Mifid II: EU-Parlament lehnt Provisionsverbot ab

Der Ausschuss für Wirtschaft und Währung des EU-Parlaments hat am gestrigen Mittwoch die in der Finanzmarktrichtlinie Mifid II enthaltene Forderung nach einem Provisionsverbot für Vermittler von Finanzprodukten fallengelassen. Der verabschiedete Kompromiss sieht stattdessen eine Offenlegungspflicht vor.

In der entscheidenden Abstimmung stimmten genügend Parlamentarier für den Antrag von Sozialdemokraten und Konservativen. Statt  des ursprünglich im Entwurf zur europäischen Finanzmarktrichtlinie Mifid II vorgesehenen Provisionsverbots,  soll nun die umfassende Offenlegung der Provisionen gegenüber Kunden Transparenz schaffen.

Die restlichen gemeinsamen Positionen der  Mifid II wurden einstimmig verabschiedet, etwa eine Mindesthaltefrist für Börsenaufträge, die den Hochfrequenzhandel begrenzen soll. Über die Finanzmarktrichtlinie soll im Oktober vom gesamten Parlament abgestimmt werden. Auch die Verhandlungen mit den Regierungen sind noch für dieses Jahr vorgesehen, damit Mifid II wie geplant 2014 in Kraft treten kann. (jb)

 

Foto: Shutterstock

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