13. Oktober 2016, 12:10
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Sicherer Start: Policen für Berufseinsteiger

Der Einstieg ins Berufsleben ist der Beginn eines neuen Lebensabschnitts. Doch nicht nur der Alltag verändert sich, sondern auch die Risiken, die es abzusichern gilt. Cash. stellt die vier wichtigsten Versicherungen für Berufsanfänger vor.

Sicherer Start: Policen für Berufseinsteiger

Für Berufsanfänger ist zunächst die Absicherung existenzieller Risiken besonders wichtig.

Der Wechsel von Studium oder Ausbildung in das Berufsleben verändert den Versicherungsbedarf. Um optimal abgesichert in die Karriere zu starten, sollten Berufsanfänger sich um guten und günstigen Versicherungsschutz bemühen. Hierbei steht die Absicherung Existenz bedrohender Risiken im Vordergrund.

1. Krankenversicherung

Verpflichtend ist die Kranken- und Pflegeversicherung. Bestand während des Studiums eine studentische Versicherung bei einer gesetzlichen Krankenkasse und wird im Anschluss eine Tätigkeit als Angestellter aufgenommen, bleiben Berufsanfänger als pflichtversicherte Arbeitnehmer in der gesetzlichen Krankenversicherung.

Eine private Krankenversicherung kommt nur für Angestellte in Frage, die ein jährliches Mindesteinkommen von derzeit 56.250 Euro erhalten. Als Freiberufler oder Selbstständiger besteht indes die Wahl, sich freiwillig in der gesetzlichen Krankenversicherung zu versichern oder in eine private Krankenversicherung zu gehen.

2. Private Haftpflichtversicherung

Unverzichtbar ist auch für Berufsanfänger eine private Haftpflichtversicherung. Während Ausbildung und Studium besteht meist eine beitragsfreie Mitversicherung über die Haftpflichtversicherung der Eltern, die bei einigen Policen mit dem Ende der Ausbildung beziehungsweise dem 25. Geburtstag erlischt.

Ab dann haften die Berufseinsteiger selbst für Schäden, die sie verursachen – im schlechtesten Fall mit dem gesamten Vermögen. Eine private Haftpflichtversicherung ist relativ günstig und deckt Personen-, Sach-, und Vermögensschäden. Berufsanfänger sollten bei der Auswahl der Police besonders auf die Höhe der Versicherungssumme achten.

3. Berufsunfähigkeitsversicherung

Ebenso unverzichtbar wie eine private Haftpflichtversicherung ist eine Absicherung gegen die Folgen einer Berufs­unfähigkeit. Wurde während des Studiums noch keine Erwerbs- oder Berufsunfähigkeitsversicherung abgeschlossen, sollte dies spätestens zum Berufseinstieg geschehen. Denn die Ansprüche aus der gesetzlichen Rentenversicherung bei Berufs- beziehungsweise Erwerbsunfähigkeit sind äußerst gering.

Der Vorteil für Berufsanfänger: Je früher eine Berufsunfähigkeitsversicherung abgeschlossen wird, umso niedriger fallen die Prämien aus. Besteht der Wunsch, eine Familie zu gründen, sollte eine Police mit Nach­versicherungs­garantie gewählt werden. Mit dieser kann der Schutz ohne erneute Gesund­heitsprüfung aufgestockt werden, falls später auch Partner oder Kinder vom Einkommen abhängig sind.

4. Hausratsversicherung

Ob eine Hausratsversicherung nötig ist, richtet sich nach dem Besitzstand des Berufsanfängers. Der Abschluss ist empfehlenswert, wenn in der eigenen Wohnung wertvolle Einrichtungsgegenstände oder technische Geräte vorhanden sind. Die Policen sind häufig erschwinglich und beinhalten meist die Option, das Fahrrad mitzuversichern.

Private Altersvorsorge zunächst zweitrangig

Die private Altersvorsorge ist bei Berufsanfängern noch nicht dringlich. Vorrang hat die Absicherung existenzieller Risiken durch die oben genannten Versicherungen. Bestehen durch die Ausbildung bedingte Schulden – etwa in Form eines Studienkredits – sollten auch diese zunächst zurückgezahlt werden. Bleibt danach vom Gehalt noch genug übrig, sollten allerdings auch Berufsanfänger über die Finanzierung ihres Ruhestands nachdenken. (jb)

Foto: Shutterstock

2 Kommentare

  1. Als Leiter eines Lohnsteuerberatungsbüros habe ich u.a. die Aufgabe, unsere Mandanten hinsichtlich des Alterseinkünftegesetzes, Arbeitnehmer-Sparzulage, Wohnungsbauprämie, “Riester” und “Wohn-Riester” sowie Minijobs zu beraten. Wenn in einem Artikel als Zielgruppe junge Leute angesprochen werden, darf man z.B. bei Riester den einmaligen Berufseinsteigerbonus bis zum 25. Lebensjahr nicht vergessen. Wenn neben den diversen Altersvorsorgeschichten die Wahl auf “Riester” fallen sollte, dann zeigen wir unseren Mandanten auf, dass es neben einem Versicherungsmantel die viel kostengünstigere Variante des Direktinvestments bei Investmentgesellschaften gibt.

    Kommentar von Ralf-Rüdiger Engelhardt — 27. Dezember 2016 @ 09:04

  2. Schon klar, dass dem Verbraucherschutz die Riesterrente nicht einfällt.
    Niedrige Beiträge bei niedrigem Einkommen und hohe Förderung sind ja vollkommen uninteressant.
    Der Steuerzahler, welcher?, wirds im Alter schon richten.

    Kommentar von Wilfried Strassnig — 17. Oktober 2016 @ 23:16

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