Herr Harrison, nach einer außergewöhnlichen Rally hat der Goldpreis zuletzt spürbar korrigiert. Handelt es sich aus Ihrer Sicht
um eine gesunde Konsolidierung innerhalb eines langfristigen Aufwärtstrends oder deutet die Entwicklung auf eine nachhaltige
Trendwende hin?
Harrison: Kurzfristige Korrekturen gehören zu jedem langfristigen Aufwärtstrend. Sie sind kein ungewöhnliches Ereignis, sondern häufig Teil einer gesunden Marktentwicklung nach einer starken Rally.
Die entscheidende Frage lautet daher nicht, wie sich der Goldpreis in den kommenden Tagen entwickelt, sondern ob sich die fundamentalen Rahmenbedingungen verändert haben. Aus unserer Sicht ist das nicht der Fall.
Die Staatsverschuldung vieler Volkswirtschaften steigt weiter, geopolitische Spannungen und Handelskonflikte nehmen zu, Zentralbanken bauen ihre Goldreserven kontinuierlich aus und institutionelle Investoren suchen verstärkt nach stabilen Sachwerten. Gleichzeitig sorgen technologische Umbrüche wie Künstliche Intelligenz und Robotik für tiefgreifende Veränderungen in Wirtschaft und Gesellschaft. In einem Umfeld zunehmender Unsicherheit gewinnt ein bewährter Wertspeicher wie Gold für viele Anleger an Bedeutung.
Wir bewerten die jüngsten Kursbewegungen daher eher als Konsolidierung innerhalb eines langfristig unterstützten Marktes und nicht als nachhaltige Trendwende.
Die aktuelle Marktphase kann ein sinnvoller Anlass sein, sich mit den langfristigen Chancen eines Goldinvestments näher zu beschäftigen.
Viele Anleger betrachten Gold inzwischen nicht mehr nur als Krisenwährung, sondern als strategischen Portfoliobaustein. Hat sich die Rolle des Edelmetalls dauerhaft verändert?
Harrison: Gold ist weiterhin eine Absicherung für den Ernstfall, hat sich darüber hinaus aber zu einem strategischen Baustein langfristiger Vermögensstrukturen entwickelt. Institutionelle Investoren, Family Offices und zunehmend auch Privatanleger nutzen Gold zur Diversifikation und als langfristigen Wertspeicher.
Gold kennt keinen Emittenten und kein klassisches Gegenparteirisiko. Genau das unterscheidet es von vielen anderen Vermögenswerten.
Gold ersetzt dabei weder produktive Anlagen noch verzinsliche Wertpapiere. Es erfüllt eine andere Aufgabe: Stabilität zu schaffen, Risiken innerhalb eines Portfolios auszugleichen und Vermögen über unterschiedliche Marktphasen hinweg zu bewahren.
Auch der ehemalige Bundesfinanzminister Peer Steinbrück brachte diesen Gedanken kürzlich in einem ZDF-Beitrag auf den Punkt: Bei einem Anlageportfolio könne ein Goldanteil von zehn bis fünfzehn Prozent als sichere Reserve sinnvoll sein auch wenn Gold keine Zinsen abwirft.
In einer wirtschaftlich, technologisch und geopolitisch schwerer planbaren Welt wird diese Funktion wertvoller, nicht überflüssiger.
Mit FIDEXmetals haben C.HAFNER, ZIEMANN GRUPPE und die Noble Commodity Group ihre Kompetenzen in einem Joint Venture gebündelt. Welche strategische Idee steckt hinter dieser Partnerschaft?
Dr. Reisert: Unser Ziel war es, erstmals die gesamte Wertschöpfungskette in einem Angebot zusammenzuführen. C.HAFNER steht seit über 175 Jahren für die Herstellung nachhaltiger Edelmetalle, die ZIEMANN GRUPPE für Hochsicherheitslagerung und Logistik und die Noble Commodity Group für digitale Prozessstrukturen und Transparenz.
Mit NobleGold by FIDEXmetals entsteht dadurch ein Produkt, das den Zugang zu Gold höchster Güte mit einem bislang einzigartigen Maß an Transparenz und digitaler Dokumentation verbindet.
