Anzeige
Anzeige
11. Februar 2016, 08:15
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

“Der Maklerberuf muss effizienter werden”

Am Rande der Network Convention 2016 in Warschau hat Cash. mit Oliver Pradetto, Geschäftsführer des Lübecker Maklerpools Blau direkt, über die Zukunft des Maklermarkts gesprochen.

Pradetto: Der Maklerberuf muss effizienter werden

Oliver Pradetto: “In fünf Jahren werden 80 Prozent der Vermittler, die heute im Markt aktiv sind, nicht mehr da sein.”

Cash.: Schon im Rahmen der Network Convention in Lissabon wandten Sie sich mit der mahnenden Aussage “in fünf Jahren sitzen wir hier nur noch mit der Hälfte von Euch” an Ihre Maklerpartner. In diesem Jahr haben Sie diese Vorhersage noch einmal bekräftigt. Wird sich der Vermittlermarkt tatsächlich so stark verändern?

Pradetto: Die Entwicklung hat bereits angefangen. Die Eintragungen im Register des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) sind in den letzten zwei Jahren um fünf Prozent zurückgegangen. Das klingt zunächst nicht viel, die “Dunkelziffer” ist jedoch weitaus höher.

Ich gehe davon aus, dass nur noch die Hälfte der registrierten Makler tatsächlich hauptberuflich tätig ist, die anderen haben sich nur aufgrund der fließenden Bestandsprovisionen noch nicht abgemeldet.

Die Entwicklung wird sich zudem noch beschleunigen. Das ist vergleichbar mit einem LKW der den Berg runterrollt: Am Anfang ist er noch ganz langsam, doch je länger er unterwegs ist, desto mehr nimmt er an Fahrt auf. In fünf – spätestes aber in zehn – Jahren, werden 80 Prozent der Vermittler, die heute im Markt aktiv sind, nicht mehr da sein.

Wie sollten Makler und Pools auf diese Entwicklung reagieren?

Es ist der Kern unserer Aufgabe als Blau direkt, dafür zu sorgen, dass die Quote der “Überlebenden” unter unseren Maklerpartnern höher ist. Wir versuchen unsere Makler so gut wie möglich “durchzubringen”, davon hängen wir schließlich auch ab. Deswegen investieren wir große Summen in Technik und führen die Makler an die Zukunftsthemen heran, sie müssen aber auch mitmachen. Deswegen warne ich auch in dieser Vehemenz vor der Entwicklung, damit die Makler sich der Gefahr bewusst sind und frühzeitig agieren, bevor ihre Umsätze einbrechen und die Kunden abgewandert sind. Sie müssen jetzt anfangen, sich auf die Zukunft vorzubereiten.

Clark, Knip und Co. gehen jetzt auf Kundenfang. Wir bieten unseren Maklern deswegen die technische Unterstützung, sich den Fintechs gegenüber zu positionieren und ihren Kunden den gleichen technischen Service zu bieten, wie die Start-up-Konkurrenten. Sie müssen das aber auch ihren Kunden gegenüber kommunizieren.

 

Seite zwei: “In fünf Jahren hat jeder eine Fintech-App auf seinem Smartphone

Weiter lesen: 1 2

1 Kommentar

  1. IDD+MiFID II werden zum „Tsunami“, wenn bis 2018 keine Umstellung erfolgt.
    1. Honorar-Option für Altersorge-/ Geldanlageberatung, weil nur 3-4 Termine mit ganzheitlicher Beratung eine „Beweislastumkehr“ ermöglicht.

    2. Effizienz-Steigerung durch rechtssichere Beratungsprotokolle von
    Finanzanalyseprogrammen, die die Eckdaten aus CRM-Programmen ermitteln, anstelle 2-3facher Neu-Eingaben.

    Wohl dem, der ab sofort den „weichen Übergang“ vom Verkäufer zum Berater einleitet, wie z.B. Joachim König es im Internet berichtet „Für Finanzplanung wird-gerne-Honorar-gezahlt“ oder eBooks bei mwsbraun.de.

    Kommentar von Frank L. Braun — 12. Februar 2016 @ 10:52

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 10/2016

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Multi-Asset-Fonds - Digitalisierung - Kfz-Policen - Spezialitätenfonds - Robo Advice - Wohnimmobilien

Ab dem 15. September im Handel

Rendite+ 3/2016 "Immobilien"

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Deutschlands beste Wohnimmobilien-Standorte - Marktreport Anlageimmobilien - Aktuelle Baufinanzierungstrends - Mietrecht etc.


Ab dem 1. September im Handel.

Versicherungen

Alte Leipziger und Arag kooperieren

Die Alte Leipziger Lebensversicherung a.G. und die Arag wollen im Vertrieb von Altersvorsorge- und Biometrie-Produkten zusammenarbeiten. 

mehr ...

Immobilien

Studenten finden schwieriger Wohnungen

Die Wohnsituation für Studenten ist noch angespannter als im Vorjahr. Studenten haben immer größere Probleme, die für sie passende Wohnung zu finden. Das ist das Ergebnis einer Studie des Moses Mendelssohn Instituts im Auftrag des Immobilienentwicklers GBI.

mehr ...

Investmentfonds

Deutsche Bank-Aktie sackt weiter ab und markiert Allzeittief

Im frühen Xetra-Handel ist das Papier ist das Papier der Deutschen Bank unter die Markte von 11,00 Euro gefallen. Damit markiert der Titel ein Allzeittief.

mehr ...

Berater

Presse: Commerzbank steht vor massiven Stellenstreichungen

Die Commerzbank steht Presseberichten zufolge vor einem drastischen Stellenabbau. Der seit Mai amtierende Vorstandschef Martin Zielke wolle mindestens 5000 der derzeit konzernweit rund 50.000 Jobs streichen, schrieb das “Wall Street Journal” auf seiner Internetseite unter Berufung auf mit den Planungen vertraute Personen.

mehr ...

Sachwertanlagen

Inhaberwechsel bei Autark Capital Care

Lars Schmidt (44) hat am 1. September die Autark Capital Care GmbH zu 100 Prozent übernommen und ist neuer Geschäftsführer. Er löst damit Wolfgang Laufer ab, der das Unternehmen im November 2015 gegründet hatte.

mehr ...

Recht

Massenkündigungen von Bausparverträgen: Nicht nur juristisches Problem

Die niedrigen Zinsen veranlassen viele Bausparkassen zur Kündigung von Bausparverträgen. Die Kündigungswelle wirft nicht nur juristische Fragen auf, sondern hat auch wirtschaftliche Konsequenzen.

mehr ...