Baukindergeld: Umland lockt Familien

Ende 2018 waren schon über 56.000 Anträge auf Baukindergeld bei der KfW eingegangen. Vor allem Familien wollen jenseits der teuren Großstädte den Sprung ins Wohneigentum schaffen. Im grünen Gürtel um die Städte steigt die Nachfrage – ein Trend, der sich weiter verstärken dürfte.

Trend zur Finanzierung von Wohneigentum außerhalb der Großstädte.

12.000 Euro Baukindergeld kann eine Familie pro Kind bekommen, wenn sie den Zuschuss bis zu drei Monate nach dem Umzug beantragt. Die Einkommensgrenze hat der Gesetzgeber mit 90.000 Euro brutto für Familien mit einem Kind fixiert. Für jedes weitere Kind erhöht sie sich um 15.000 Euro. Trotzdem: Für Städter ist die Förderung oft nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Laut einer Studie der Postbank müssen Hamburger durchschnittlich den Gegenwert von 33,6 Jahresmieten für den Kauf einer 70-Quadratmeter-Wohnung aufbringen, die benachbarten Pinneberger nur 20,8.

Trend zum Vorstadthaus

Im Umland der Metropolen haben 42 Prozent der ab 18-Jährigen „richtig Lust, zu bauen oder zu kaufen“, so eine Umfrage der BHW Bausparkasse. In der Nähe von Städten wie Köln oder Berlin verzeichnen Immobilienportale eine steigende Kaufnachfrage. „Bau oder Kauf im Umland sind eine gute Option, wenn Lage, Ausstattung und Verkehrsanbindung stimmen“, erklärt Dr. Jörg Koschate, Mitglied des Vorstands der BHW Bausparkasse. „In den Innenstädten ist der positive Effekt des Baukindergeldes leider begrenzt. Hohe Preise belasten das Budget hier stark.“

Eigenkapital muss sein

Bei moderaten Anschaffungspreisen kann das Baukindergeld helfen, die Hürde der Finanzierung zu überwinden. Gibt eine Familie mit zwei Kindern 330.000 Euro aus, beträgt der Förderanteil knapp 7,3 Prozent. Damit die Rechnung aufgeht, sollte sie Eigenkapital zum Beispiel mit einem Bausparvertrag ansparen und die günstigen Darlehen und Zulagen der KfW nutzen. (fm)

Foto: Shutterstock

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