C.HAFNER zählt zu den führenden Edelmetallherstellern Europas, die ZIEMANN GRUPPE zu den führenden Wertdienstleistungsunternehmen. Welche Vorteile ergeben sich aus dieser Kombination konkret für Anleger?
Dr. Reisert: Anleger erwerben nicht nur physisches Gold, sondern ein vollständig dokumentiertes Qualitätsprodukt. Jeder Goldbarren besteht aus 100 % Recyclinggold und verfügt über eine lückenlos nachweisbare Herkunft. Vom nachhaltigen Rohstoff mit einem bis zu 700-mal geringeren CO₂-Fußabdruck gegenüber primär gefördertem Gold über die Herstellung bis zur Hochsicherheitsverwahrung bei der ZIEMANN GRUPPE wird jeder Schritt transparent dokumentiert. Ergänzt wird dies durch die unabhängige digitale Mittelverwendungs- und Bestandskontrolle auf der Blockchain. Das schafft Vertrauen und Bestandssicherheit und bietet Anlegerinnen und Anlegern einen Mehrwert, der weit über den klassischen Goldkauf hinausgeht.
Der Markt für physische Edelmetalle ist hart umkämpft. Wodurch unterscheidet sich FIDEXmetals aus Ihrer Sicht grundlegend von klassischen Edelmetallhändlern?
Dr. Reisert: Für unsere Kundinnen und Kunden geht es nicht nur um den Besitz von Gold, sondern um die Sicherheit, die damit verbunden ist. Sie möchten wissen, woher ihr Gold stammt, dass es verantwortungsvoll hergestellt wurde, physisch vorhanden ist und professionell verwahrt wird. Genau dieses Vertrauen schaffen wir mit NobleGold by FIDEXmetals.
Über unsere Vertriebs- und White-Label-Lösungen können Banken, Makler, Vermögensverwalter und FinTechs ihren Kundinnen und Kunden erstmals einen Qualitätsstandard anbieten, der bisher überwiegend institutionellen Investoren vorbehalten war.

Im Gespräch über die nächsten Schritte in der Goldproduktion (von links): Dr. Philipp Reisert, Birgitta Hafner
und Robert Mark Harrison (Foto: Thomas Bernhardt)
Sie setzen konsequent auf Gold aus recyceltem Material. Warum ist Urban Mining aus Ihrer Sicht nicht nur ökologisch sinnvoll, sondern auch wirtschaftlich die bessere Alternative zum Minengold?
Hafner: Recyclinggold schont natürliche Ressourcen, verursacht einen deutlich geringeren CO₂-Fußabdruck und vermeidet zahlreiche ökologische und soziale Herausforderungen des klassischen Bergbaus. Da unser Gold ausschließlich aus europäischen Wertstoffkreisläufen stammt, schließen wir zugleich die Risiken aus, die mit konfliktbehaftetem Minengold verbunden sein können, etwa die Finanzierung bewaffneter Konflikte oder die Förderung unter menschenrechtlich bedenklichen Bedingungen. Gleichzeitig ermöglicht uns Urban Mining eine verlässliche Rohstoffversorgung innerhalb Europas und reduziert die Abhängigkeit von internationalen Lieferketten.
Nachhaltigkeit spielt inzwischen auch im Edelmetallmarkt eine immer größere Rolle. Spüren Sie bereits eine steigende Nachfrage nach Gold mit nachweislich reduziertem CO₂-Fußabdruck?
Hafner: Definitiv. Insbesondere die Schmuck- und Luxusuhrenbranche, aber zunehmend auch Privatanleger, fragen gezielt nach Gold mit nachweisbarer Herkunft. Dahinter steht der Wunsch nach Gewissheit, dass das Gold nicht aus konfliktbehafteten Quellen stammt, keine Menschenrechtsverletzungen oder Kinderarbeit unterstützt und unter verantwortungsvollen Umweltstandards gewonnen beziehungsweise recycelt wurde. Gleichzeitig werden regulatorische Anforderungen, etwa an transparente Lieferketten, weiter zunehmen. Mit unserem 100 % Recyclinggold aus europäischen Wertstoffkreisläufen erfüllen wir diese Anforderungen bereits heute.
