Deutsche institutionelle Anleger planen höhere Immobilienquote

Neben den klassischen Nutzungsarten Büro, Wohnen, Einzelhandel oder Hotel rücken der Studie zufolge durch den demografischen Wandel aber auch verstärkt neue Asset-Klassen in den Fokus: Ein Viertel der befragten Experten möchte laut der Umfrage künftig im Segment der deutschen Senioren- oder Pflegeimmobilien investieren. Wohingegen nur 17 Prozent – trotz der steigenden Studentenzahlen in Deutschland – Interesse an der Asset-Klasse Studentenwohnen zeigen. Noch weniger, sieben Prozent, würden künftig in deutsche Industrieimmobilien investieren.

Etwa jeder dritte (30 Prozent) Teilnehmer der Befragung plant den direkten Ankauf von notleidenden Immobilienportfolios bei deutschen Banken. Davon erwartet fast die Hälfte (46 Prozent) einen Discount zum Finanzierungsvolumen des Immobilienportfolios von mehr als 30 Prozent. Die andere Hälfte erwartet einen Discount von unter 30 Prozent, vier Prozent rechnen mit gar keinem Discount.

Für fast drei Viertel der befragten Investoren (73 Prozent) haben Aspekte der Kundenorientierung Einfluss auf die Auswahl der Immobilien, in die investiert werden soll. Insbesondere die Akzeptanz bei und der Kontakt zu Mietern sowie die Möglichkeit zur Drittverwendbarkeit spielen eine Rolle. Ebenso fließen Aspekte der Energieeffizienz und Nachhaltigkeit in die Investitionsentscheidung mit ein. Mehr als die Hälfte der Investoren würde die Möglichkeit einer virtuellen Tour durch die in Erwägung gezogenen Bestände schätzen.

Property Management extern, Asset Management intern

Den Großteil des Asset Managements erbringen die befragten Investoren intern, wie das Erstellen von Modernisierungs- und Aufwertungsstrategien oder die Vorbereitung und Durchführung von An- und Verkäufen. Nur die Vergabe von Bauleistungen wird als Teil des Asset Managements relativ häufig (42 Prozent) extern geregelt. Dagegen werden klassische Property Management Aufgaben wie infrastrukturelles Facility Management und technisches Anlagenmanagement in mehr als 80 Prozent der Fälle an externe Dienstleister vergeben, die Verantwortungen für reaktive Instandhaltung und die Betriebskostenabrechnungen in mehr als 70 Prozent der Fälle.

Hintergrund: Für die Studie wurden zwischen dem 25. Oktober und dem 7. November 2012 mehr als 40 professionelle Investoren aus den Branchen Versicherungen, Pensionskassen, offene und geschlossene Immobilienfonds, Aktienfonds sowie Projektentwickler, Immobilien-AGs, Banken und Private Equity Investoren befragt. (te)

Foto: Shutterstock

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