14. August 2018, 15:21
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Cigna-Milliardenzukauf: Icahn gibt Widerstand auf

Der streitlustige Investor Carl Icahn hat den Widerstand gegen eine milliardenschwere Übernahme im US-Gesundheitssektor aufgegeben. Er werde sich nicht mehr länger gegen die Übernahme des Dienstleisters Express Scripts durch den US-Krankenversicherer Cigna stellen, teilte er am Montagabend in New York mit.

Cigna-Milliardenzukauf: Icahn gibt Widerstand auf

Carl Icahn: Bis zuletzt war unklar, wie viele Investoren der US-amerikanische Milliardär hinter sich bringen kann.

Der aktivistische Investor hält zwar direkt nur einen kleinen Anteil an Cigna, aber sein Wort hat in der Branche Gewicht. Für Cigna war das eine mögliche Gefahr bei der Abstimmung über die Übernahme, da unklar war, wie viele Investoren Icahn hinter sich bringen kann.

Da dieser jetzt den Widerstand aufgegeben hat, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass die Aktionäre der Transaktion zustimmen. Cigna hatte bereits in der vergangenen Woche Rückendeckung für die geplante Übernahme durch den einflussreichen Aktionärsberater ISS und den Großaktionär Glenview erhalten.

Der US-Krankenversicherer hatte im März mitgeteilt, Express Scripts übernehmen zu wollen. Express Scripts ist als Dienstleister auf Preisverhandlungen spezialisiert. Einem Krankenversicherer können solche Fähigkeiten gegenüber der Pharmaindustrie einen wichtigen Vorteil verschaffen.

Präsident setzt Pharmakonzerne unter Druck

Die Transaktion soll zum Teil bar und zum Teil in Aktien bezahlt werden. Zum Zeitpunkt der Ankündigung hatte sie inklusive der Übernahme von Schulden in Höhe von 15 Milliarden Dollar ein Volumen von insgesamt 67 Milliarden Dollar.

Da der Cigna-Kurs seitdem etwas gefallen ist, liegt der Wert aktuell etwas darunter. Cigna selbst kommt derzeit nur auf einen Börsenwert von 44 Milliarden Dollar.

Das US-Gesundheitssystem gilt als eines der teuersten und ineffizientesten weltweit. Das treibt die Kosten für Versicherer und ihre Kunden nach oben – daher ist es in den vergangenen Jahren in dem Sektor immer wieder zu Firmenzusammenschlüssen gekommen.

Zudem ist der politische Einfluss sehr hoch. Zuletzt hatte US-Präsident Donald Trump Pharmakonzerne mit öffentlicher Kritik dazu getrieben, Preiserhöhungen für Medikamente abzublasen oder die Preise sogar zu senken. (dpa-AFX)

Foto: Shutterstock

 

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