AI Act: Diese Pflichten kommen ab 2. August auf Unternehmen zu

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Mathias Herrmann, Alleherzen
Foto: Alleherzen GmbH
Mathias Herrmann, Alleherzen: "Wer die notwendigen Grundlagen erst nachträglich schafft, muss mit aufwendigen Anpassungen rechnen und verliert wertvolle Zeit bei der Weiterentwicklung seiner KI-Strategie."

Ab dem 2. August 2026 gelten zentrale Transparenzpflichten des EU AI Acts. Unternehmen sollten jetzt prüfen, ob ihre KI-Anwendungen unter die neuen Vorgaben fallen und ob Governance-Strukturen den künftigen Anforderungen genügen. Denn der Stichtag ist nur der Anfang.

Welche Schritte Betriebe jetzt ergreifen müssen, weiß Mathias Herrmann, Geschäftsführer der Alleherzen GmbH:

„Am 2. August 2026 werden die Transparenzpflichten nach Artikel 50 des EU AI Acts
anwendbar. Dieser Termin bleibt trotz der jüngsten Verschiebung anderer Fristen bestehen.
Eine begrenzte Ausnahme gilt für Anbieter bestimmter generativer KI-Systeme, die bereits vor
dem Stichtag in Kraft traten: Für die technische Kennzeichnung synthetischer Inhalte besteht
eine Nachfrist bis zum 2. Dezember 2026. Unternehmen sollten jetzt konkret prüfen, ob und
wo sie unter die Transparenzpflichten fallen. Das betrifft beispielsweise Systeme, die
unmittelbar mit Menschen interagieren, KI-generierte oder manipulierte Inhalte erzeugen,
Emotionserkennung oder biometrische Kategorisierung einsetzen oder Deepfakes und
bestimmte Texte zu Angelegenheiten von öffentlichem Interesse veröffentlichen. Der Stichtag
sollte zugleich Anlass bieten, den eigenen KI-Einsatz insgesamt auf den Prüfstand zu stellen.
Dazu gehört ein belastbares Inventar der eingesetzten KI-Anwendungen sowie klar definierte
Verantwortlichkeiten und technische Governance-Strukturen.

Denn Transparenz allein reicht nicht mehr aus, sobald KI-Systeme auf operative Anwendungen zugreifen, Daten aus unterschiedlichen Quellen bewerten oder eigenständig Prozessschritte auslösen. Jetzt geht es nicht darum, Künstliche Intelligenz auszubremsen, sondern sie kontrolliert und nachvollziehbar in bestehende Geschäftsprozesse zu integrieren. Wer die notwendigen
Grundlagen erst nachträglich schafft, muss mit aufwendigen Anpassungen rechnen und
verliert wertvolle Zeit bei der Weiterentwicklung seiner KI-Strategie. Governance- und
Ausführungsschichten wie COLOSSOS setzen genau hier an. Sie halten Prozesswissen,
Policies, Berechtigungen und Freigaberegeln unabhängig von einzelnen KI-Modellen vor und
kontrollieren, welche Aktionen Agenten in bestehenden Unternehmenssystemen ausführen
dürfen. Dadurch bleiben Betriebe technologisch flexibel und schaffen die Voraussetzungen für
einen nachvollziehbaren, kontrollierten und wirtschaftlichen Einsatz agentischer KI.“


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