Banken planen Stellenabbau

Annähernd die Hälfte der deutschen Banken plant, noch in diesem Jahr Stellen abzubauen, so eine aktuelle Studie der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young (EY). Nur rund ein Fünftel der Banken will demnach die Belegschaft ausbauen.

Fast jede zweite Bank in Deutschland plant, noch in diesem Jahr weitere Stellen zu streichen.

46 Prozent der Banken in Deutschland, wollen der Studie zufolge 2015 weitere Stellen abbauen. Die Stellenkürzungen fallen damit in Deutschland massiver aus als im europäischen Durchschnitt: europaweit liegt der Anteil der Banken, die einen Stellenabbau planen demnach bei 43 Prozent.

Niedrigzins und Regulierung zwingen zu Einsparungen

Lediglich 21 Prozent der deutschen Banken planen, zusätzliche Mitarbeiter einzustellen (Europa: 29 Prozent). Das sind Ergebnisse des „Bankenbarometers“ der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft EY, für das 226 Banken in mehreren europäischen Ländern (darunter 50 deutsche Banken) befragt wurden.

Die wichtigsten Gründe für den Sparkurs der Banken sind der Studie zufolge das niedrige Zinsniveau, das zu geringeren Zinseinnahmen führt; zudem mindern hohe regulatorische Anforderungen an Eigenkapital und Risikovorsorge demnach die Gewinnmargen.

Deutsche Banken zeigen sich pessimistisch

Mehr als ein Drittel (35 Prozent) der deutschen Banken erwartet eine Verschlechterung der eigenen Geschäftslage. Lediglich rund ein Viertel (27 Prozent) rechnet mit einer Verbesserung. Die europäischen Banken zeigen sich demnach im Hinblick auf die eigenen Geschäftslage deutlich optimistischer: 56 Prozent der europäischen Banken prognostizieren eine Verbesserung, nur 16 Prozent eine Verschlechterung.

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„Im aktuellen Niedrigzinsumfeld gibt es für die Banken kaum noch etwas zu verdienen – gleichzeitig drängen immer neue Wettbewerber auf den deutschen Markt und verstärken den ohnehin sehr hohen Preisdruck. Hinzu kommen die weiter steigenden regulatorischen Anforderungen. Die Situation in der deutschen Bankenbranche bleibt also schwierig, die Gewinne dürften vorläufig auf niedrigem Niveau verharren“, erläutert Claus-Peter Wagner, Managing Partner Financial Services Deutschland bei EY.

Seite zwei: Banken setzen Sparkurs fort

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