Darum wird das Efonds-Haftungsdach eingestampft

Vor exakt einer Woche bestätigten sich Branchengerüchte, wonach der auf geschlossene Fonds spezialisierte Vertriebskonzern Efonds sein Haftungsdach schließt. Nun erklärt das Unternehmen, was die Gründe für diese Entscheidung sind.

Efonds-Geschäftsführer Christian Huber
Efonds-Geschäftsführer Christian Huber

Im Jahr 2007 hatte die Efonds Group ihr Haftungsdach „Efonds Financial Services“ an den Markt gebracht. Eine Maßnahme, die pünktlich zur Einführung der EU-Finanzmarktrichtlinie MiFID, als strategische Investition in Vorbereitung auf eine Regulierung des Vertriebs geschlossener Fonds nach dem Kreditwesengesetz (KWG) gedacht war, wie Efonds erläutert.

Inzwischen haben sich die Verhältnisse jedoch geändert: Eine vollumfängliche KWG-Regulierung ist im Bereich geschlossener Fonds mittlerweile nicht mehr zu erwarten, sodass der Einsatz eines Haftungsdachs für die Vermittler nicht mehr zwingend notwendig sein dürfte.

Außerdem betont das Unternehmen, dass der finanzielle und administrative Aufwand angesichts kontinuierlich steigender Anforderungen nicht mehr in einem ausgewogenen Verhältnis zum Betrieb eines Haftungsdaches stünde. Daher sei man zu dem Entschluss gekommen, die KWG-Lizenz zurückzugeben, obwohl die vergangene Prüfung nach dem Wertpapierhandelsgesetz zufriedenstellend abgeschlossen worden sei.

Daraus folgt, dass der Betrieb des Haftungsdachs Ende Februar 2011 eingestellt wird. Bis dahin soll der Geschäftsbetrieb für die 102 angebundenen Vertriebspartner unverändert bestehen bleiben. (hb)

Foto: Efonds

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