16. April 2018, 14:51
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Bauzinsen zurück vom vorläufigen Höchststand

Die US-Notenbank hat Ende März den Leitzins erneut angehoben. Wird auch die EZB diesen Schritt in naher Zukunft gehen? Der Maklerpool Qualitypool analysiert die aktuelle Situation und die voraussichtlichen Konsequenzen für die Baufinanzierungszinsen in Deutschland.

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Es ist unsicher, ob die EZB ihr bis September laufendes Anleihekaufprogramm verlängert.

Die US-Zentralbank Federal Reserve (Fed) hat − wie erwartet − den Leitzins leicht angehoben. Die Europäische Zentralbank (EZB) hält sich weiter bedeckt, sodass über das Ende des Anleihenkaufprogramms und eine erste mögliche Zinserhöhung im kommenden Jahr nur spekuliert werden kann.

Der Zins- und Anleihenmarkt hat sich entsprechend beruhigt, und die Zinsen für Baufinanzierungen sind vorerst von ihrem Jahreshöchststand zurückgekehrt.

Die erste Sitzung mit dem neuen Fed-Chef Jerome Powell verlief ohne Überraschungen: Die Fed hat Ende März den US-Leitzins um 0,25 Prozentpunkte auf 1,50 bis 1,75 Prozent angehoben. In ihren Erläuterungen deutete sie außerdem an, dass die Inflation bereits in den kommenden Monaten steigen könnte.

Weitere Zinsschritte der Fed erwartet

Wäre das der Fall, sind direkte Folgen für die weitere Zinspolitik der US-Notenbank absehbar. Marktexperten sprechen davon, dass die Fed den nächsten Zinsschritt vorziehen und insgesamt viermal in diesem Jahr die Zinsen erhöhen könnte.

Mit dem momentan erfreulichen Wachstum der US-Wirtschaft (Bruttoinlandsprodukt viertes Quartal 2017: plus 2,9 Prozent) zeigen sich sowohl die Fed als auch die Experten zufrieden. Einige Marktbeobachter blicken allerdings skeptisch auf die Entwicklung im kommenden Jahr, unter anderem aufgrund des Handelskonflikts der USA mit China.

Wann zieht die EZB nach?

Währenddessen gehen die Spekulationen über den weiteren Ausstieg der EZB aus der ultralockeren Geldpolitik weiter. Zwei Fragen beschäftigen die Zinsexperten: Wird das Anleihenkaufprogramm, das im September ausläuft, tatsächlich nicht mehr verlängert? Dies ist bei weitem nicht sicher. Es besteht zum Beispiel auch die Möglichkeit, das Anleihenkaufprogramm ab September bis zum Jahresende in kleinen Schritten auslaufen zu lassen.

Für wann rechnet der Markt im Anschluss mit der ersten Zinserhöhung der EZB? Nicht vor 2019, lautet hierzu der Tenor der Experten. Von sechs Monaten nach dem Ende des Anleihenkaufprogramms ist die Rede. Der Bundesbank-Präsident Jens Weidmann sprach davon, dass eine Zinsanhebung bis etwa Mitte 2019 nicht unrealistisch wäre.

Entscheidend für die geldpolitischen Maßnahmen der nächsten Monate wird natürlich die Inflationsentwicklung. Zuletzt haben sich die Verbraucherpreise in der Eurozone leicht erholt. Sie waren im März mit 1,4 Prozent (vorläufiger Wert) aber noch deutlich vom Zielkorridor der EZB entfernt. Die Verbraucherpreise in Deutschland stiegen vorläufig leicht auf 1,6 Prozent.

Baufinanzierungen in Deutschland zuletzt wieder rückläufig

„Die Zinsentwicklung für Baufinanzierungen hat sich in den letzten Wochen beruhigt – sowohl bei den zehnjährigen als auch bei den 15-jährigen Zinsbindungen“, beschreibt Jörg Haffner, Geschäftsführer der Qualitypool GmbH. „Vom bisherigen Jahreshöchststand ging es leicht zurück, bei den Bestzinsen jeweils um rund zehn Basispunkte auf nun 1,26 Prozent bei den zehnjährigen Zinsbindungen und 1,55 Prozent bei den 15-jährigen.“

Haffner führt das unter anderem darauf zurück, dass die Fed im März exakt wie erwartet an der Zinsschraube gedreht hat: „Es gab keine Überraschungen. Diese Zinserhöhung der Fed war lange im Voraus vorbereitet worden. Selbst der erste Auftritt des neuen Fed-Chefs Powell sorgte nicht für Verwirrung. Der geldpolitische Kurs der Fed setzt sich fort – diese Nachricht kam gleich mit dem Start Powells unmissverständlich am Markt an.“

Seite 2: Keine abrupten Sprünge zu erwarten

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1 Kommentar

  1. Die Zinsen werden wohl eine ganze weile so niedrig bleiben, die EU ist zu hoch verschuldet zum erhöhen

    Kommentar von Jan Lanc, Neu-Isenburg — 16. April 2018 @ 17:10

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