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9. Juli 2014, 08:47
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“Wesentlich ist die Kompetenz im Asset-Management”

Mit Andreas Heibrock, Mitglied der Geschäftsleitung der Real I.S. AG, sprach Cash. über die Auswirkungen der Regulierung auf Immobilienfonds, neue Fondskonzepte und die Perspektiven einzelner Marktsegmente.

Assetmanagement

“Gegenüber Direktinvestments wie Eigentumswohnungen als Kapitalanlage bieten Immobilienfonds auch künftig weiter viele Vorteile.”

Cash.: Wie können Immobilienfonds vor dem Hintergrund der Regulierung wettbewerbsfähig bleiben?

Heibrock: Das Kapitalanlagegesetzbuch (KAGB) schafft sehr gute Bedingungen dafür, dass Immobilienfonds in Form von geschlossenen Investmentvermögen künftig ein wichtiger und fester Baustein im Anlageportfolio von gehobenen Privatkunden werden.

Mit der Einführung des KAGB verlassen diese Produkte den ehemals “grauen Kapitalmarkt” und befinden sich damit auf Augenhöhe mit den schon bisher regulierten offenen Immobilienfonds.

Anleger und Berater werden schnell merken, dass die neuen Produktangebote nach KAGB einen ganz anderen Sicherheitsstandard haben. Zukünftig können zum Beispiel Fonds nur noch aufgelegt werden, wenn der Assetmanager über eine Zulassung für eine Kapitalverwaltungsgesellschaft (KVG) verfügt und das Produkt von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) gestattet wurde.

Aber auch die Rahmendaten der neuen Immobilienfonds werden gerade in Zeiten der Niedrigzinsphase Anleger anziehen. So sind jährliche Erträge von vier bis fünf Prozent erzielbar.

Gegenüber Direktinvestments wie Eigentumswohnungen als Kapitalanlage bieten Immobilienfonds auch künftig weiter viele Vorteile. So besteht die Möglichkeit, das Portfolio bereits mit einem relativ überschaubaren Betrag breit zu diversifizieren oder eine persönliche Verschuldung zu vermeiden, die bei direkten Wohninvestments üblich ist.

Außerdem profitieren Anleger bei Fonds von einem professionellen Management, das nicht nur die gesamten administrativen Aufgaben übernimmt, sondern beispielsweise bei der Real I.S. auch Immobilienbeteiligungen in Australien verfügbar macht. So etwas selber zu strukturieren ist für einen Privatanleger nahezu unmöglich.

Real I.S. hat sich für eine Vollregulierung des Unternehmens entschieden und nimmt damit eine Sonderstellung ein. Welche Gründe gab es hierfür?

Wir sind den Weg der Gesamtlizensierung ganz bewusst gegangen. Mit der nunmehr vorliegenden KVG-Erlaubnis unterliegen alle Organisationseinheiten der Real I.S. Gruppe der unmittelbaren Überwachung durch die BaFin.

Das gibt unseren Anlegern und Vertriebspartnern ein Plus an Sicherheitselementen, denn es werden alle Dienstleistungen der Real I.S. – auch jene mit Blick auf die Bestandsfonds – von der BaFin überwacht. Somit sind alle Prozessschritte über die gesamte Unternehmensgruppe hinweg reguliert. Nicht zuletzt wollen wir damit ein Zeichen setzen.

Durch die Lizenzierung der Real I.S. als KVG sind wir auf Augenhöhe mit den anderen Unternehmen, die bereits in der Vergangenheit regulierte Finanzprodukte angeboten haben.

Seite zwei: Wie viel Eigenkapital wollen Sie 2014 platzieren?

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