8. Februar 2016, 10:32

Paragraf 34e GewO: Umstrittenes Berufsbild “Versicherungsberater”

Der Paragraf 34e Gewerbeordnung (GewO), der die Honorarberatung über Versicherungsprodukte regelt, ist ein strittiger Punkt der deutschen Regulierung. Verbraucherschützer und Honorarberater sehen in ihm eine praxisferne Regelung, da er die Beratung zu einem Produktsegment isoliert betrachtet.

Versicherungsberater

Dr. Hans-Georg Jenssen, VDVM: “Kunden streben nicht nur eine Beratung, sondern auch eine Vermittlungsleistung aus einer Hand an.”

“Unserer Ansicht nach ist das Berufsbild ,Versicherungsberater‘ in der heutigen Ausprägung kein Zukunftsmodell”, erläutert Dr. Hans-Georg Jenssen, geschäftsführender Vorstand des Verbands Deutscher Versicherungsmakler e.V. (VDVM).

“Dies hängt damit zusammen, dass Kunden nicht nur eine Beratung, sondern auch eine Vermittlungsleistung aus einer Hand anstreben”, so Jenssen weiter.

Versäumnisse des Gesetzgebers

Der Gesetzgeber habe beim Gesetz zur Förderung und Regulierung einer Honorarberatung über Finanzinstrumente versäumt, eine ganzheitliche Lösung zu schaffen, die auch Versicherungsprodukte umfasst, monieren die Befürworter der Honorarberatung.

“Wir halten eine Einbeziehung des Versicherungsbereiches in die Regelung der Honorarberatung für unerlässlich. Die Dienstleistung der Honorarberatung muss unabhängig von dem der Beratung zugrundeliegenden Produkt definiert werden”, betont Karl-Matthäus Schmidt, Vorstandsvorsitzender der Berliner Quirin Bank und des BVDH.

Seite zwei: “Flickenteppich von Einzelregulierungen”

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1 Kommentar

  1. Herr Dr. Jenssen ich kann Ihre Darstellung nicht nachvollziehen und akzeptieren, sind doch gerade wir die 34e Versicherungsberater und daher auch Verbraucherschützer absolut nicht isoliert beratend tätig. Dass sich das derzeitige Provision oder Courtage System langfristig nicht mehr wegen der Vereinheitlichung durch die EU Norm etablieren kann, ist doch allen bekannt und das veraltete System nur noch eine Frage der Zeit, daher ist der Maklerberuf langfristig immer unattraktiver geworden. Es it doch unverkennbar, dass das Honorar System immer interessanter für den Kunden wird als das bisherige Provisions und Courtage System sagt doch jeder Kunde. Ist doch der Makler eher sehr auf seine Produkte und Anbindungen eingeschränkt beratend tätig, da ihm nur die ihm zur Verfügung stehenden Versicherer und deren Produkte zur Seite stehen. Das macht den Unterschied zum Versicherungsberater, der hat sich nicht gebunden und kann neutral und objektiv beraten und braucht auch nicht vermitteln, warum auch. Alleine der Zulauf und die Akzeptanz der Online Versicherer läßt doch erkennen, dass der Kunde die Vermittlung gar nicht braucht. Wichtig ist doch nur die gute und qualifizierte Beratung. Die Entscheidung was und wo er versichert sollte und trifft der Mandant / Kunde selbst.

    Kommentar von Peter Rösler — 11. Februar 2016 @ 10:16

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