Zwölf Prozent Gehaltserhöhung für Allianz-Chef Bäte

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Allianz-Vorstandschef Oliver Bäte

Allianz-Vorstandschef Oliver Bäte steht in Krisenzeiten eine zwölfprozentige Gehaltserhöhung ins Haus. Der Aufsichtsrat begründete das am Mittwoch auf der Online-Hauptversammlung des Münchner Versicherungskonzerns damit, dass Bäte bislang sowohl im Vergleich zu seinen Vorstandskollegen bei der Allianz als auch zu anderen Dax-Vorstandschefs etwas unterdurchschnittlich bezahlt werde.

Das Gehalt der Allianz-Vorstände setzt sich aus zwei Bestandteilen zusammen: 30 Prozent Fixanteil, 70 Prozent sind variabel. Dieser erfolgsabhängige Anteil ist noch einmal unterteilt in Jahresbonus und Langfristanreiz. Bei hundert Prozent Zielerreichung könnte der Manager in diesem Jahr laut Vergütungsbericht insgesamt 7,37 Millionen Euro bekommen, inklusive Altersvorsorge. Die Vergleichszahl für 2020 war 6,5 Millionen. Bätes fixes Grundgehalt soll von 1,7 auf 1,9 Millionen Euro steigen.

Der Aufsichtsrat halte das Vergütungssystem „im internen und externen Vergleich für ausgewogen und angemessen“, sagte der Aufsichtsratsvorsitzende Michael Diekmann. Die Arbeitnehmer im Betriebsrat haben demnach zugestimmt. Der Nettogewinn der Allianz war im vergangenen Jahr coronabedingt um 14 Prozent auf 6,8 Milliarden Euro gesunken.

Bätes Gehalt hätte eigentlich schon letztes Jahr erhöht werden sollen, wie Diekmann sagte. Das sei aber verschoben worden. Sowohl die Allianz als auch mehrere andere Versicherer hatten im Zuge der Pandemie mit massiver Kritik und einer Klagewelle enttäuschter Firmenkunden aus der Gastronomie zu kämpfen, weil die Unternehmen Zahlungen aus der Betriebsschließungsversicherung ablehnten. Die Aktionäre müssen der Gehaltserhöhung zustimmen. In der ersten Phase der Diskussion gab es zwar Fragen, aber keine Proteste. (dpa-AFX)

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