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5. Januar 2015, 08:30
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Vertrieb 2015: “2015 wird kein Rekordjahr für die Branche”

Cash. hat mit den großen deutschen Finanzvertrieben und Maklerpools über die größten Herausforderungen und Chancen des kommenden Jahres gesprochen. Teil fünf: Norbert Porazik, geschäftsführender Gesellschafter Fonds Finanz Maklerservice.

Vertrieb 2015: Das Jahr 2015 wird kein Rekordjahr für die Branche

“Die Regulierungen der letzten Jahre haben gezeigt, dass Vermittler mit einer ganzheitlichen Beratung und einem soliden Geschäftsmodell ihren Beruf sehr erfolgreich ausüben können.”

Cash.: Was werden 2015 die bestimmenden Themen im Vertrieb sein?

Porazik: Gesetzliche Regulierungen, wie beispielsweise der Paragraf 34i und die Folgen des LVRG, werden 2015  bestimmend für den Vertrieb sein. In Bezug auf das LVRG ist eine Verschiebung in Richtung Bestandsprovisionen absehbar, daher wird sich der gesamte LV-Markt durch eine beträchtliche Bewegung auszeichnen, die durchaus auf den Vertrieb abfärben wird. Aufgrund äußerer Einflussfaktoren, zum Beispiel durch sinkende Renditen in der Altersvorsorge oder den “war for Talents”, werden Konzepte rund um das “Cafeteria Modell” immer wichtiger.

Hier werden wir mit völlig neuen Projekten auf den Markt kommen, mit denen unsere Vermittler Endkunden, aber vor allem auch Firmenkunden, nicht nur beraten, sondern darüber hinaus begeistern werden können. Im Bereich der Krankenversicherungen sehe ich die bKV als eines der entscheidenden Themen für 2015. Deshalb arbeiten wir bereits an neuen Angeboten, die die Bedürfnisse der Versicherer und die der Endkunden bestmöglich in Einklang bringen werden.

Dabei kommt es unter anderem darauf an, die zusätzlichen Steuern und Sozialversicherungsaufwendungen bei Arbeitgebern zu kompensieren. Ebenfalls an Bedeutung zunehmen wird in diesem Zusammenhang die Handwerkervorsorge, bei der wir in Zusammenarbeit mit der ValueNet Group und der Gothaer Lebensversicherung ein exklusives Konzept entwickelt haben – unsere Lösung ist imstande, diese spezielle Zielgruppe optimal abzusichern. Zudem bleibt die Digitalisierung des Versicherungsvertriebs nächstes Jahr weiter wichtig.

Welche Folgen auf den Beratermarkt wird das LVRG haben?

Für den Beratermarkt sind die Garantiezinssenkung und die Reduzierung des Höchstzillmersatzes bedeutend. Weil die Versicherer unter Kostendruck geraten werden, müssen die Provisionsmodelle überarbeitet und die Abschlusskosten anders verteilt werden. Allerdings wird sich bei der Berufsunfähigkeitsversicherung die Provision nur sehr marginal bis gar nicht ändern. Aber auf diese neuen Modelle muss sich der Beratermarkt 2015 einrichten – hier kommen wir als Maklerpool ins Spiel.

Wir können unseren angeschlossenen Partnern jede Menge Arbeit abnehmen, indem wir uns für sie mit den Abrechnungsmodalitäten auseinandersetzen. Aller Umwälzungen zum Trotz ist jedoch klar, dass die Versicherer auch nach dem 1. Januar 2015 Umsatz mit ihren Produkten erzielen wollen und genau dafür die freien Vermittler brauchen. Das lässt den Umkehrschluss zu, dass ein großes Interesse daran besteht, erstklassige Beratungsarbeit angemessen zu entlohnen, LVRG hin oder her.

 

Seite zwei: “Im Thema Weiterbildung liegt eine große Chance”

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