Anzeige
9. Juli 2013, 14:51
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Prime Office REIT-AG: Claus Hermuth hat den Vorstand verlassen

Claus Hermuth hat den Vorstand der Prime Office REIT-AG, München, verlassen. Darüber hinaus führt das Unternehmens Fusionsgespräche.

Claus Hermuth

Claus Hermuth

Der Aufsichtsrat der Prime Office REIT-AG, München, hat Claus Hermuth am 28. Juni 2013 mit sofortiger Wirkung vom Vorstandsvorsitz der Gesellschaft abberufen.

Das Unternehmen teilte mit, der Finanzvorstand der Gesellschaft, Alexander von Cramm, werde die Geschäfte der Gesellschaft leiten, bis ein Nachfolger für Hermuth gefunden sei.

Als zweites Vorstandsmitglied neben von Cramm wurde zum 1. Juli Richard Berg berufen, der bisher bei Prime Office als Director Investor Relations und Corporate Communications tätig war und diese Bereiche weiterhin verantworten soll. Nach Angaben von Prime Office erfolgt die Bestellung zunächst bis zum 30. Juni 2014. Berg werde sein Amt als Vorstandsmitglied vereinbarungsgemäß niederlegen, sobald der Aufsichtsrat einen Nachfolger für Hermuth bestellt habe.

Die Prime Office REIT-AG ging am 1. Juli 2011 an die Börse und erlangte kurz darauf den REIT-Status. Das Unternehmen startete mit einem Portfolio von 14 Büroimmobilien mit einem Marktwert von rund 970 Millionen Euro, von denen zehn Objekte aus geschlossenen Fonds des Emissionshauses DCM AG stammten. Hermuth hatte DCM bis zum Juli 2011 insgesamt elf Jahre lang geleitet und war dann in den Vorstand von Prime Office gewechselt. Die DCM AG meldete im April 2013 Insolvenz an.

Fusionsgespräche mit OCM German Real Estate Holding

Derzeit befindet sich Prime Office nach eigenen Angaben in laufenden Fusionsgesprächen mit der OCM German Real Estate Holding AG (OCM), Köln. Momentan fänden die zur Festlegung des Umtauschverhältnisses erforderlichen Unternehmensbewertungen statt. Bis zur ordentlichen Hauptversammlung am 21. August 2013 würden jedoch der erforderliche Entwurf des Verschmelzungsvertrags und die umfangreiche weitere Dokumentation nicht fertiggestellt werden können.

Zur Stärkung des Eigenkapitals der Gesellschaft hätten Vorstand und Aufsichtsrat beschlossen, der Hauptversammlung keine Dividendenausschüttung vorzuschlagen. Stattdessen soll der Bilanzgewinn in Höhe von rund 14,7 Millionen Euro vorgetragen werden. Nach Angaben des „Wall Street Journal“ erfülle die Prime Office REIT-AG seit zwei Jahren nicht mehr die geforderte Eigenkapitalquote für REITs und laufe Gefahr, ihren REIT-Status, der mit Steuervorteilen einhergeht, zu verlieren.

Prime Office kündigte an, bei planmäßigem Verlauf des operativen Geschäfts und erfolgreichem Abschluss der geplanten Objektverkäufe auf einer außerordentlichen Hauptversammlung im Herbst die Ausschüttung einer Sonderdividende vorzuschlagen. Auf dieser Versammlung könne zudem über die Zustimmung zum Zusammenschluss mit OCM beschlossen werden. (bk)

Foto: Shutterstock

Anzeige

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 2/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Absolute-Return – Insurtechs – Robo Advisors – Denkmalimmobilien


Ab dem 26. Januar im Handel.

Cash. 1/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Trumps Sieg in Rendite ummünzen - Themen, Produktangebote und Trends 2017 - Rentenreform

Versicherungen

Gerüchteküche um Generali brodelt

Um den italienischen Versicherer Generali ranken sich neue Übernahmegerüchte. Die italienische Tageszeitung “La Repubblica” berichtete am Dienstag, die Bank Intesa Sanpaolo erwäge ein Übernahmeangebot für Generali. Die Aktien des Versicherers trieb das in die Höhe.

mehr ...

Immobilien

Immobilienfinanzierung wird digitaler

Die Digitalisierung nimmt in der Immobilienfinanzierung einen immer höheren Stellenwert ein. Der Gesamtmarkt für Immobilienfinanzierungen ist im Jahr 2016 unter dem Vorjahr geblieben. Nach eigenen Angaben konnte der Marktplatz Europace dennoch wachsen.

mehr ...

Investmentfonds

Danske-Invest sieht Osteuropa-Aktien positiv

Im Jahr 2016 entwickelten sich die osteuropäischen Aktienmärkte keinesfalls einheitlich. Insgesamt ist die Bewertung immer noch noch attraktiv.

mehr ...

Berater

Knip, Clark & Co.: Neue Bedrohung für die Maklerbestände

Das Geschäftsmodell von Insurtechs ist faktisch tot. Das ist ein gut gehütetes, aber dem Grunde nach trotzdem offenes Geheimnis. Weniger bekannt ist die Tatsache, dass die App-Anbieter dies erkannt und ihre Strategie modifiziert haben. Deren Sprengkraft ist noch bedrohlicher.

Die Pradetto-Kolumne

mehr ...

Sachwertanlagen

ZBI baut Geschäftsfeld Projektentwicklung aus

Die ZBI Zentral Boden Immobilien Gruppe hat 2016 im Geschäftsfeld Projektentwicklung/Bauträger etwa 460 Wohneinheiten für insgesamt rund 90 Millionen Euro verkauft (Vorjahr 80 Millionen Euro) und die Projektpipeline um ein Drittel ausgebaut.

mehr ...

Recht

Berufshaftpflichtschutz verloren: Architekt versus Anwalt

Aufgrund einer Pflichtverletzung aus dem Anwaltsvertrag verlor ein Architekt in einem Haftpflichtverfahren seinen Versicherungsschutz. Daraufhin klagte er gegen seinen Anwalt auf Zahlung von Schadensersatz. Doch kam ihm die Verjährung in die Quere.

mehr ...