22. Mai 2014, 07:55
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Generationenberatung: Die silberne Zielgruppe

Vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung gewinnen Beratungsthemen wie Erbschaft, Pflegezeit, Testament und Patientenverfügung an Bedeutung. Generationenberater unterstützen “Silver Ager” bei der Vorsorge für die letzte Lebensphase.

Generationenberatung

Mit Beginn des letzten Lebensabschnitts müssen sich Kunden Themen wie Absicherung im Pflegefall, Erbschaft und Vermögensstrukturierung widmen.

Geburtenrückgang, gestiegene Lebenserwartung und schrumpfende Bevölkerung führen zu einem höheren Anteil an älteren Menschen in der Gesellschaft. Seit dem Babyboom, der in Deutschland von Mitte der 1950er- Jahre bis Mitte der 1960er-Jahre andauerte, sinkt die Geburtenrate konstant.

Best Ager im Zentrum des Interesses

Über 30 Millionen Bundesbürger sind derzeit über 50 Jahre alt, Tendenz steigend. Im Jahr 2035 wird die Bevölkerung der Bundesrepublik eine der ältesten weltweit sein. Mehr als die Hälfte der Deutschen wird dann älter als 50 Jahre sein – die sogenannte Generation 50 plus oder Silver beziehungsweise Best Ager. Diese bilden nicht nur die einzige wachsende Bevölkerungsgruppe, sondern auch die vermögendste.

Bei vielen Versicherern und Beratern liegt der Fokus aktuell noch auf dem jungen Kundensegment, den Berufseinsteigern oder Familiengründern. Der demografische Wandel rückt jedoch die Best Ager ins Zentrum des Interesses.

“In der Vergangenheit haben sich Vermittler vorwiegend mit jungen Kunden befasst, weil sie noch alle Sach- und auch Vorsorgeprodukte benötigen”, erläutert Margit Winkler, Inhaberin des Instituts Generationenberatung.

Bedürfnisse der Silver Ager

Die Älteren haben andere Ziele und Bedürfnisse als die junge Zielgruppe. Mit Beginn des letzten Lebensabschnitts müssen sich Kunden Themen wie Absicherung im Pflegefall, Erbschaft und Vermögensstrukturierung widmen.

Laut einer Studie des Deutschen Instituts für Altersvorsorge werden die Bundesbürger noch in diesem Jahrzehnt 2,6 Billionen Euro vererben – durchschnittlich 305.000 Euro pro Erbfall oder 153.000 Euro pro Erbe. Knapp die Hälfte des Erbes bleibt demnach im Familienbesitz.

“Wir müssen den Kunden darin unterstützen, dass er vor allem sein Pflegerisiko samt Vollmachten und Patientenverfügung regelt und danach können die Gelder auch wieder zielgerichtet, strukturiert und längerfristig angelegt werden”, so Winkler.

Mehr als reine Versicherungsberatung

Als neuen Beratungsansatz will die Generationenberatung die Zielgruppe der 50- bis 70-Jährigen und ihre Familien bei diesem Prozess begleiten und geht dabei über die reine Versicherungsberatung hinaus.

Ziel ist es, die Best Ager bei finanzfremden Problemen abzuholen, Versicherungsprodukte als Lösungen zu präsentieren und so Vertrauen zu schaffen. Doch inwieweit unterscheidet sich die Generationenberatung von der klassischen Vorsorgeberatung?

“Generationenberatung ist der Ansicht, dass für die Finanzen ein Leben lang Vorkehrungen zu treffen sind, zumal die wesentlichen biometrischen Risiken in der Pflegezeit liegen – also am Ende des Lebens”, erläutert Winkler.

Seite zwei: Die vier Säulen der Generationenberatung

Weiter lesen: 1 2

1 Kommentar

  1. Frank L. Braun beschreibt im eBook “VERMÖGENPASS”, wie dieser Geschäftsbereich sogar gegen Honorarvergüung akzeptiert wird.

    Kommentar von Braun Frank L. — 23. Mai 2014 @ 15:57

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Munich Re fürchtet starke Hurrikan-Saison im Atlantik

Die bevorstehende Hurrikansaison im Nordatlantik wird in diesem Jahr nach Einschätzung von Geowissenschaftlern vermutlich heftiger als üblich ausfallen. Vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie wären schwere Sturmtreffer auf Land besonders problematisch, warnte der weltgrößte Rückversicherer Munich Re am Freitag.

mehr ...

Immobilien

Nach Neuregelung der Maklercourtage: Forderung nach Sachkundeprüfung für Makler

Durch die Neuregelung der Maklerprovision ist eine Steigerung der Qualität und Professionalisierung der Maklerbranche zu erwarten. Dazu gehört nach Meinung von Re/Max Germany auch ein Examen noch Meisterbrief die für den Maklerberuf bislang nicht nötig seien.

mehr ...

Investmentfonds

Wie wahrscheinlich sind negative Zinssätze?

Negative Zinssätze sind wieder in den Schlagzeilen. Die Märkte haben begonnen, die Chance einzupreisen, dass sowohl die US-Notenbank als auch die Bank of England gezwungen sein werden, die Zinsen zu senken und die Nullgrenze zu durchbrechen, um ihre Wirtschaft zu stützen und den wachsenden disinflationären Druck auszugleichen. Aber wie wahrscheinlich ist dies und warum wird jetzt darüber gesprochen? Ein Kommentar von Colin Finlayson, Co-Manager des Kames Strategic Global Bond Fund

mehr ...

Berater

Corona: KI als Sofortsicherheit für Soforthilfe

Die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie sorgen dafür, dass die digitale Transformation an Fahrt aufnimmt. Daraus ergeben sich aber auch neuartige Problemstellungen. Die Betrugsversuche bei den online zu beantragenden Corona-Hilfen zeigen in beispielhafter Weise, welche das sind und wie sie zu lösen wären. Gastbeitrag von Frank S. Jorga, WebID Solutions

mehr ...

Sachwertanlagen

Bisher kaum Corona-Prospektnachträge bei Publikums-AIFs

Nur drei Prospekte von geschlossenen alternativen Investmentfonds (AIFs) für Privatanleger, die vor der Corona-Krise aufgelegt wurden und sich noch in der Platzierung befinden, wurden bislang durch spezielle Risikohinweise zu den möglichen Folgen der Pandemie ergänzt.

mehr ...

Recht

BVDW sieht Gefahr eines „Digitalen Lockdown“

Der Bundesgerichtshof (BGH) hat sein Urteil im Fall Bundesverband der Verbraucherzentralen gegen die Planet49 GmbH gesprochen. Demnach reicht eine bereits vorangekreuzte Checkbox nicht aus, um den Anforderungen an eine Einwilligung beim Setzen von Cookies zu entsprechen. Dies war zu erwarten. Der BGH hat aber nicht eindeutig darüber entschieden, ob prinzipiell eine Einwilligung des Nutzers für den Einsatz von Cookies zur Erstellung von Nutzerprofilen für Zwecke der Werbung oder Marktforschung  erforderlich ist.

mehr ...