6. Februar 2017, 07:45
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Hausverkauf auf Leibrentenbasis – die Knackpunkte

Neben dem klassischen Verkauf und dem Vererben kann der Hausverkauf auf Rentenbasis eine interessante Option sein. Die Immobilienverrentung auf Leibrentenbasis ist jedoch nicht unkompliziert und kann mit Risiken behaftet sein.

Gastbeitrag von Otto Kiebler, Haus plus Rente

Leibrentenbasis

Otto Kiebler: “Für den Verkäufer besteht das Risiko, dass der neue Besitzer die Leibrente nicht mehr bezahlen kann.”

Bei der Immobilienverrentung auf Leibrentenbasis wird der Wert der Immobilie und die erwartete Restnutzungsdauer ermittelt. Auf dieser Basis werden eine Einmalzahlung und eine monatliche Leibrente festgesetzt, die der Verkäufer bis zu seinem Lebensende erhält.

Überschaubarer Kapitalaufwand

Diese Variante bedeutet für den Investor meist einen überschaubaren Kapitalaufwand, denn der Marktwert der Immobilie wird um die kalkulierte Gesamtrente vermindert. Je nach Dauer des Rentenbezugs kann er die Immobilie damit deutlich unter Marktwert erwerben.

Für den Verkäufer besteht das Risiko, dass der neue Besitzer die Leibrente nicht mehr bezahlen kann. Nur durch eine sogenannte Rückfallklausel im notariellen Vertrag kann sichergestellt werden, dass in diesem Fall wenigstens das Eigentum wieder an den Verkäufer zurückfällt. In den meisten Leibrentenverträgen fehlt diese wichtige Klausel.

Senioren sehen Leibrente skeptisch

Diese Unsicherheit ist Grund für viele Senioren, der Leibrente skeptisch gegenüberzustehen. Bedenken lassen sich nur durch einen sorgfältig gestalteten Vertrag und transparente Verhandlungen ausräumen. Als zusätzliche Absicherung gibt es die Möglichkeit, die Leibrente im Grundbuch als Grundschuld zu hinterlegen.

Das wiederum hat allerdings Folgen für die Attraktivität als Anlageobjekt, denn eine Immobilie, die mit einer Grundschuld belastet ist, wird es beim Weiterverkauf schwerer haben und gegebenenfalls weniger Rendite bringen.

Lesen Sie den vollständigen Artikel in der aktuellen Cash.-Ausgabe 2/2017.

Autor Otto Kiebler ist Geschäftsführer des Unternehmens Haus plus Rente, München.

Foto: Christian Blank / Shutterstock


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2 Kommentare

  1. Mit dem Verkauf einer Immobilie auf Leibrente können undankbare/lieblose/desinteressierte Erben der ersten Ordnung, trotz ihrer Pflichtteilsansprüche, kalt gestellt werden und die verhinderten Erben merken es erst nach dem Tod des Erblassers

    Kommentar von R.Schamberger — 4. August 2018 @ 13:01

  2. Eine Interessante Sache, mit der sich unserer Branche eingehender befassen sollte. Die bisherige Erfahrung zeigt allerdings wenig Interesse seitens der älteren Generation.
    Hier muss mehr aufgeklärt werden.

    Kommentar von H. & F Rövenich GmbH — 7. Februar 2017 @ 20:26

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