Gen Z zweifelt an der gesetzlichen Rente – private Vorsorge gewinnt an Bedeutung

Google Cash. bei Google als bevorzugte Quelle markieren
Altersvorsorge
Foto: KI-generiert mit ChatGPT
Über die Hälfte der jungen Leute sorgt bereits privat vor (mit KI produziertes Symbolbild).

Das Vertrauen junger Erwachsener in die gesetzliche Rente nimmt ab. Nur noch knapp die Hälfte rechnet im Alter überhaupt mit Geld vom Staat. Dass es ausreichen wird, glaubt nur ein Bruchteil. Gleichzeitig beschäftigt viele die Gefahr von Altersarmut. Bei der privaten Vorsorge zeigt sich hingegen ein gemischtes Bild.

Bei jungen Menschen in Deutschland schwindet das Vertrauen in die gesetzliche Rente. In einer Forsa-Umfrage für den Kreditkartenanbieter Visa und die Direktbank ING gab nur knapp die Hälfte (49 Prozent) der 1.003 repräsentativ befragten 18- bis 30-Jährigen an, dass sie im Alter mit Geld vom Staat rechnen. Bei der Befragung ein Jahr zuvor waren es noch 56 Prozent. 

Gerade einmal fünf Prozent vertrauen in der aktuellen Erhebung aus dem Juni darauf, dass die gesetzliche Rente ausreichen wird, um ihren Lebensstandard im Alter zu halten. Die Sorge vor Altersarmut (79 Prozent) gehört nach steigenden Lebenshaltungskosten (90 Prozent) und der wirtschaftlichen Lage in Deutschland (90 Prozent) zu den größten Sorgen der Gen Z. 


Das könnte Sie auch interessieren:

Gut die Hälfte der Umfrageteilnehmer (53 Prozent) legt nach eigenen Angaben Geld für ihren Ruhestand zurück. Vier von zehn Befragten (41 Prozent) sind überzeugt, dass sie bereits ausreichend fürs Alter vorsorgen. 

Neues Altersvorsorgedepot für viele noch eine große Unbekannte 

Dass es demnächst eine neue Förderung vom Staat gibt, hat sich noch nicht überall herumgesprochen: Zwar konnten 58 Prozent die Frage bejahen, ob sie schon vom Altersvorsorgedepot gehört haben, das 2027 eingeführt werden soll. 41 Prozent davon kennen nach eigenen Angaben aber nicht die Details. Und der Rest der 1.003 Befragten hat noch gar nichts davon gehört. 

Mit dem Altersvorsorgedepot sollen Sparerinnen und Sparer privat für das Alter vorsorgen können. Der Staat fördert Einzahlungen mit Zulagen. Die Kapitalerträge werden in der Ansparphase nicht besteuert. Zwei Drittel der Befragen (65 Prozent) finden das Modell attraktiv, 15 Prozent sind gegenteiliger Ansicht, der Rest hat sich noch keine Meinung dazu gebildet. (dpa)


Top-Ergebnisse bei Markt-Mediastudien


Weitere Artikel
Abonnieren
Benachrichtigen bei
0 Comments