Immobilien-Nebenstandorte: Welche B- und C-Lagen lohnen (nicht)?

Die Preise für Immobilien steigen weiter und besonders in den deutschen Metropolen entsprechen die geforderten Summen nicht mehr den tatsächlichen Werten der Objekte. Lohnt es sich für Anleger daher, auf kleinere Städte auszuweichen?

Gastbeitrag von Oliver Moll, Moll & Moll Zinshaus

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„Um das Ruhrgebiet sollten Anleger lieber einen Bogen machen. Die strukturellen Leerstände sind in dieser Region schlicht zu groß.“

Viele Anleger spielen mit dem Gedanken, ihren Anlageradius zu erweitern und statt in den Metropolen lieber in B- oder sogar C-Standorte zu investieren, wo Zinshäuser und Eigentumswohnungen noch vergleichsweise günstig sind.

Blasengefahr in süddeutschen Studentenstädten

Wer in Objekte weiter außerhalb investiert, macht jedoch nicht automatisch ein Schnäppchen. Auch dort sollte jedem Kauf eine genaue Markt- und Standortanalyse vorausgehen.

In den „gehypten“ süddeutschen Studentenstädten ist das Potenzial beispielsweise nicht nur ausgereizt, mehrere Indices zeigen sogar, dass dort erhebliche Blasengefahr besteht.

Finger weg von Harz und Ruhrgebiet

Auch um das Ruhrgebiet sollten Anleger lieber einen Bogen machen. Die strukturellen Leerstände sind in dieser Region schlicht zu groß, als dass sie ein attraktiver Standort wäre.

Von Städten rund um den Harz ist ebenfalls abzuraten, da es dort keine vernünftige industrielle Struktur, aber viele, eher schlecht bezahlte Saisonarbeitsplätze im Tourismus gibt.

Aufgrund der hohen Leerstände lohnt es sich dort für die besserverdienenden, beziehungsweise fest Angestellten im tertiären Sektor, eher zu kaufen oder zu bauen als zu mieten. Die Nachfrage nach Mietwohnungen ist gering und die Bonität der Mieter relativ schlecht, da Einwohner mit höherer Bonität eher bauen oder ins Eigentum ziehen.

Seite zwei: Gute Chancen in Norddeutschland

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