Anzeige
3. Juni 2015, 08:58
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Explosion am Wohnimmobilienmarkt – der neue Homo Urbanensis

Nein, die Rede ist nicht von Dynamit, Unfällen oder gar Verwerfungen an den deutschen Wohnungsmärkten. Gemeint ist die exorbitante Auffächerung von Wohnformen, welche die klassische Eigentumswohnung zunehmend ablösen. Zumindest wenn man den Auguren, Projektentwicklern und Presseartikeln Glauben schenken darf.

Die Beyerle-Kolumne

Wohnformen

“In dieser Entwicklung wird vor allem eines sehr deutlich: die Impulse gehen von den gesellschaftlichen Veränderungen aus und weniger von der Grundfunktion Wohnen.”

Kaum war die Stadtwohnung wieder en vogue, gerne im high-end urban luxury Living positioniert, tauchte wie aus dem Nichts – wenngleich eben doch begründet in den gesellschaftlichen Veränderungen – das Mikroappartement auf.

Seine synonymen Brüder & Schwestern “Serviced-Appartements”, “Studentenappartements” oder “Smart Appartements” durchbrechen etymologisch die “Wohnung in der Stadt”.

Bunter Strauß an Wohnformen

Nähert man sich weiter den Bauformen scheint lediglich das “Hochhauswohnen” oder die “Gated Communitiy” den neuen Wohnhorizont zu definieren. Soweit so verwirrend – es sind doch letztlich lediglich Wände welche die Wohnform definieren, oder?

Nein, das war einmal. Analysten denken oftmals viel zu eindimensional, soviel Eigenkritik muss sein. Wollen Sie doch die Märkte abgrenzen, standardisieren und mit einem Preis bzw. Wertschild versehen. Doch das ist definitiv zu kurz gedacht.

Zwischen “Bezahlbarer Wohnraum” – nebenbei: wie ist das eigentlich zu definieren? – “Vertikalem Wohnen” bis hin zu Design-Wohntürmen hat sich in den letzten Jahren in Deutschland ein bunter Strauß an Wohnformen entwickelt, welche der statistischen Angrenzung “Hochbau/Tiefbau – Wohnung /Freistehend” bei weitem nicht mehr gerecht wird.

Urbanität ja bitte, aber nicht von der Stange

Und in dieser Entwicklung wird vor allem eines sehr deutlich: die Impulse gehen von den gesellschaftlichen Veränderungen aus und weniger von der Grundfunktion Wohnen. Urbanität ja bitte, aber bloß nix von der Stange – Individualität und Selbstdarstellung ist Trumpf.

Vorteil ist zweifelsfrei, dass sich unsere vermeintliche Homogenität der letzten 70 Jahre stark ändern wird. Nachteil dieser granularen Wohntypologienentwicklung ist ein eingeschränkter Preisbildungsprozess.

Mit anderen Worten: je exklusiver und/oder spezifischer eine Wohnform wird, desto schwieriger wird es für den Käufer, sich ein Bild zu machen wie sich eine Preisentwicklung in den kommenden Jahren gestalten wird.

Seite zwei: “Verdichtetes Wohnen in der Höhe”

Weiter lesen: 1 2

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 3/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Pflegevorsorge - Small Caps - Zinshäuser - Digitalisierung - Honorarberatung - Leadsgewinnung - Nachfolge-Planung

Ab dem 16. Februar am Handel.

 

Cash. 2/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Absolute-Return – Insurtechs – Robo Advisors – Denkmalimmobilien

Versicherungen

Die besten privaten Krankenversicherer ausgezeichnet

Der “Map-Report” hat die privaten Krankenversicherer seiner jährlichen Analyse unterzogen. Mit 84,04 von 100 möglichen Punkten ging erstmals die Provinzial als beste private Krankenversicherung mit der Bewertung “mmm” für hervorragende Leistungen aus dem Test hervor.

mehr ...

Immobilien

Patrizia kauft in Münster zu

Die Patrizia Immobilien AG hat im westfälischen Münster ein modernes Studentenwohnheim erworben. Münster ist mit über 50.000 Studenten einer der größten Hochschulstandorte Deutschlands, was sich auch in der starken Nachfrage nach Wohnraum ausdrückt.

mehr ...

Investmentfonds

So finden Sie aussichtsreiche Nebenwerte

In den vergangenen Jahren konnten Nebenwerte die Titel aus dem Dax im Schnitt deutlich übertreffen. Nebenwerte sind daher interessant für jeden Anleger. Allerdings müssen einige Hausaufgaben bei der Anlage gemacht werden.

mehr ...

Berater

Bafin-Beraterregister: “Normalisierung des Beschwerdeaufkommens”

Im vergangenen Jahr wurden fast 5.200 Beschwerden von Bankkunden an das Mitarbeiter- und Beschwerderegisters der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungen (Bafin) gemeldet. Damit sind rund 700 Bescherden weniger als im Vorjahr eingegangen.

mehr ...

Sachwertanlagen

Hapag-Lloyd trotz Preisdruck besser als erwartet

Die Hamburger Reederei Hapag-Lloyd hat 2016 unter dem starken Preisdruck im Frachtgeschäft gelitten. Trotz deutlicher Zuwächse im vierten Quartal sackte der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) im Gesamtjahr um gut 240 Millionen auf 126 Millionen Euro ab, wie das Unternehmen am Dienstag in Hamburg mitteilte.

mehr ...

Recht

Börsenspekulation mit Budget vom Jobcenter?

Ein Grundsicherungsempfänger kann von seinem Jobcenter kein Startkapital für Börsentermingeschäfte verlangen. Dies entschied das Landessozialgericht (LSG) Niedersachsen-Bremen.

mehr ...