Anzeige
2. März 2015, 08:46
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

LVRG: Massives Maklersterben bei Untätigkeit

Vermittler sollten sich schleunigst auf die neue Vertriebswelt vorbereiten, sonst droht ihnen Opfer eines massiven “Maklersterbens” zu werden. Es gilt, das eigene Geschäftsmodell zu prüfen, das Beratungsangebot und Kooperationen auszubauen und alternative Vergütungskonzepte in Erwägung zu ziehen.

Makler

Versicherungsmakler Lutz Abromeit: “Es wird wohl zum Vermittlersterben 2.0 kommen.”

Wie auch schon vor der Provisionsdeckelung in der privaten Krankenversicherung erwarten einige Marktteilnehmer eine deutliche Konsolidierung. Teilweise ist gar von einem massiven “Maklersterben” die Rede.

Abhängigkeit von Sofortvergütungen entscheidend

Die von Cash. befragten Marktteilnehmer sind in diesem Punkt uneins. Während einige mit keinen erheblichen Folgen rechnen, ist dieses Szenario für andere gar nicht so unwahrscheinlich.

Abhängig ist die Entwicklung letztlich von dem Maße, in dem die Makler von den Sofortvergütungen abhängen. “Bei mir haben solche Provisionen zuletzt etwa 20 Prozent der Betriebseinnahmen ausgemacht”, berichtet Lutz Abromeit, Versicherungsmakler aus Hannover.

Er erwarte für sein Geschäft daher keine existenzielle Bedrohung. “Für diejenigen Kollegen aber, die viel stärker auf Abschlussprovisionen fixiert waren, wird es sehr viel schwerer. Es wird wohl zum Vermittlersterben 2.0 kommen”, so Abromeit weiter.

Geschäftsmodell anpassen

Um weiter am Markt bestehen zu können, sollten Makler dennoch spätestens jetzt ihr Geschäftsmodell auf seine Nachhaltigkeit überprüfen. Die spartenorientierte Beratung sollte einem ganzheitlichen Beratungs- und Betreuungsansatz weichen.

“Aussagen wie ,ich mache nur Leben‘ oder ,mich interessieren nur Sachversicherungen‘ dürften künftig passé sein”, glaubt Abromeit.

“Berater müssen sich schnell mit den neuen Vergütungsmodellen und -höhen auseinandersetzen und ihr Geschäftsmodell anpassen”, empfiehlt auch Dr. Sebastian Grabmaier, Vorstandsvorsitzender des Münchener Maklerpools Jung, DMS & Cie. (JDC).

Seite zwei: Neue Segmente erschliessen

Weiter lesen: 1 2 3

Newsletter bestellen Top aktuell & kompakt! Werktags um 6.30 Uhr alle Versicherungs-News für Profis von Profis.

4 Kommentare

  1. MiFID II, IDD und Kleinanlegerschutzgesetz erfordern mit der „Geeignetheitsprüfung“ die „ganzheitliche Finanzberatung“ bei Altersvorsorgeprodukten/Geldanlagen. Ohne diese Beratungsvorgehensweise gibt es keine „Beweislastumkehr“ und bei ersten Wertschwankungen ist das Storno vor Gericht „garantiert“. Somit verständlich, dass alle Kollegen diesen „Veränderungsprozess“ und die Beratung gegen Honorar empfehlen.

    Wie eine Umstellung bei größter Kundenakzeptanz dazu erfolgen kann, wird im eBook bei mwsbraun.de beschrieben oder zu lesen im Internet von Joachim König „Für Finanzplanung wird-gerne-Honorar-gezahlt“.

    Kommentar von Frank L. Braun — 31. Dezember 2015 @ 09:59

  2. Ich denke da sind eher die Vertiebe davon betroffen, welcher Makler lebt denn von LV-Abschlüssen? Das ist doch an sich schon ein totes Pferd

    Kommentar von Jan Lanc — 4. März 2015 @ 10:58

  3. Lt. Studien hat nur der FinanzCoach mit ganzheitlicher Beratung eine nachhaltige Berufszukunft, wenn der Umsatz nicht über das Internet eingefahren werden kann.

    Wird diese Vorgehensweise nach dem Regelkreis DIN ISO 22222 durchgeführt, spielt die LVRG-AP-Thematik keine Rolle mehr, da pro Beratung insgesamt mehr Geld verdient wird, wie die Kollegen schreiben. Siehe Erfahrungsberichte bei mwsbraun.de

    Kommentar von Frank L. Braun — 3. März 2015 @ 12:28

  4. Erst die Masern und jetzt auch noch das LVRG – Der Tod lauert an jeder Ecke – großes Maklersterben all überall.
    Was für ein reißerischer Aufmacher. Wo bleibt die seriöse Berichterstattung?

    Kommentar von Silvia Jargon — 2. März 2015 @ 14:49

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 11/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Megatrend Demografie – Indizes – Naturgefahren – Maklerpools

Ab dem 16. Oktober im Handel.

Cash.Special 3/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Riester-Rente – bAV – PKV – Bedarfsanalyse

Ab dem 22. Oktober im Handel.

Versicherungen

Die Hitliste der Autoknacker: Alle 30 Minuten ein Auto

Autodiebe haben im vergangenen Jahr rechnerisch etwa alle 30 Minuten einen kaskoversicherten Pkw gestohlen. Nach dem neuen Kfz-Diebstahlreport des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) kamen im Laufe des Jahres 2017 insgesamt 17.493 Pkw ihren rechtmäßigen Besitzern abhanden.

 

mehr ...

Immobilien

Immobilienverband: Mieten in kleineren Städten ziehen kräftig an

Nach Einschätzung des Immobilienverbands IVD ziehen auch die Mieten in kleineren Städten deutlich an. Dort kostet Wohnen zwar noch deutlich weniger – jedoch steigen die Mieten auch dort aktuell rasant an.

mehr ...

Investmentfonds

Italien sieht kein Risiko durch höhere Schulden

Italiens Finanzminister Giovanni Tria verteidigt den italienischen Haushaltsplan für der EU-Kommission. Tria ist bewusst, dass die Pläne den Stabilitätskriterien widersprechen, ändern wolle er sie deshalb trotzdem nicht. Seine Entscheidung begründet er heute in Brüssel.

mehr ...

Berater

Bankenverband: Stresstest hat Stärken und Schwächen

Der Bankenverband BdB dämpft die Erwartungen an den diesjährigen Banken-Krisentest der europäischen Aufseher. So seien Stresstests keine Wunderwaffe, wie der BdB am Montag in Frankfurt erklärte.

mehr ...

Sachwertanlagen

Kein Prospekt: BaFin untersagt Holz-Investment

Die Finanzaufsicht BaFin hat das öffentliche Angebot der Vermögensanlage mit der Bezeichnung „Teakinvestment“ über den Kauf, die Pflege sowie die Verwertung von Teakbäumen in Costa Rica und Ecuador in Deutschland untersagt.

mehr ...

Recht

Einmal Teilzeit und zurück? So funktioniert die Brückenteilzeit

Der Bundestag hat das neue Gesetz zum Rückkehrrecht von Teil- in Vollzeit verabschiedet. Arbeitnehmer in Unternehmen ab 45 Angestellten können ab 2019 die so genannte Brückenteilzeit wählen. Arbeitsrechtsexperten der Arag haben das Gesetz unter die Lupe genommen.

mehr ...