15. August 2016, 10:45
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“Kunden wollen den persönlichen Kontakt zum Makler ihres Vertrauens”

Norbert Porazik, geschäftsführender Gesellschafter des Münchener Maklerpools Fonds Finanz Maklerservice, ist der Ansicht, dass die Bedeutung von Fintechs insgesamt gering bleiben wird. Kooperationen mit den Technologie-Startups lehnt er indes nicht kategorisch ab.

Kunden wollen den persönlichen Kontakt zum Makler ihres Vertrauens

Norbert Porazik: “Wir arbeiten generell mit allen Vertriebspartnern zusammen, die die gesetzlichen Voraussetzungen für die Vermittlung von Versicherungsprodukten vorweisen können und einen sauberen Leumund haben.”

Cash.Online: Wird die Bedeutung von Insur- beziehungsweise Fintechs in den kommenden Jahren zunehmen?

Unbestritten haben Insur- und Fintechs in den letzten Jahren viele interessante technische Ideen auf den Markt gebracht. Dementsprechend gab es zunächst einen großen Hype. Meines Wissens nach schafft es derzeit jedoch kein einziges dieser Unternehmen, mit einem Kunden so viel Geld zu verdienen, dass die Akquisitionskosten gedeckt sind.

Bis das gelingt, wird noch einige Zeit vergehen – falls es überhaupt gelingt. Denn die ersten Unternehmen verschwinden schon wieder vom Markt, da sie sich nicht sinnvoll in diesen integrieren konnten. Viele Endkunden wenden sich von der reinen App-Beratung ab.

Der persönliche Kontakt zum Makler ihres Vertrauens ist und bleibt – besonders in Deutschland – von zentraler Bedeutung. Dementsprechend wird die Bedeutung von der Fintechs in den kommenden Jahren insgesamt gering bleiben, wenn auch sicher weiterhin heiß darüber diskutiert wird.

Kommen die Technologie-Startups für Sie als Kooperationspartner in Frage?

Wir arbeiten generell mit allen Vertriebspartnern zusammen, die die gesetzlichen Voraussetzungen für die Vermittlung von Versicherungsprodukten vorweisen können und einen sauberen Leumund haben. Eine Ausnahme machen wir nur dann, wenn das Geschäftsmodell eines Vertriebspartners auf die Zerstörung der Grundlagen einer freien Maklerschaft ausgerichtet ist, weshalb wir die “Mannheimer Erklärung” der Initiative “Pools für Makler” des AfW-Verbandes unterstützen.

Die Möglichkeit, dass ein Makler mit einem innovativen Vertriebsansatz anderen Maklern Kunden wegnehmen könnte, ist kein Ausschlusskriterium für eine Zusammenarbeit. Wäre das so, dann dürften wir auch nicht mit Online-Maklern zusammenarbeiten.

Unser Ziel ist es vielmehr, innovative Vertriebsansätze aufzunehmen, diese weiterzuentwickeln und unseren Maklern zur Verfügung zu stellen. So haben wir gemeinsam mit der Softfair GmbH die Endkunden-App “Meine FinanzApp” entwickelt, mit der jeder Fonds Finanz Makler zum Fintech-Unternehmer wird.

Interview: Julia Böhne

Foto: Fonds Finanz

1 Kommentar

  1. Was soll mir diese sinnbefreite Beitrag sagen?

    Kommentar von Fishman — 18. August 2016 @ 07:59

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