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Assekurata: Eine gute bKV muss einfach, flexibel und leistungsstark sein

Foto: Assekurata
Alexander Kraus, Fachkoordinator Krankenversicherung bei der Kölner Rating-Agentur Assekurata

Die betriebliche Krankenversicherung gewinnt an Bedeutung. Alexander Kraus, Fachkoordinator Rating bei Assekurata erklärt, welche Qualitätsmerkmale eine gute bKV auszeichnen, warum digitale Services wichtiger werden und wie die bKV Versorgungslücken der gesetzlichen Krankenversicherung schließen kann.

Herr Kraus, was sind aus Ihrer Sicht die wichtigsten Argumente für eine qualitative bKV?       

Kraus: Eine qualitativ hochwertige bKV entsteht durch das Zusammenspiel mehrerer Faktoren. Wichtig ist dabei nicht nur der reine Leistungsumfang, sondern auch, wie einfach, verständlich und spürbar nutzbar das Angebot für Arbeitgeber und Beschäftigte ist.

Welchen Aspekt sehen Sie im Vordergrund?   

Kraus: Sehr wichtig sind niedrige Zugangshürden: damit möglichst viele Mitarbeitende unkompliziert von der bKV profitieren können, sollten Hürden beim Einstieg möglichst gering sein, etwa durch den Verzicht auf Gesundheitsprüfungen oder die Mitversicherung laufender Behandlungen.


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Und im Bereich der Leistungsmerkmale, wie sollten diese ausgestaltet sein?

Kraus: Knapp formuliert sollten die Leistungen breit und verständlich sein. Dazu zählen umfassende und leicht nachvollziehbare Leistungsbausteine. Moderne Budgettarife ermöglichen eine flexible Nutzung und einen direkten Zugang zu Gesundheitsleistungen, zum Beispiel für Sehhilfen, Zahnbehandlungen oder für relevante Präventionsangebote, die von der gesetzlichen Versorgung nicht oder nur teilweise abgedeckt werden. Die Tarifstruktur sollte dabei einfach, transparent und für alle Beteiligten leicht nachvollziehbar sein.

In vielen Bereichen werden smarte Zugänge gefordert. Gilt dies auch für die bKV? 

Kraus: Selbstverständlich. Ein weiterer wichtiger Punkt für eine qualitative bKV ist daher der schnelle Zugang zur Versorgung und digitale Services, die über reine Kostenerstattung hinausgehen. Dazu zählen Facharztvermittlung, Videosprechstunden, Gesundheits-Apps und weitere Assistance-Leistungen.

Gibt es noch weitere Punkte, die Assekurata positiv wertet? 

Kraus: Auch die Möglichkeit, Familienangehörigen mitzuversichern oder den Versicherungsschutz nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses fortzuführen, schafft zusätzliche Mehrwerte für die Kunden. Und nicht zuletzt spielt eine unkomplizierte Verwaltung eine große Rolle, sowohl für Arbeitgeber als auch für Mitarbeitende. Dazu gehören schlanke Prozesse, digitale Leistungseinreichung sowie eine schnelle und verlässliche Leistungsbearbeitung.

Wird die bKV durch die Diskussion um die GKV-Reform an Attraktivität gewinnen und wenn ja, wie?    

Kraus: Ja, die bKV dürfte dadurch weiter an Attraktivität gewinnen. Je stärker in der GKV über steigende Beiträge, Leistungskürzungen, längere Wartezeiten oder begrenzte Versorgung diskutiert wird, desto wichtiger werden ergänzende Absicherungslösungen.

Was kann die bKV hier genau bieten?

Kraus: Die bKV kann hier gezielt Leistungslücken schließen, etwa bei Prävention, Zahnersatz, Facharztzugang, Sehhilfen oder auch stationären Zusatzleistungen. Für Arbeitgeber wird sie damit zu einem noch stärkeren Instrument im Wettbewerb um Fachkräfte. Gleichzeitig steigt für Beschäftigte der wahrgenommene Nutzen, weil die bKV konkrete Entlastung und besseren Zugang zu Gesundheitsleistungen bieten kann.

Das Interview führte Cash.-Autorin Silvia Fischer


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