China kauft Gold lieber als Anlage statt als Schmuck

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Goldbarren statt Goldschmuck
Bild: KI-generiert mit ChatGPT / DALL·E
Chinas Verbraucher setzen bei Rekordpreisen verstärkt auf Goldbarren und Münzen statt auf Schmuck.

Chinesische Verbraucher kaufen deutlich mehr Goldbarren und Münzen, während die Schmucknachfrage ein Rekordtief erreicht. Der Wandel zeigt, wie stark hohe Goldpreise das Kaufverhalten verändern.

In China verschiebt sich die private Goldnachfrage deutlich von Schmuck zu Anlageprodukten. In den ersten sechs Monaten 2026 kauften Verbraucher 2,5-mal mehr Goldbarren und Münzen als Goldschmuck. Im Durchschnitt der vergangenen 15 Jahre hatte das Verhältnis lediglich bei 0,5 gelegen.

„Die weltweit größten Goldkäufer wechseln von Gold als Schmuck zu Gold als Anlage“, sagt Adrian Ash, Director of Research bei BullionVault. Der Trend habe sich bereits Anfang 2024 abgezeichnet, als der Goldpreis neue Höchststände erreichte.

„Zwar ist die Nachfrage des privaten Sektors in China nach Gold insgesamt ungebrochen, doch die diesjährigen neuen Rekordpreise beschleunigen diesen dramatischen Verhaltenswandel, da die Verbraucher die Menge an Gold, die sie für ihr Geld erhalten, maximieren wollen“, sagt Ash.


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Goldschmuck fällt auf ein Rekordtief

Daten der China Gold Association bestätigen die Verschiebung. Demnach ging die Nachfrage nach Goldschmuck im ersten Halbjahr gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 33,9 Prozent zurück. Gleichzeitig stiegen die Käufe von Goldbarren und Münzen um 28,4 Prozent.

Zu einem ähnlichen Ergebnis kommt der World Gold Council. Nach dessen Schätzungen sank der Schmuckabsatz um 29,8 Prozent auf 136 Tonnen. Das war der niedrigste Wert seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 2010. Der Absatz von Goldbarren und Münzen legte dagegen um 31,2 Prozent auf den Rekordwert von 314 Tonnen zu.

„Gold an sich hat sich natürlich nicht verändert“, sagt Ash. „Aber die Art und Weise, wie die Menschen dieses ewige Metall nutzen, wandelt sich – weg von Halsketten und Armbändern hin zu effizienteren Formen.“

Anlagegold gewinnt weltweit an Bedeutung

Chinesische Haushalte umgehen mit Münzen und kleinen Barren die zusätzlichen Herstellungskosten und Aufschläge von Schmuck. Auch kleinteilige Goldanlagen, die in spezialisierten Tresoren verwahrt werden, gewinnen dadurch an Bedeutung.

Der Trend reicht nach Angaben von BullionVault über China hinaus. „Weltweit zeigt unsere Analyse der neuesten Daten, dass das Verhältnis der privaten Investitionsnachfrage zur Schmucknachfrage von unter 0,6 im Zeitraum 2010 bis 2024 auf 0,9 im Jahr 2025 und nun auf 1,4 im bisherigen Verlauf des Jahres 2026 gestiegen ist.“


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