29. März 2012, 12:54

Baufinanzierung boomt dank Niedrigzinspolitik

Nie war es so günstig, ein Eigenheim zu erwerben wie jetzt. Schuldenkrise und Niedrigzinspolitik bescheren den Deutschen ein historisches Zinstief. Doch kann die Niedrigzinsphase anhalten?

Baufinanzierung

Was viele Experten noch vor drei bis vier Jahren kaum für möglich gehalten haben, ist eingetreten: Die Baufinanzierungszinsen notieren an der Drei-Prozent-Marke. Die Entwicklung hat erneut ein Rekordtief erreicht.

Während die Zinskurve nach einem Tief im Herbst 2010 zunächst wieder anstieg und im ersten Quartal 2011 die Marke von vier Prozent per annum für Darlehen mit zehnjähriger Zinsbindung überschritt, ging es ab April 2011 wieder stetig abwärts.

Nie zuvor war es so günstig, eine eigene Immobilie zu erwerben. Zum Vergleich: Wer ein Darlehen über 200.000 Euro zu diesem Zinssatz aufnimmt, muss bei einprozentiger Tilgung eine monatliche Rate von 670 Euro entrichten. Läge das Zinsniveau auf dem langfristigen Durchschnitt von rund 4,5 Prozent, so wäre für das gleiche Darlehen eine monatliche Rate von 917 Euro fällig.

Hervorragende Bedingungen also für den Kauf der eigenen vier Wände. Max Herbst, Inhaber der FMH-Finanzberatung, erwartet, dass dieses niedrige Niveau im Wesentlichen anhält. „Ich sehe zurzeit keinen Grund, warum die Baugeldzinsen signifikant steigen sollten. Es ist aber nicht ausgeschlossen, dass der Zinssatz in den nächsten Monaten vielleicht um 0,25 Prozentpunkte ansteigt“, prognostiziert er.

Immobilie ist beliebteste Anlage

Dieter Pfeiffenberger, Vorstandsvorsitzender der zur Postbank-Gruppe gehörenden BHW Bausparkasse in Hameln, weist darauf hin, dass nicht der Niedrigzins allein ausschlagend ist. „Entscheidend für die Bereitschaft zum Immobilienkauf sind die wirtschaftliche Lage und die Zukunftsaussichten der Bundesbürger. Erst mit dem Anziehen der Konjunktur wurde auch wieder ein deutlicher Anstieg bei den Objektkäufen verzeichnet.“

Seite 2: Anleger stecken ihr Geld hauptsächlich ins Eigenheim

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3 Kommentare

  1. Hey Karl, jag tror inte att du ökar på risken att dina barn blir mobbade genom att publicera fina minnen på en blogg, du kan inte orsaka eller skydda ditt barn från mobbning på det viset, hur välvilligt du så klart än menar.
    sammy dress http://www.sammydress.cc

    Kommentar von sammy dress — 31. Januar 2015 @ 08:35

  2. Jaja…die Einsteigertarife waren an allem schuld :) Es war doch schon vor Jahren abzusehen, dass das Prinzip Leute billig in die PKV zu locken, damit sie später bessere Tarife wählen, einfach nicht funktionieren kann. Ich kenne selbst einige “Selbstständige”, die ohne zu überlegen sofort in die PKV gegangen sind, weils da “nur” 120 Euro gekostet hat….Die Marktbereinigung tut der Branche gut aber ich bezweifle, ob die Vollversicherungen auf Dauer noch tragbar sind…das Geschäft liegt ganz klar in den Zusatzpolicen.

    Kommentar von Hr. Meier — 31. Januar 2015 @ 03:03

  3. Da dreht sich bei mir der Magen um, wenn ich das lese “Herr Franken von der DVAG”…die Fehlverhalte und Exzesse einzelener Marktteilnehmer”..bitte an der Stelle mal Selbstkritik üben…vielen Dank.
    Was dieser Artikel verschweigt.. die Generation “Y”, wünscht sich Sicherheit und eine finanzielle Basis nach dem Studium…das bietet eine selbständige Tätigkeit nicht. Nach dem Studium fängt man in der Regel bei “null”auf dem Konto an zu arbeiten. Und woher also das erste Geld verdienen? Richtig VERKAUFEN!!! Ein Null auf dem Konto zwingt zum Verkaufen, “Beratung” wird da Nebensache, und das hilft der Branche leider nicht, ihr Image zu verbessern… wenn man nur das kurzfristige Wachstum im Blick hat, blockiert das beim Umdenken.

    Kommentar von Tom Bein — 30. Januar 2015 @ 15:17

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