21. Februar 2018, 10:01
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DVAG: Löschung der Grundschuld kann teuer werden

Ob Haus oder Eigentumswohnung – die eigene Immobilie erfreut sich trotz hoher Immobilienpreise nach wie vor großer Beliebtheit als Altersvorsorge. Die Deutsche Vermögensberatung AG (DVAG) warnt jedoch vor unerwarteten Kosten bei der Löschung der Grundschuld.

DVAG: Löschung der Grundschuld kann teuer werden

Unter allen Produkten für die Altersvorsorge weist die eigene Immobilie laut DVAG die höchsten Abschlusskosten auf.

Häufig entstehe der Eindruck, dass bei Finanzprodukten die einkalkulierten Kosten wichtiger seien als die darin enthaltenen Leistungen, der Service, die Beratung oder die Stabilität des Anbieters.

Dies ist der DVAG zufolge die einzige Erklärung für die Einführung von immer neuen Ausweispflichten für Gesamt-, Verwaltungs-, Vertriebs- oder Abschlusskosten durch entsprechende Gesetze und Verordnungen wie jüngst MiFID II und die IDD.

Hohe Abschlusskosten für Immobilien

Interessant sei diesbezüglich der Blick in andere Bereiche, wie beispielsweise den Immobilienerwerb. Es sei bekannt, dass die Abschlusskosten mit Maklergebühr, Notarkosten, Grunderwerbsteuer und amtlichen Eintragungsgebühren für Grundschulden dort bis zu 15 Prozent des Kaufpreises betragen können.

Damit weise die Immobilie als Altersvorsorge unter allen Produkten wohl die höchsten Abschlusskosten überhaupt aus. Wissenswert sei jedoch auch, was 15 oder 20 Jahre nach dem Kauf auf Immobilieneigentümer warte.

Dann kann laut DVAG nämlich die Grundschuld nach Rückführung aller Immobiliendarlehen gelöscht werden, was nochmals zu unerwarteten Kosten führt.

Gebühren für Notare und Amtsgericht

Bei einer seinerzeit voll fremdfinanzierten Immobilie mit einer Grundschuld von 500.000 Euro liege die Gebühr für die Beglaubigung durch den eigenen Notar und den der Bank bei jeweils etwa 600 Euro.

Zusätzlich erhebe das zuständige Amtsgericht rund 500 Euro Gebühr für die Löschung der Grundschuld und den damit verbundenen Grundbucheintrag. In der Summe ergebe das 1.700 Euro die für den Vorgang der Löschung einer Grundschuld zu entrichten seien. (bm)

Foto: Shutterstock

 

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2 Kommentare

  1. Sehr geehrte Damen und Herren der DVAG,

    die Abschluss- und Verwaltungskosten AachenMünchener lagen bereits im Jahre 2002 bei insgesamt 25%, der Branchendurchschnitt bei 25,4%. Quelle: Bafin, siehe auch Bund der Sparer, Ausgabe 01.2014 auf Seite 29.

    Die Lebensversicherung gehört zu den Geldwerten und unterliegt somit der Inflation. Hingegen ist die Immobilie ein Sachwert und damit weitestgehend inflationsgeschützt. Häuser werden nicht teurer, sondern das Geld einfach weniger wert.

    Nehme ich eine Immobilie als Kapitalanlage, habe ich nicht nur die Mieteinnahmen, welche meinen Eigenaufwand deutlich schmälern, sondern zudem auch noch steuerliche Vorteile durch Abschreibung.

    Ich möchte gar nicht noch weiter ins Detail gehen, aber was hier Seitens der LV als Vorteil ins Spiel gebracht werden soll, war noch nie einer, ist keiner und wird auch niemals einer sein.

    Es ist der Unwissenheit der deutschen Sparer zu verdanken, das die LV noch heute in diesem Umfang existiert.

    Kommentar von Ronny Kehrer - KKS Maklerbüro — 21. Februar 2018 @ 18:00

  2. Was für ein Müll, weil die keine Immobilien anbieten versuchen die es schlecht zu reden. Ich kann keine Immo mit einer schlecht verzinsten LV vergleichen.

    Kommentar von Jan Lanc — 21. Februar 2018 @ 16:45

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