23. August 2013, 18:13
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Immobilienstandorte: Dossier

Das Preisniveau am deutschen Wohnimmobilienmarkt kennt derzeit an den meisten großen Standorten in Deutschland nur eine Richtung: aufwärts. In seinem 40-Städte-Ranking hat Cash. die wichtigsten Immobilienstandorte in Deutschland bewertet.

Cash.-Städteranking

In München und anderen Metropolen klettern die Wohnimmobilienpreise rasant.

Der deutsche Wohnimmobilienmarkt erlebt derzeit einen starken Preisanstieg, die Nachfrage nach Immobilien ist hoch. Fast alle großen Standorte verzeichnen einen deutlichen Aufwärtstrend. Das Preisniveau für Wohnungen hat nach den Ergebnissen des Cash.-Städtereports im bundesweiten Schnitt deutlich zugelegt und erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 2.271 auf 2.463 Euro pro Quadratmeter – ein Plus von 8,45 Prozent. Die bundesweite durchschnittliche Mietrendite rangiert bei 4,4 Prozent. Die Mieten und Kaufpreise für 40 deutsche Standorte wurden von Immobilienscout24 erhoben.

Siegerstadt des Gesamtrankings 2013, in das auch Wirtschafts- und Bevölkerungsdaten einfließen und damit stärkster Immobilienstandort Deutschlands ist Wiesbaden. Die hessische Landeshauptstadt zeichnet sich durch einen florierenden Immobilienmarkt aus. Im Vergleich zum hohen Preisniveau der deutschen Metropolen sind Immobilien dort zu moderateren Preisen zu erwerben und bieten Anlegern gute Mietrenditen. An zweiter Stelle des Gesamtrankings folgt Mainz, den dritten Platz nimmt der Erstplatzierte des Vorjahres, Frankfurt, ein.

Niedrigere Mietrenditen in den Metropolen

Die Metropolen mit ihren dynamischen Immobilienmärkten weisen aufgrund der rasant gestiegenen Immobilienpreise dagegen niedrigere Mietrenditen aus. In München sind in guten Lagen im Schnitt 3,2 Prozent zu erzielen, in Hamburg 3,7 Prozent. Berlin und Köln kommen auf 3,9 und 3,8 Prozent. Düsseldorf und Stuttgart liegen bei 3,9 und vier Prozent. München verbuchte im Analysezeitraum einen Anstieg der Wohnungspreise in guten Lagen um 12,8 Prozent. In Berlin legte das Niveau im Schnitt um 10,4 Prozent zu, Hamburg verzeichnete einen Zuwachs von 9,2 Prozent.

“Speziell in den hochwertigen innerstädtischen Lagen beobachten wir seit längerer Zeit, dass die Kaufpreise deutlich stärker steigen als die Mieten. Ich denke aber, dass es sich hierbei um einen Nachholeffekt aus der Vergangenheit handelt”, kommentiert Michael Kiefer, Chefanalyst bei Immobilienscout24. “Hochwertige Immobilien in guten Lagen erleben bereits seit Längerem eine Renaissance. Immobilienkäufer sind offensichtlich nachhaltig bereit, für eine werthaltige Sachwertinvestition eine niedrigere Rendite zu akzeptieren. Bedenklich wird es meines Erachtens erst, wenn die Rendite dauerhaft unter drei Prozent sinkt und die momentan immer noch hohe Nachfrage massiv einbricht. Dafür gibt es jedoch momentan in der deutschlandweiten Betrachtung noch keine Anzeichen. Einzelne regionale Teilmärkte sollten jedoch genau beobachtet werden.”

