8. Januar 2019, 12:25
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Weiteres Gericht entscheidet pro P&R-Vermittler

“Bemerkenswert ist, dass es sich in beiden Fällen um Erstinvestitionen von Neukunden handelte”, so Knappe. Die Verteidigung der beklagten Vermittler sei in derartigen Fällen tendenziell schwieriger als in Fallgestaltungen, in denen Bestandskunden Folgeinvestments tätigten.

P&R war über mehr als 40 Jahre der führende Anbieter von Container-Direktinvestments, hatte im Frühjahr 2018 aber für ihre deutschen Gesellschaften Insolvenz angemeldet. Betroffen sind 54.000 Anleger mit einem ursprünglichen Investitionsvolumen von rund 3,5 Milliarden Euro. Ein Großteil der Anleger hatte – teilweise über Jahrzehnte – immer wieder bei P&R angelegt.

Eine Million Phantom-Container

Nach den Insolvenzen stellte sich heraus, dass fast zwei Drittel der 1,6 Millionen an die Anleger verkauften Container überhaupt nicht vorhanden waren. Der Fehlbestand summiert sich nach den Veröffentlichungen der Insolvenzverwalter auf rund eine Million Phantom-Container, die entweder nie angeschafft oder bereits verkauft wurden.

Der Gründer der P&R Gruppe wurde im September 2018 verhaftet. Zu den Gläubigerversammlungen kamen im Oktober über 4.500 Anleger in die Münchner Olympiahalle.

Zuletzt hatten die Insolvenzverwalter mitgeteilt, sich den direkten Zugriff auf die nicht insolvente Schweizer P&R-Gesellschaft  gesichert zu haben, über die alle Container-Geschäfte liefen und laufen. Damit steigen die Chancen für betroffene Anleger, dass sie zumindest einen Teil ihres Investments zurückerhalten. (sl)

Mehr zum Thema P&R:

P&R-Pleite: Bankenvertrieb ohne Fehl und Tadel?

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