30. November 2017, 09:45
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Fintechs: Noch ein Boom oder schon eine Blase?

Das Hauptproblem der neuen Technologieunternehmen liegt im Aufbau eines verlässlichen und gewinnbringenden Kundenstamms. Die meisten Start-ups tun sich schwer von Null an und ohne Bekanntheitsgrad Kunden an sich zu binden.

Für den notwendigen Reputationsaufbau und das Marketing fehlt ihnen schlicht das Budget. Und schnelles Wachstum ist in diesem, von Investoren geprägten Markt, entscheidend.

Aktuell ist ein Shift zu beobachten: Fintechs wechseln ihre Geschäftsbereiche aus dem B2C-Feld in den B2B-Bereich und kooperieren vermehrt mit den klassischen Playern im Markt, die den dringend benötigten Zugang zu den Endkunden haben.

Fintech-Markt steht vor Bereinigung

So verkündete beispielsweise der Robo-Advisor Scalable Capital Mitte September die Zusammenarbeit mit der ING-Diba. Und fast alle großen Lösungen im Robo-Advisor-Markt kooperieren mittlerweile mit einer großen Bank beziehungsweise treten ganz ins B2B-Geschäft ein.

Der Fintech-Markt steht vor einer gründlichen Bereinigung. Ob diese so disruptiv sein wird wie seinerzeit bei der Dotcom-Bereinigung, wird sich in den kommenden Monaten zeigen.

Nur der Aufbau von Vertrieb, in welcher Form auch immer, kann das Überleben sichern oder auch gerade den Konkurs beschleunigen, denn Vertrieb kostet extra Geld, was meist nicht vorhanden ist.

Michael Jensen ist Executive Vice President von Moventum S.C.A.

Foto: Moventum /Shutterstock

 

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