40-Billionen-Marke geknackt: US-Schulden halten Anleiherenditen unter Druck

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US-Staatsschulden klettern weiter
Bild: KI-generiert mit ChatGPT / DALL·E
Steigende US-Schulden dürften laut Nuveen die langfristigen Anleiherenditen länger auf hohem Niveau halten.

Die US-Staatsverschuldung hat die Marke von 40 Billionen US-Dollar überschritten. Eine Trendwende ist nach Einschätzung von Nuveen vorerst nicht in Sicht. Für Anleiheinvestoren könnte das bedeuten, dass die langfristigen Renditen länger hoch bleiben.

Die US-Staatsverschuldung ist auf mehr als 40 Billionen US-Dollar gestiegen. Anders Persson, Head of Global Fixed Income bei Nuveen, sieht allerdings weniger die absolute Höhe als vielmehr den anhaltenden Aufwärtstrend als entscheidenden Faktor für die Anleihemärkte.

„Die Marke von 40 Billionen US-Dollar an sich bereitet uns keine Sorgen. Entscheidend ist, dass sich keine Umkehr des Trends abzeichnet. Zudem steigen die Staatsausgaben im Vorfeld der Zwischenwahlen typischerweise. Das ist einer der Gründe, warum wir davon ausgehen, dass die langfristigen Renditen länger auf einem hohen Niveau bleiben werden“, erklärt Persson. Eine Bereitschaft zu einem fiskalpolitischen Kurswechsel sei derzeit nicht erkennbar.

Der Renditedruck ist am US-Anleihemarkt bereits deutlich sichtbar. Am 14. September rentierten zehnjährige US-Staatsanleihen mit 4,97 Prozent, 30-jährige Papiere mit 5,34 Prozent.


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Zwischenwahlen rücken in den Fokus

Mit Blick auf die Zwischenwahlen erwartet Nuveen Zugewinne der Demokraten und hält eine Mehrheit der Partei im Repräsentantenhaus für möglich. Eine daraus entstehende geteilte Regierung müsste aus Sicht von Persson für den Anleihemarkt nicht zwangsläufig zum Belastungsfaktor werden.

„Anleihemärkte haben nicht zwangsläufig etwas gegen eine geteilte Regierung. Die damit verbundenen Kontrollmechanismen sind für uns als Anleiheinvestoren eher beruhigend“, so Persson. Nuveen erwartet daher weder erhebliche politische Instabilität noch nachhaltige Folgen für die Märkte und hat die Portfolios im Vorfeld der Wahl nicht entsprechend angepasst.

Stattdessen richtet der Vermögensverwalter den Blick auf strukturelle Faktoren. Dazu zählt vor allem die wachsende Staatsverschuldung, die nicht nur in den USA, sondern auch in zahlreichen anderen Ländern zunimmt.

Fed-Entscheidung bleibt offen

Auch bei der Geldpolitik rechnet Persson zunächst nicht mit einem grundlegenden Kurswechsel. Unter normalen Umständen würden die Inflation oberhalb des Zwei-Prozent-Ziels und eine robuste Wirtschaft aus seiner Sicht für eine Anhebung des Leitzinskorridors von derzeit 3,50 bis 3,75 Prozent auf 3,75 bis 4,00 Prozent sprechen. Der effektive Federal-Funds-Satz lag zuletzt bei 3,63 Prozent.

„Eine Zinserhöhung im September schließen wir nicht vollständig aus. In unserem Basisszenario erwarten wir in diesem Jahr jedoch keinen weiteren Zinsschritt. Sollte die Fed im September stillhalten, ist auch eine Änderung im Oktober sehr unwahrscheinlich“, so Persson.

Die Entscheidung steht unmittelbar bevor: Die Fed berät am 15. und 16. September über ihren weiteren geldpolitischen Kurs. Die Entwicklung der Inflation bleibt dabei für Persson entscheidend. „In den kommenden Wochen und Monaten wird jeder Datenpunkt von Bedeutung sein.“


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