Sie betonen die vollständige Rückverfolgbarkeit der Lieferkette. Warum wird die Herkunft von Gold aus Ihrer Sicht in den kommenden Jahren zu einem entscheidenden Qualitätsmerkmal?
Hafner: Wir beobachten einen Wandel, den viele Branchen bereits durchlaufen haben. Verbraucher möchten heute wissen, woher ein Produkt stammt und unter welchen Bedingungen es hergestellt wurde. Was bei Lebensmitteln, Mode oder Diamanten längst selbstverständlich ist, wird auch im Goldmarkt zur Erwartung.
Die Herkunft eines Goldbarrens wird deshalb zunehmend zu einem Qualitätsmerkmal. Sie schafft Vertrauen und ermöglicht es Anlegerinnen und Anlegern, eine bewusste Entscheidung zu treffen. Ich bin überzeugt, dass dokumentierte Provenienz in wenigen Jahren genauso selbstverständlich sein wird wie die Angabe von Reinheit oder Gewicht.
Der Begriff „Konfliktgold“ oder „Blutgold“ sorgt immer wieder für Schlagzeilen. Wie groß ist dieses Problem tatsächlich – und wie stellen Sie sicher, dass Ihre Kunden davon nicht betroffen sind?
Hafner: Das Problem ist keineswegs ein Randphänomen. Rund ein Fünftel der weltweiten Goldproduktion stammt aus dem Kleinbergbau, einem Bereich, der besonders anfällig für Menschenrechtsverletzungen und Umweltbelastungen ist. Gleichzeitig wäre es falsch, Minengold pauschal unter Generalverdacht zu stellen. Entscheidend ist eine nachvollziehbare Herkunft, denn nach der Raffination lässt sich diese häufig nicht mehr eindeutig überprüfen.
Wir verfolgen deshalb einen anderen Ansatz. Als Ausgangsmaterial verwenden wir ausschließlich 100 % Recyclinggold aus europäischen Wertstoffkreisläufen, etwa aus Schmuck, Uhren oder Zahngold. Jede Charge wird vor der Verarbeitung analysiert und dokumentiert.
So können unsere Kundinnen und Kunden sicher sein, Gold aus einem verantwortungsvollen und nachvollziehbaren Materialkreislauf zu erwerben, ohne die Risiken der heutigen Primärförderung in konfliktbehafteten Regionen.
Mit Ihrem Herkunftsnachweis gehen Sie bereits heute über viele Marktstandards hinaus. Rechnen Sie damit, dass transparente Lieferketten künftig regulatorisch verpflichtend werden?
Hafner: Vor rund 175 Jahren hat unser Firmengründer Carl Hafner in Pforzheim buchstäblich die Werkstattböden gekehrt, um feinste Goldpartikel zurückzugewinnen. Damals geschah das aus wirtschaftlicher Vernunft, nicht aus Gründen der Nachhaltigkeit. Heute ist genau dieses Prinzip des Urban Mining ein wichtiges Kaufargument.
Ich bin überzeugt, dass der Herkunftsnachweis eine ähnliche Entwicklung nehmen wird. Was heute noch als besonderes Qualitätsmerkmal gilt, wird morgen eine Selbstverständlichkeit sein. Transparenz entwickelt sich Schritt für Schritt vom Wettbewerbsvorteil zum Qualitätsstandard und ich bin überzeugt, dass dieser Wandel auch regulatorisch weiter vorangetrieben wird.
Neben der Herkunft setzen Sie auf eine unabhängige digitale Mittelverwendungs- und Bestandskontrolle. Warum sind solche Kontrollmechanismen aus Ihrer Sicht gerade im Edelmetallmarkt unverzichtbar?
Dr. Reisert: Wer sich für physisches Gold entscheidet, investiert vor allem in Sicherheit und Vertrauen. Wer sein Gold jedoch nicht selbst zu Hause verwahren möchte oder kann, ist darauf angewiesen, dass ein Dritter diese Aufgabe zuverlässig übernimmt. Genau deshalb reicht es aus unserer Sicht nicht aus, sich allein auf das Vertrauen in einen Anbieter zu verlassen. Entscheidend sind unabhängige Kontrollmechanismen.
