Blau direkt verknüpft Maklerplattform erstmals mit externen KI-Agenten

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Ait Voncke, Blau Direkt
Foto: Blau Direkt
Ait Voncke, Blau direkt: "KI wird die Art, wie Menschen mit Software arbeiten, grundlegend verändern."

Mit Blau Direkt öffnet nach eigenen Angaben erstmals ein deutscher Maklerpool seine Systeme für selbst entwickelte KI-Agenten: Das Unternehmen lässt Partner per offenem MCP-Standard eigene KI-Anwendungen andocken. Was das für den Arbeitsalltag der Vermittlung bedeutet.

Blau direkt öffnet seine Technologieplattform für individuell entwickelte und externe KI-Agenten - nach eigenen Angaben als erster deutscher Maklerpool. Grundlage ist der offene MCP-Standard. Darüber können Partner künftig eigene KI-Anwendungen direkt mit der Infrastruktur von Blau direkt verbinden. Sie können dann auf freigegebene Daten und Funktionen zugreifen. Der Rollout mit einer ersten Partnergruppe hat laut Unternehmen bereits begonnen.

MCP als Übersetzer zwischen KI-Agenten und Maklersoftware

Das Model Context Protocol, kurz MCP, steuert den Datenaustausch zwischen KI-Anwendungen und etablierter Software. Für Blau direkt übernimmt der Standard die Funktion eines universellen Übersetzers. Statt sich durch einzelne Eingabemasken zu klicken, sollen Makler künftig eigene KI-Assistenten einsetzen können. Diese greifen dann auf freigegebene Kunden- und Vertragsdaten zu, bereiten Vorgänge vor oder führen Aufgaben über freigegebene Plattformfunktionen aus.

Dadurch können den Angaben zufolge unterschiedliche KI-Lösungen auf derselben technischen Infrastruktur arbeiten, unabhängig davon, wer sie entwickelt hat. Für Blau direkt ist das ein strategischer Schritt. Während Nutzer Software bislang über Benutzeroberflächen bedienen, sollen Nutzer zunehmend über KI-Agenten agieren, die unmittelbar mit den zugrundeliegenden Systemen interagieren.

Ait Voncke: Daten und Funktionen zählen mehr als die Benutzeroberfläche

Ait Voncke, CEO von Blau direkt, ordnet den Schritt strategisch ein. „KI wird die Art, wie Menschen mit Software arbeiten, grundlegend verändern. Entscheidend ist künftig nicht mehr, über welche Benutzeroberfläche ein Makler arbeitet, sondern welche Daten und Funktionen seine KI-Systeme nutzen können“, sagt er.

Laut Voncke soll die Öffnung der Plattform Effizienz im Tagesgeschäft schaffen. Zudem soll sie Partnern helfen, weiterhin schneller als der Markt zu wachsen. Gleichzeitig will das Unternehmen von den Erfahrungen der Partner lernen. Dabei geht es darum, wie diese mit KI-Agenten arbeiten und welche Funktionen im Alltag fehlen. „Wir wollen die technologische Infrastruktur sein, auf der die nächste Generation von Maklerunternehmen arbeitet“, so Voncke.


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Ameise Copilot und Office Agent: eigene KI-Werkzeuge bei blau direkt

Neben der offenen Schnittstelle bietet Blau direkt bereits eigene KI-Anwendungen an: den „Ameise Copilot“ und den „Ameise Office Agent“. Beide sollen Makler im Arbeitsalltag unterstützen und administrative Aufgaben eigenständig übernehmen.

Die MCP-Öffnung erweitert dieses Angebot. Technisch versierte Vermittler sowie neu entstehende KI-gestützte Akteure im Markt haben die Möglichkeit, selbst Anwendungen zu programmieren oder auf spezialisierte Angebote externer Anbieter zurückzugreifen. Beide Varianten lassen sich unmittelbar an die technische Basis von Blau direkt anbinden. Nach Unternehmensangaben setzen erste Partner dies bereits in die Praxis um.

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