Die JDC Group bringt einen KI-basierten Agenten für die Versicherungsvermittlung auf den Markt. Die Software soll definierte Prozesse eigenständig bearbeiten und Vermittler vor allem bei wiederkehrenden Aufgaben entlasten. Dazu verknüpft JDC seine bestehende Technologieplattform mit der Datenbank von Morgen & Morgen und generativer künstlicher Intelligenz.
Der Agent soll zunächst für ausgewählte Anwendungsfälle eingesetzt und anschließend um weitere Funktionen ergänzt werden. Zum Start steht die Technologie internen Teams zur Verfügung. Nach der Einführung will JDC sie auch angeschlossenen Maklern vorstellen.
Zu den ersten Einsatzgebieten gehört der automatisierte Abschluss von Sachversicherungen. Der KI-Agent kann Online-Leads und Kundennachrichten auswerten, deren Inhalt erkennen und eine passende Vertragslösung anbieten. Zunächst ist dies für Rechtsschutzversicherungen vorgesehen, später sollen weitere Sparten folgen. Nach Angaben von JDC kann der Agent dabei auch die Kundenkommunikation bis zum Abschluss ohne weiteres menschliches Eingreifen übernehmen.
KI übernimmt Vertragsanalyse und Kundenanfragen
Darüber hinaus soll die Software bestehende Versicherungsverträge analysieren und relevante Informationen, Fristen, Änderungen sowie möglichen Handlungsbedarf erkennen. Bei eingehenden Kundenanfragen kann der Agent Informationen aus vorhandenen Systemen zusammenführen und Antworten oder nächste Prozessschritte vorbereiten.
Auch Vertragsänderungen sollen sich teilweise automatisieren lassen. Bei Änderungen von Adress-, Bank- oder Kontaktdaten kann der Agent die notwendigen Angaben erfassen, den Vorgang vorbereiten und festgelegte Folgeprozesse anstoßen. Im Bestandsmanagement soll die KI zudem Fristen und Handlungsbedarf erkennen sowie Wiedervorlagen und Folgeaktivitäten initiieren.
„Mit unseren KI-Tools machen wir künstliche Intelligenz im Versicherungsvertrieb konkret nutzbar. Wir schaffen damit einen digitalen Mitarbeiter, der Aufgaben selbstständig bearbeiten kann und unseren Vermittlern mehr Zeit für das Wesentliche gibt: die Beratung ihrer Kunden“, sagt Dr. Sebastian Grabmaier, CEO der JDC Group AG. „Damit gehen wir einen weiteren wichtigen Schritt bei der Digitalisierung des Versicherungsvertriebs. Künstliche Intelligenz wird zunehmend zu einem praktischen Werkzeug im Arbeitsalltag von Vermittlern – und genau hier setzen wir an.“
JDC setzt auf stärker automatisierte Prozesse
Nach Angaben des Unternehmens soll der KI-Einsatz auch dazu beitragen, größere Vorgangsmengen über die Plattform zu verarbeiten. Dafür greift die Software auf bereits vorhandene Daten, Prozesse und Schnittstellen im JDC-System zurück.
„Wir erleben gerade den Übergang von klassischen Plattformlösungen zu intelligenten Systemen, die nicht nur Informationen bereitstellen, sondern Aufgaben selbstständig ausführen können. Das macht unsere Plattform noch skalierbarer. Wir können steigende Volumina effizient verarbeiten, unsere Partner gezielt entlasten und gleichzeitig die Qualität im Kundenservice sichern“, ergänzt Dr. Ramona Evens, COO der JDC Group AG.