Mit NobleGold by FIDEXmetals haben wir deshalb gemeinsam mit der Software von FINOMET eine unabhängige digitale Mittelverwendungs- und Bestandskontrolle etabliert. Alle Käufe und Verkäufe werden revisionssicher dokumentiert und bilden die Grundlage für einen kontinuierlichen Abgleich mit den tatsächlich eingelagerten Edelmetallbeständen. Dadurch wird sichergestellt, dass jederzeit nachvollziehbar ist, ob die vorhandenen Bestände den Kundenansprüchen vollständig entsprechen.
Das schafft ein Höchstmaß an Transparenz und verhindert, dass mehr Gold verkauft wird, als tatsächlich eingelagert ist. Gerade im Edelmetallmarkt sollte diese Sicherheit selbstverständlich sein. Tatsächlich ist sie es aber noch nicht.
Gerade in Zeiten zunehmender Digitalisierung stellt sich vielen Anlegern die Frage nach Sicherheit und Vertrauen. Welche Rolle spielen Transparenz und externe Prüfungen künftig für die Wettbewerbsfähigkeit von Edelmetallanbietern?
Dr. Reisert: Vertrauen war im Edelmetallmarkt schon immer die wichtigste Währung. Der Unterschied ist, dass Vertrauen heute nicht mehr allein auf dem guten Ruf eines Unternehmens basiert. Anleger möchten Aussagen nachvollziehen und überprüfen können.
Deshalb werden Transparenz und unabhängige Kontrollmechanismen künftig zu einem entscheidenden Wettbewerbsfaktor. Wer glaubwürdig dokumentieren kann, woher sein Gold stammt, wie es verwahrt wird und dass die Bestände tatsächlich vorhanden sind, schafft langfristig Vertrauen. Ich bin überzeugt, dass diese Form der Transparenz in wenigen Jahren kein Alleinstellungsmerkmal mehr, sondern eine Selbstverständlichkeit sein wird.
Die geopolitischen Spannungen, Handelskonflikte und die hohe Staatsverschuldung vieler Industrieländer sprechen für Gold. Gleichzeitig locken wieder attraktive Zinsen auf Anleihen. Wie schätzen Sie die langfristigen Perspektiven des Goldmarktes ein?
Harrison: Gold und Anleihen erfüllen unterschiedliche Aufgaben im Portfolio und sollten deshalb nicht gegeneinander ausgespielt werden.
Anleihen können laufende Erträge liefern. Sie sind jedoch mit der Bonität eines Emittenten, der Zinsentwicklung und der Stabilität der jeweiligen Währung verbunden. Gold erwirtschaftet keine Zinsen, steht dafür aber seit Jahrhunderten für Werterhalt, Liquidität und Unabhängigkeit von einem einzelnen Schuldner.
Die strukturellen Treiber des Goldmarktes bleiben aus meiner Sicht intakt: hohe Staatsverschuldung, geopolitische Unsicherheit, die zunehmende Fragmentierung der Weltwirtschaft und die strategischen Goldkäufe vieler Zentralbanken sprechen dafür, dass Gold langfristig ein wichtiger Bestandteil einer ausgewogenen Vermögensstruktur bleibt.
Wenn Sie fünf Jahre nach vorne blicken: Wie wird sich der Markt für physisches Anlagegold verändern – und welche Rolle sollen C.HAFNER und FIDEXmetals in diesem Markt künftig spielen?
Dr. Reisert: Ich glaube, dass sich der Goldmarkt in den kommenden Jahren stärker verändern wird als in den vergangenen Jahrzehnten. Digitalisierung, regulatorische Anforderungen und steigende Erwartungen der Anleger werden den Qualitätsbegriff neu definieren.
