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12. April 2017, 13:46
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Onlinevermittlung: Die fünf größten rechtlichen Angriffspunkte

Egal ob Versicherungsmakler oder Insurtechs – im Onlinevertrieb von Versicherungspolicen sind alle denselben Risiken ausgesetzt. Im Rahmen einer Weiterbildungsveranstaltung hat Rechtsanwalt Stephan Michaelis einige rechtliche Angriffspunkte vorgestellt.

Onlinevermittlung

Versicherungsmakler sollten unbedingt auf fehlerfreie Maklerverträge achten.

Der Experte für Versicherungsrecht Stephan Michaelis hat bei einer Schulungsveranstaltung für Vermittler, die als Videocast auf der Webseite der Kanzlei abrufbar ist, die größten Angriffspunkte bei der Onlinepolicenvermittlung erläutert:

1. Intransparente Bestandsübertragung
Wird eine Bestandsübertragung per Klick angeboten, ist dies wettbewerbswidrig und somit abmahnbar. Sollte ein Insurtech diese Funktion anbieten, darf und sollte der Makler sich rechtlich dagegen wehren.

2. Status nicht erkennbar
Die Erstinformationen müssen dem Kunden transparent und auffällig auf der Website oder in der App präsentiert werden. Jeder noch so unaufmerksame Websitebesucher muss den Status des Gewerbetreibenden auf den ersten Blick erkennen können.

3. Widerrufsrechte: Besonderheiten beachten
Versicherungsverträge, die online vermittelt werden, sind nicht widerrufbar. Die Widerrufsthematik gibt es nur im Verbrauchergeschäft und zwar immer dann, wenn es für den Kunden kostenpflichtig wird. Dem Endkunden muss beispielsweise bei Honorarvereinbarungen ein Widerrufsrecht eingeräumt werden. Dies gilt allerdings nicht für Gewerbekunden.

4. Unwirksame Maklerverträge
In einem aktuellen Streitfall hat das Landgericht Stuttgart 14 rechtsunwirksame Regelungen in einem Versicherungsmaklervertrag gefunden. Versicherungsmakler sollten unbedingt auf fehlerfreie Verträge achten und von ihrer Onlineveröffentlichung absehen.

5. Missachtung gesetzlicher Formvorschriften
Für sensible Daten und Dokumente wie Datenschutzerklärung, Vollmacht oder Verzichtserklärung schreibt der Gesetzgeber bestimmte Formvorschriften vor. Diese sollten gekannt und beachtet werden. (nl)

Foto: Shutterstock


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