Wolfgang Wetzel: „Ackerland steht niemals leer“

Das junge Emissionshaus Nature Capital in Aumühle bei Hamburg hat sich nach Angaben seines Geschäftsführers Wolfgang Wetzel den Zugang zu mehr als 20.000 Hektar Ackerland in Deutschland, Polen und dem Baltikum für seinen ersten Agrarfonds erschlossen.

Wolfgang Wetzel, Geschäftsführer bei Nature Capital

Das Initialportfolio mit rund 107 Hektar Ackerland in Brandenburg hat sich der Fonds bereits angebunden und für einen Pachtzins von 4,5 Prozent verpachtet. „Große namhafte Unternehmerfamilien machen es seit Jahrzehnten vor – sie kaufen Ackerland und Agrarbetriebe, wo immer sich die Gelegenheit bietet. Ackerland ist wohl die mithin sicherste Kapitalanlage, die am Markt verfügbar ist. Ein Stück Ackerland steht niemals leer, bringt ohne großes Zutun jedes Jahr seinen Ertrag und sorgt dabei für die unverzichtbare Nahrung von Mensch und Tier“, sagt Wetzel und ergänzt: „Im Gegensatz zu anderen Wirtschaftsgütern sind die Preise für landwirtschaftliche Flächen während der Weltwirtschaftskrise nicht gefallen, sondern gestiegen.“  Wetzel und seine Kollegen Dominik Prinz zu Löwenstein, Moritz von Mecklenburg waren zuvor für das Hamburger Emissionshaus Nordcapital tätig und zeichneten dort für die Produktlinie Waldfonds verantwortlich.

Die stark steigende Weltbevölkerung, die stark steigende Nachfrage nach Fleisch, die Gewinnung von Biotreibstoff und Biogas aus nachwachsenden Rohstoffen und die fortschreitende Landversteppung machten fruchtbaren Ackerboden zu einem wertvollen Gut. Die Nähe zu den lokalen Absatzmärkten, die Rechtssicherheit in Eigentumsfragen und die Unabhängigkeit von globalen Weltmärkten seien weitere Pluspunkte des Investitionsobjektes Acker.

Der Initiator des Agrarfonds kalkuliert damit, dass die Flächen zwischen 2,5 und vier Prozent jährliche Ausschüttung an die Anleger erwirtschaften könnten, die ab 10.000 Euro plus drei Prozent Agio einsteigen können. Die Erlöse strammten aus der Bewirtschaftung und Verpachtung der Ackerflächen und Agrarbetriebe an erfahrene Landwirte oder landwirtschaftliche Großbetriebe. So hätten sich die beiden börsennotierte Großagrarier Tonkens Agrar AG und KTG Agrar AG als Flächenpächter dem Fonds angeboten.

Neben der laufenden Auszahlung geht das Nature Capital-Team von einer jährlichen Wertsteigerung des Ackerlandes zwischen 3,5 und acht Prozent aus. Bis zum Ende des Prognosezeitraums im Jahr 2025 stellt Nature Capital den Kommanditisten einen Kapitalrückfluss zwischen 152 und 168 Prozent in Aussicht uns kalkuliert dabei mit einem Wertzuwachs der Ackerflächen von unter 4,5 Prozent pro Jahr. (af)

Foto: Nature Capital

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