19. Juni 2014, 19:48
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

LV-Reform: Gemeinsamer Appell gegen Provisionsoffenlegung

In einem Appell an den Deutschen Bundestag sprechen sich acht Verbände der Versicherungswirtschaft gemeinsam mit der Gewerkschaft Verdi gegen die im LV-Reformgesetz geplante Verpflichtung zur Provisionsoffenlegung im Versicherungsvertrieb aus.

LV-Reform: Branche gegen Provisionsoffenlegung

Acht Verbände der Versicherungswirtschaft und die Gewerkschaft Verdi appellieren an den Bundestag keine Pflicht zur Provisionsoffenlegung in das geplante LV-Reformgesetz zu integrieren.

Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV), der Verband der Privaten Krankenversicherer (PKV-Verband), der Bundesverband der Assekuranzführungskräfte (VGA), sowie die Vereinigte Dienstleistungsgewerkschaft (Verdi) haben sich gemeinsam mit den Vermittlerverbänden AfW, BDV, BVKVDVM und Votum an den Bundestag gewandt, um vor der in der LV-Reform geplanten Offenlegungspflicht für Provisionen zu warnen.

Zwar unterstützen die Unterzeichner in Ihrem Appell die Politik ausdrücklich in ihren Bemühungen, die Transparenz im Versicherungsvertrieb zu erhöhen und den Verbraucherschutz insgesamt zu stärken, warnen jedoch vor einer Offenlegungspflicht für Abschlussprovisionen. Diese Neuregelung verleite nicht nur zu falschen Schlussfolgerungen bei der Produktauswahl des Kunden, sondern sie tangiere die bedarfsgerechte Beratung, heißt es in dem Appell.

Bedrohung für Arbeitsplätze und Altersvorsorge

Darüber hinaus seien zahlreiche Arbeitsplätze bedroht, sowohl bei den Versicherern als auch bei den Vermittlerunternehmen. Durch eine Offenlegungspflicht für Abschlussprovisionen werde zudem die Versorgung der Menschen mit bedarfsgerechten Produkten, die der Altersvorsorge und der Absicherung von Risiken dienen, gefährdet. Um Versicherungen miteinander vergleichen zu können, müssen Kunden die gesamten Abschlusskosten kennen, so der Appell.

Diese weisen die Lebens- und Krankenversicherer bereits seit 2008 als Gesamtbetrag in Euro und Cent aus. Dieser gebe Kunden die relevante Information für einen Kostenvergleich zwischen Produkten und verschiedenen Anbietern, heißt es in dem Schreiben. Ein Blick allein auf die Provisionen führe dagegen in die Irre, da diese nicht deckungsgleich mit den einkalkulierten Abschlusskosten seien.

Daher fordern die Verbände und die Gewerkschaft die Mitglieder des Bundestags demnach auf, von der geplanten Regelung zur Provisionsoffenlegung Abstand zu nehmen und den bewährten Status quo zur Offenlegung der Abschlusskosten beizubehalten. Der gesamte Appell kann auf der Website des GDV heruntergeladen werden. (jb)

 

Foto: Shutterstock

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Welt-Alzheimertag: Welcher Versicherungsschutz ist für Demenzkranke wichtig?

Am kommenden Samstag ist Welt-Alzheimertag. An diesem Tag wird jährlich auf das Thema Demenz und die Situation Demenzkranker aufmerksam gemacht. 1,7 Millionen Menschen sind laut Deutscher Alzheimer Gesellschaft in Deutschland von dieser Krankheit betroffen. 2060 sollen es nach dem Statistikportal Statista bereits 2,88 Millionen sein.

mehr ...

Immobilien

Weshalb der Staat das denkbar schlechteste Wohnungsunternehmen ist

Ob BMW, Lufthansa oder Deutsche Wohnen – niemand ist mehr sicher vor einer Verstaatlichung oder euphemistisch: „Rekommunalisierung“. Gemeinsam propagieren sie den falschen Glauben daran, dass der Staat der bessere Unternehmer sei. Wenn Wohnungen in der Hand des Staates sind, so die Annahme der Berliner Initiative „Deutsche Wohnen Enteignen“, wird alles besser. Ein Kommentar von Daniel Föst, bau- und wohnungspolitischer Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion und Vorsitzender der FDP Bayern.

mehr ...

Investmentfonds

Wir gehen auf die Straße!

Am 20. September findet der dritte globale Klimastreik statt – weltweit werden Menschen auf die Straße gehen und für die Einhaltung des Parisabkommens und gegen die anhaltende Klimazerstörung laut werden. Seit 1995 tritt ÖKOWORLD für den Klimaschutz und für die Ökologisierung der Wirtschaft ein.

mehr ...

Berater

Allianz Global Wealth Report: Es gibt keine Gewinner

Der zehnte „Global Wealth Reports“ der Allianz zeigt, dass 2018 erstmals die Geldvermögen in Industrie- und Schwellenländern gleichzeitig zurückgegangen sind. Selbst 2008, auf dem Höhepunkt der Finanzkrise, war dies nicht der Fall. Ein Kommentar von Michael Heise, Chefvolkswirt der Allianz.

mehr ...

Sachwertanlagen

PATRIZIA erwirbt Wohnanlage in Aarhus, Dänemark

Die PATRIZIA AG, der globale Partner für paneuropäische Immobilieninvestments, hat zusammen mit Universal-Investment im Auftrag der Bayerischen Versorgungskammer (BVK) ein Wohnbauprojekt mit 136 Einheiten im dänischen Aarhus erworben. Der Ankauf erfolgte im Rahmen einer off-market Transaktion. Verkäufer ist ein Konsortium privater Investoren.
mehr ...

Recht

Sicherheit auf der Baustelle: Das Schild „Eltern haften für ihre Kinder“ reicht nicht aus

Wer baut, haftet für mögliche Personen- oder Sachschäden auf der Baustelle. Bauherren und Grundstückseigentümer tragen eine Mitverantwortung für den Arbeits- und Gesundheitsschutz sowie für die Absicherung der Baustelle. Darauf verweisen die Experten des Bauherren-Schutzbunds.

mehr ...