Continentale-Studie: Nur 37 Prozent der Beschäftigten haben eine Betriebsrente

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Die betriebliche Vorsorge gewinnt an Relevanz
Foto: KI-generiert/OpenAI
Betriebliche Vorsorgeangebote sind in deutschen Unternehmen nach wie vor zu wenig verbreitet und werden zu selten genutzt.

Betriebliche Vorsorge bleibt in Deutschland weit hinter ihren Möglichkeiten zurück. Das zeigt die Continentale-Studie 2026. Nur knapp die Hälfte der Berufstätigen profitiert überhaupt von Leistungen über den Arbeitgeber. Warum das für Vermittler eine der größten Chancen des Jahres sein könnte.

Betriebliche Vorsorgeangebote sind in deutschen Unternehmen nach wie vor zu wenig verbreitet und werden zu selten genutzt. Das ist das zentrale Ergebnis der Continentale-Studie 2026 „So versichert sich Deutschland: Zwischen Klassikern, Trends und blinden Flecken“, für die das Marktforschungs- und Beratungsinstitut Heute und Morgen bundesweit 1.387 Personen ab 18 Jahren repräsentativ befragt hat. Die Ergebnisse zeigen nicht nur Lücken in der Absicherung, sondern auch in der Information – und damit konkreten Beratungsbedarf für Vermittler.


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Am weitesten verbreitet ist noch immer die betriebliche Altersvorsorge (bAV): 37 Prozent der Berufstätigen gaben an, über ihren Arbeitgeber für das Alter abgesichert zu sein. „Das Betriebsrentenstärkungsgesetz sollte der bAV neuen Schwung verleihen. Doch insbesondere in kleinen und mittelgroßen Unternehmen besteht weiterhin großer Nachholbedarf“, sagt Jürgen Wörner, Vorstand Vertriebspartnerbetreuung und Kundendienst bei der Continentale Versicherung. Im Umkehrschluss bedeutet der Wert von 37 Prozent: Die Mehrheit der Beschäftigten in Deutschland kann gegenwärtig nicht mit einer Betriebsrente rechnen.

Noch deutlich schlechter ist die Lage bei anderen Risiken. Nur 13 Prozent der Befragten verfügen über einen betrieblichen Unfallschutz. Eine betriebliche Krankenversicherung (bKV) haben lediglich elf Prozent. Wörner sieht hier Rückenwind durch die laufende GKV-Reform: „Höhere Zuzahlungen bei Medikamenten, geringere Festzuschüsse beim Zahnersatz sowie Leistungskürzungen für gesetzlich Versicherte machen den Mehrwert der betrieblichen Gesundheitsvorsorge noch deutlicher.“

Arbeitskraftabsicherung: Weniger als jeder Zehnte ist betrieblich geschützt

Bei der betrieblichen Berufsunfähigkeitsversicherung (bBU) ist die Abdeckung besonders gering: Nur acht Prozent der Berufstätigen sind über ihren Arbeitgeber gegen den Verlust der Arbeitskraft abgesichert. Besonders auffällig ist dabei der Befund zu jungen Beschäftigten: Die Gruppe der 18- bis 29-Jährigen hält eine BU-Versicherung häufiger für unverzichtbar als ältere Befragte – ein Anknüpfungspunkt, den Arbeitgeber und Vermittler gleichermaßen nutzen könnten.

Wörner betont den grundsätzlichen Wert betrieblicher Vorsorgelösungen: „Die Absicherung über den Arbeitgeber bietet einen einfachen Zugang zu wichtigem Versicherungsschutz, günstige Konditionen und weitere finanzielle Vorteile.“ Gerade weil existenzielle Versorgungslücken in Deutschland weit verbreitet seien, könnten Betriebe hier einen spürbaren Beitrag leisten.

Neben der schlichten Unterversorgung zeigt die Studie ein weiteres Problem: Etwa die Hälfte der Unternehmen bietet entweder keine betriebliche Vorsorge an oder die Beschäftigten wissen schlicht nichts davon. Viele Berufstätige können nicht einschätzen, welche Absicherungsmöglichkeiten in ihrem Unternehmen überhaupt existieren.

Beratungsbedarf bei Arbeitgebern und Arbeitnehmern

Für Vermittler liefert die Studie damit Argumente auf zwei Ebenen: auf der des Arbeitgebers, dem der wirtschaftliche und steuerliche Nutzen betrieblicher Zusatzleistungen vermittelt werden kann, und auf der des Arbeitnehmers, der vielfach schlecht informiert ist und dessen Schutzlücken greifbar sind.

Die Continentale-Studie erscheint seit dem Jahr 2000 jährlich. Die vollständige Ausgabe 2026 inklusive Trendfragen zu Altersvorsorge und Gesundheit soll im September 2026 veröffentlicht werden.


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