Als Geheimtipp für Investoren erweisen sich weiterhin die wirtschaftlich starken Mittelstädte, die auch von Immobilienmarktexperten zunehmend als “Hidden Champions” herausgestellt werden. Unter den Top Ten des Cash.-Rankings befinden sich neben Wiesbaden und Mainz auch Bonn, Karlsruhe und Potsdam. Münster und Freiburg belegen Platz zwölf und 13. Potsdam ist zudem der bestplatzierte Standort im Osten Deutschlands, gefolgt von Dresden und Leipzig. (bk)

 

Rangliste der zehn stärksten deutschen Immobilienstandorte:

1  Wiesbaden

2  Mainz

3  Frankfurt/Main

4  Bonn

5  Karlsruhe

6  München

7  Hamburg

8  Potsdam

9  Stuttgart

10 Berlin

 

Weitere aktuelle Meldungen zum deutschen Wohnimmobilienmarkt:

22. August 2013: ZIA: Immobilienmärkte regulieren sich selbst

19. August 2013: Hauspreis-Index EPX weiter im Aufwärtstrend

16. August 2013: Deutscher Immobilienmarkt: Preisanstieg hält an

15. August 2013: IMX: Angebotsmieten sinken erstmals

14. August 2013: Wohnungssuche: Lieber Szeneviertel als günstig

9. August 2013: Zwangsversteigerung: Das Märchen vom Schnäppchen

9. August 2013: Wohnimmobilien: Jeder Fünfte will investieren

8. August 2013: Immobilienkonjunktur erreicht neuen Höchstwert

2. August 2013: Wohninvestment-Index AWI: Zenit in guten Wohnlagen überschritten

1. August 2013 Immobilienkauf: Wunsch nach Eigentum wichtigstes Motiv

30. Juli 2013: E&V-Wohnimmobilienbarometer: Hohe Nachfrage, steigendes Angebot

Foto: Shutterstock

 

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Branchenstudie: Versicherer sehen durch Corona mehr Chancen als Herausforderungen

Die Corona-Krise hat weltweit zu einem hohen Maß an Unsicherheit geführt. Rund ein halbes Jahr nach dem Ausbruch der Pandemie stellt sich zumindest für die deutsche Versicherungswirtschaft die Situation deutlich positiver dar als noch zu Beginn. Das geht aus einer aktuellen Umfrage der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft EY und der V.E.R.S. Leipzig GmbH hervor. Die Gründe.

mehr ...

Immobilien

AEW versilbert deutsches Büroimmobilien-Portfolio

Der Asset Manager AEW gibt die Vermittlung der Anteilscheine am AEW City Office Germany-Fonds an einen Fonds von Tristan Capital Partners, Curzon Capital Partners 5 LL, bekannt. Das Portfolio umfasst sieben Objekte mit insgesamt rund 83.000 Quadratmetern Mietfläche.

mehr ...

Investmentfonds

Clartan Associés und Ethos bündeln Expertise in einem ESG-Fonds

Der unabhängige Vermögensverwalter Clartan Associés und die im Bereich der sozial-verantwortlichen Investitionen langjährig erfahrene Schweizer Ethos lancieren gemeinsam einen europäischen Nachhaltigkeitsfonds: den Clartan Ethos ESG Europe Small & Mid Cap.

mehr ...

Berater

Plansecur-Messe 2020 komplett digital

Die Finanzberatungsgruppe Plansecur lädt zu ihrer coronabedingt ersten virtuellen Finanzplanungsmesse ein. Auf der ausschließlich für geladene Berater und Partner geöffneten Online-Veranstaltung werden rund 400 Teilnehmer erwartet.

mehr ...

Sachwertanlagen

“Negative Zinsen auch im Immobilienbereich nicht mehr ausgeschlossen”

Die Perspektiven für den deutschen Wohnimmobilienmarkt sind günstig, auch wegen der weiter gesunkenen Zinsen. Dieses Bild zeichnete Prof. Dr. Michael Voigtländer, Leiter des Kompetenzfelds Finanzmärkte und Immobilienmärkte am Institut der deutschen Wirtschaft (IW Köln) anlässlich einer Online-Konferenz der Project Unternehmensgruppe. 

mehr ...

Recht

Scholz: Corona-Krise wird Staatsverschuldung auf 80 Prozent steigern

Durch die Corona-Krise wird die Staatsverschuldung der Bundesrepublik auf 80 Prozent steigen. Ähnlich hoch lag sie nach der Finanzkrise 2008/2009. Bundesfinanzminister Olaf Scholz hofft, in den kommenden Jahren die Staatsverschuldung dann wieder deutlich drücken zu können.

mehr ...