12. Februar 2018, 09:09
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Grundstückswerte in Berlin steigen nahezu überall

Baugrundstücke in Berlin verteuern sich weiter. Die Bodenrichtwerte sind auch in diesem Jahr nahezu stadtweit gestiegen, wie aus den neuesten Daten des Berliner Gutachterausschusses hervorgeht.

Grundstückswerte in Berlin steigen nahezu überall

In Berliner Wohnvierteln besteht nach wie vor großes Investoreninteresse an Mehrfamilienhäusern.

Die Preisspanne reicht von günstigen Grundstücken für 170 Euro je Quadratmeter am Kleinen Müggelsee bis zu 60 000 Euro am Pariser Platz.

Bei Flächen für Mehrfamilienhäuser sind Preissteigerungen von einem Viertel bis zwei Drittel weiter gang und gäbe. Bei Ein- und Zweifamilienhausgrundstücken deuten die bislang bekannten Daten darauf hin, dass die Preise nicht mehr so stark steigen wie vor Jahresfrist.

Der Bodenrichtwert gibt den durchschnittlichen Wert von Grundstücken in einer bestimmten Lage an. Grundlage sind die Kaufverträge des Vorjahres, in diesem Fall 2017. Bei bebauten Grundstücken bestimmen die Gutachter den Wert, der sich ohne Haus ergäbe.

Preiswachstum nähert sich dem Ende

Seine Analyse des gesamten Berliner Grundstücksmarktes will der Gutachterausschuss in Kürze vorstellen. Schon jetzt legen die Zahlen aber nahe, dass sich die Preise in den teuersten Lagen vorerst dem Ende der Fahnenstange nähern, während sie in weniger exklusiven Vierteln nachziehen.

In Dahlem etwa liegt der Wertzuwachs der Villengrundstücke teils nur noch bei fünf Prozent. Um die Hälfte im Wert stiegen dagegen Ein- und Zweifamilienhausgrundstücke in Weißensee sowie in Teilen von Blankenburg, Heinersdorf, Schmöckwitz und Alt-Hohenschönhausen.

Nicht mehr zugelegt haben die Richtwerte für Wohn- und Geschäftshäuser an der Steglitzer Schloßstraße, am Gendarmenmarkt, Unter den Linden und an der Friedrichstraße in Mitte sowie am Kurfürstendamm und am Tauentzien.

Bodenrichtwert steigt in zahlreichen Vierteln

Starke Anstiege gab es dagegen zwischen Ostbahnhof und Oberbaumbrücke, wo der Bodenrichtwert sich binnen Jahresfrist teilweise verdoppelt hat.

Das Interesse der Investoren an Mehrfamilienhäusern in den Wohnvierteln bleibt offenkundig groß. In vielen Vierteln stieg der Bodenrichtwert um die Hälfte oder mehr, etwa in Teilen von Treptow, Wedding, Tempelhof und dem Prenzlauer Berg, von Steglitz, Zehlendorf, Lichterfelde, Tegel, Westend und Tiergarten sowie Niederschönhausen, Pankow, Grünau, Weißensee, Moabit, Neukölln, Rummelsburg, Kreuzberg, Friedrichshain und Charlottenburg-Nord.

Rund um Lessingstraße und Flensburger Straße im Hansaviertel verdoppelte sich der Bodenrichtwert auf 2000 Euro je Quadratmeter. (dpa-AFX)

Foto: Shutterstock

 

Mehr Beiträge zum Thema Wohnimmobilien:

Wohninvestments: B-Städte starten gut ins Jahr

Energieeffizienz: Geld sparen durch energetische Sanierung

Wohnungspolitik: IVD Bundesverband begrüßt Koalitionsvertrag

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Telefonica und Allianz starten Glasfaserprojekt in Deutschland

Der spanische Telekomkonzern Telefonica hat sich beim Glasfasernetz-Ausbau die Allianz als Partner an Bord geholt. Beide Konzerne sollen jeweils zur Hälfte am Gemeinschaftsprojekt beteiligt sein, teilten sie am Donnerstag in Madrid und München mit.

mehr ...

Immobilien

Karlsruhe weist Eilantrag gegen Berliner Mietendeckel ab

Kurz vor Inkrafttreten der zweiten Stufe des umstrittenen Berliner Mietendeckels hat das Bundesverfassungsgericht einen vorläufigen Stopp abgelehnt. Die Karlsruher Richter wiesen den Eilantrag einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts ab, die in Berlin 24 Wohnungen vermietet.

mehr ...

Investmentfonds

Die Halver-Kolumne: US-Wahl – So viel mehr als nur eine normale Wahl

Der politische Höhepunkt 2020 steht kurz bevor und die Börsen sind nervös. Aufgrund der unterschiedlichen Ausrichtung der US-Präsidentschaftskandidaten kann man getrost von einer Richtungswahl sprechen. Besonders spannend sind die Fragen, ob bzw. wann es einen Sieger gibt, ein knappes Ergebnis überhaupt akzeptiert oder sogar als Wahlbetrug bezeichnet wird. Die Halver-Kolumne

mehr ...

Berater

Zweiter Chef bei Exporo

Herman Tange verstärkt ab sofort das Management-Team der Crowdinvesting-Plattform Exporo als Co-CEO an der Seite von Simon Brunke und soll in den Vorstand der Exporo AG berufen werden, sobald die formellen Anforderungen dafür erfüllt sind.

mehr ...

Sachwertanlagen

Deutsche Finance mit 650-Millionen-Dollar-Closing in San Francisco

Der Asset Manager Deutsche Finance und SHVO Capital haben gemeinsam für ein institutionelles Joint Venture um die Bayerische Versorgungskammer den Gebäudekomplex „Transamerica Pyramid“ in San Francisco erworben.

mehr ...

Recht

Das sollten private Vermieter beachten

Die meisten Wohnungen gehören in Deutschland Privatleuten. Sie vermieten meistens nur ein oder zwei Einheiten. Kleinvermieter nutzen die Immobilie häufig als Kapitalanlage oder als Finanzierungsbeitrag zum Bau des Eigenheims. Worauf es für private Vermieter ankommt.

mehr ...