Unser Anspruch ist es, diese Entwicklung aktiv mitzugestalten. C.HAFNER wird auch künftig für Gold höchster Güte, nachhaltige Produktion und verantwortungsvolle Ressourcennutzung stehen. Gemeinsam mit FIDEXmetals möchten wir diese Qualität mit Transparenz, unabhängigen Kontrollmechanismen und modernen Vertriebslösungen verbinden. Unser Ziel ist es, einen neuen Qualitätsstandard zu etablieren, bei dem höchste Produktqualität und maximale Transparenz untrennbar zusammengehören.
Der Goldpreis hat in den vergangenen Jahren neue Höchststände erreicht. Handelt es sich um eine kurzfristige Entwicklung oder sehen Sie strukturelle Megatrends, die den Goldmarkt langfristig prägen werden?
Harrison: Ich bin überzeugt, dass wir derzeit keine kurzfristige Marktbewegung erleben, sondern einen tiefgreifenden strukturellen Wandel. Mehrere Entwicklungen greifen ineinander und sprechen aus meiner Sicht dafür, dass Gold auch langfristig eine wichtige Rolle im Vermögensaufbau spielen wird.
An erster Stelle stehen die Zentralbanken. Sie haben ihre Goldreserven in den vergangenen Jahren so stark ausgebaut wie seit den 1960er Jahren nicht mehr. Allein 2025 kauften sie netto 863 Tonnen Gold, fast doppelt so viel wie der Durchschnitt der Jahre 2010 bis 2021 mit rund 473 Tonnen. Laut einer Umfrage des World Gold Council erwarten 95 Prozent der Zentralbanken, dass die weltweiten Goldreserven weiter steigen, und 43 Prozent planen, ihre eigenen Bestände auszubauen. Das zeigt sehr deutlich, welche strategische Bedeutung Gold heute wieder hat.
Hinzu kommt die geopolitische Neuordnung der Weltwirtschaft. Handelskonflikte, Sanktionen und eine zunehmende Fragmentierung der globalen Märkte führen dazu, dass viele Staaten ihre Währungsreserven breiter aufstellen. Gold nimmt dabei eine besondere Rolle ein, weil es keinen Emittenten und kein Gegenparteirisiko kennt. Gerade in politisch unsicheren Zeiten ist das ein entscheidender Vorteil.
Ein weiterer Faktor ist die weltweit hohe Staatsverschuldung. Viele Industrieländer stehen vor enormen finanziellen Herausforderungen. Allein die USA geben inzwischen mehr Geld für Zinszahlungen auf ihre Staatsschulden aus als für ihren Verteidigungshaushalt. Gleichzeitig suchen Anleger nach Vermögenswerten, die unabhängig von der Bonität eines einzelnen Staates sind und ihren Wert über Generationen hinweg bewiesen haben. Genau diese Rolle erfüllt Gold seit Jahrhunderten.
Und schließlich erleben wir mit Künstlicher Intelligenz und Robotik einen technologischen Umbruch, dessen Auswirkungen wir heute erst ansatzweise abschätzen können.
Was bedeutet das konkret für Anleger?
Harrison: Die genannten Entwicklungen bieten enorme Chancen für Produktivität und Wohlstand, verändern aber gleichzeitig Arbeitsmärkte, Geschäftsmodelle und die globale Wettbewerbsfähigkeit ganzer Volkswirtschaften. Immer dann, wenn die Zukunft schwerer planbar wird, steigt das Bedürfnis nach Stabilität. Auch deshalb gewinnt Gold als langfristiger Wertspeicher weiter an Bedeutung.
Diese Entwicklungen zeigen, dass Gold heute weit mehr ist als ein klassischer Krisenschutz. Es entwickelt sich zunehmend zu einem strategischen Vermögenswert in einer Welt, die wirtschaftlich, technologisch und geopolitisch tiefgreifende Veränderungen erlebt. Wer sich bislang noch nicht mit Gold beschäftigt hat oder einen langfristigen Vermögensaufbau anstrebt, könnte die aktuelle Marktphase zum Anlass nehmen, sich intensiver mit dem Thema auseinanderzusetzen. Ob ein Investment sinnvoll ist, hängt dabei stets von den individuellen Anlagezielen und der persönlichen Situation ab.
Interview: Frank O. Milewski, Cash.















