Weltweite Preise für Wohnimmobilien sinken

Die Preise für Wohnimmobilien mittlerer Qualität sind nach Angaben von Knight Frank zum Ende des vergangenen Jahres weltweit erstmals seit zwei Jahren gefallen.

Dublin: In Irland kletterten die Wohnimmobilienpreise im vierten Quartal 2014 am stärksten.

Der „Global House Price Index“, den die internationale Immobilienberatung Knight Frank alle drei Monate für Wohnliegenschaften mittlerer Qualität an mehr als 50 Standorten in aller Welt erhebt, ist im vierten Quartal 2014 um 0,6 Prozent gesunken. Im Jahresverlauf liege der Index dagegen per Ende Dezember 2014 mit 1,8 Prozent im Plus. Zum Ende des dritten Quartals 2014 hatte der Preisanstieg auf Zwölf-Monatssicht noch bei 3,3 Prozent gelegen.

Die jüngsten Daten des „Global House Price Index“ unterstreichen laut Knight Frank nicht nur, wie fragil die globale konjunkturelle Erholung ist, sondern auch, wie stark sich die wirtschaftliche Situation auf das Verhalten der Immobilienkäufer auswirke.

Turbulentes Jahresende 2014

„Das letzte Quartal 2014 war sowohl in politischer als auch in wirtschaftlicher Hinsicht turbulent“, sagt Kate Everett-Allen aus dem internationalen Research für Wohnimmobilien bei Knight Frank. „Die Weltwirtschaft hat um 3,3 Prozent anzogen und liegt damit unter der Prognose von 3,8 Prozent. Die Ölpreise sind nach unten gerutscht, und die Spannungen zwischen Griechenland und der Eurozone sind wieder hochgekommen. Die Aussichten für die chinesische Wirtschaft haben sich abgeschwächt und die Ukraine-Krise hat sich intensiviert. Dieses makroökonomische Bild hat kaum dazu beigetragen, das Vertrauen der Immobilieneigentümer zu stärken.“

Höchster Preisanstieg in Irland

Irland führt das Ranking nach Angaben von Knight Frank mit einem jährlichen Preiszuwachs von 16,3 Prozent an. Dennoch lägen die Preise noch rund 38 Prozent unter ihrem letzten Höhepunkt. Vom dritten Quartal 2007 bis zum ersten Quartal 2013 hatten sie den Angaben zufolge um rund die Hälfte nachgegeben.

Fünf Länder verzeichneten in 2014 zweistellige Preiserhöhungen, darunter die Türkei (16,2 Prozent) und Hongkong (11,7 Prozent). Am unteren Ende der Skala war die Ukraine laut Knight Frank mit minus 16,7 Prozent das einzige Land, das zweistellige Preisrückgänge zu verschmerzen hatte.

Zum Vergrößern bitte auf die Tabelle klicken

Seite 2: Deutschland beim Preisanstieg im Mittelfeld

 

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