleingang künftig kaum bewältigen lassen.“
Dem will MAP mit einem Modell begegnen, das Selbstständigkeit und Zugang zu gemeinsamer Infrastruktur kombiniert. Partner behalten laut MAP ihre Identität und unternehmerische Eigenständigkeit, erhalten aber Zugang zu zentraler Technologie, Spezial-Know-how und Skaleneffekten.
Mitgründer Hausberger betont, dass es dem Unternehmen nicht um schnelles Wachstum geht: „Mit MAP bauen wir ein Unternehmen auf, das von Anfang an für hohe Beratungsqualität, eine unternehmerische Kultur und ein starkes Leistungsspektrum steht. Uns ist wichtig, Partner zu finden, die genau diese Haltung in sich tragen. Es geht uns nicht um möglichst schnelles Wachstum um jeden Preis, sondern um den langfristigen Aufbau eines gemeinsamen Unternehmens. Aus der Begleitung zahlreicher M&A-Transaktionen in den vergangenen Jahren weiß ich, dass nachhaltiger Erfolg vor allem dort entsteht, wo Integration gelingt, Vertrauen gelebt wird und gemeinsame Weiterentwicklung im Mittelpunkt steht.“
Private-Equity-Investor Inflexion stützt den Aufbau
Finanziert wird MAP vom britischen Private-Equity-Investor Inflexion, der Standorte in London, Amsterdam und Frankfurt unterhält und nach eigenen Angaben langjährige Erfahrung im europäischen Versicherungsmaklermarkt mitbringt.
„Wir sehen in MAP und den Gründern einen sehr überzeugenden Ansatz für den deutschen Mittelstand“, sagt Martin Preuss, der bei Inflexion die Investitionsaktivitäten in der DACH-Region verantwortet. „Was MAP besonders macht, ist das Managementteam hinter dem Unternehmen: Unsere Gründer kommen selbst aus dem Maklergeschäft, aus Industrie- und Großmaklerstrukturen sowie aus der Integration und Weiterentwicklung von Maklerunternehmen. Sie kennen die Herausforderungen der Branche aus eigener Erfahrung.“














