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23. Mai 2017, 09:47
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Digitalisierung in der PKV: Ohne Kundenvertrauen geht nichts

Die Digitalisierung ermöglicht es Unternehmen, transparenter und effizienter zu arbeiten und einen besseren Zugang zum Kunden zu erhalten – die PKV kämpft momentan allerdings noch gegen allgemeines Misstrauen und ungeklärte Datenschutzregelungen.

Gastbeitrag von Stefan Bause, Willis Towers Watson

Digitalisierung in der PKV

Stefan Bause: “Voraussetzung für die digitale Transformation ist jedoch das Vertrauen des Kunden.”

Wie viele andere Bereiche wird die Digitalisierung auch das deutsche Gesundheitssystem grundlegend verändern.

Nutzung von Big Data oder Telematik

Prozesse werden automatisiert, Kommunikationswege und -infrastrukturen vereinfacht. Unternehmen arbeiten dadurch transparenter, effizienter und erhalten einen besseren Zugang zum Kunden – den es zu nutzen gilt.

Dabei ist Digitalisierung weit mehr als das elektronische Einreichen von Rechnungen. Vielmehr geht es um die Nutzung von Big Data oder Telematik in der PKV-Tarifierung.

Einen großen Fortschritt stellt zum Beispiel die Steuerung eines Behandlungsverlaufs mittels digitalisierter Prozesse dar. Aber auch in der Früherkennung von Krankheiten, bei denen man durch Kombination aus Digitalisierung und medizinischem Fortschritt große Erfolge erzielen kann, liegt ein zusätzlicher Service für die Versicherten.

Echte Gesundheitsprävention

Der Nutzen der Digitalisierung liegt in echter Gesundheitsprävention sowie Unterstützung im Leistungsfall, er geht klar über eine geringfügige Prämienreduktion, etwa durch eine Fitness-App, hinaus.

Das Verwenden von Fitnessdaten oder Angaben zu Lebensgewohnheiten erscheint dagegen eher als öffentlichkeitswirksame Produktinnovation. Aber auch diese Art von E-Health-Lösung ist wichtig: Sie stellt einen regen Kundenkontakt her, durch den sich die Bedürfnisse des Versicherten besser ermitteln und regelmäßig überprüfen lassen.

Kundenvertrauen als Voraussetzung

Voraussetzung für die digitale Transformation ist jedoch das Vertrauen des Kunden. Schließlich soll er seinem Versicherer umfangreiche Dateneinsicht gewähren und digitale Neuerungen für sich als Vorteil begreifen – und nicht nur als Kostensenkungspotenzial für den Versicherer.

Heute kämpft die PKV noch gegen ein allgemeines Misstrauen und ungeklärte Datenschutzregelungen. Morgen schon werden die Möglichkeiten der digitalen Welt zur absolut notwendigen Voraussetzung, die ein Krankenversicherer zu bieten hat.

Autor Stefan Bause ist Leiter der Krankenversicherungsberatung bei Willis Towers Watson.

Foto: Willis Towers Watson / Shutterstock


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