Gespräche: Deutsche Bank und Commerzbank vor Mega-Fusion?

Deutsche Bank und Commerzbank nehmen Gespräche über ein mögliches Zusammengehen auf. Die Debatte um das Für und Wider ist schon jetzt in vollem Gange. Und heute wird sich zeigen, wie die Anleger an der Frankfurter Börse reagieren.

Trotz aller Kritik macht die Politik schon lange Druck in Richtung einer Fusion von Deutscher Bank und Commerzbank.

Die beiden größten Privatbanken Deutschlands nehmen Gespräche über einen eventuellen Zusammenschluss auf. Beide Geldhäuser betonten am Sonntag in Frankfurt zwar, eine Fusion sei keineswegs ausgemachte Sache. Aber allein die Möglichkeit spaltet die Gemüter.

Befürworter des Zusammenschlusses glauben, dass die Banken nur gemeinsam stark genug gegenüber der weltweiten Konkurrenz sein können. Kritiker befürchten dagegen einen drastischen Jobabbau.

Heute wird sich zunächst zeigen, wie die Anleger an der Frankfurter Börse auf die Bekanntgabe der Gespräche reagieren. Die Deutsche Bank hatte 2018 nach drei Verlustjahren in Folge gerade so die Rückkehr in die schwarzen Zahlen geschafft.

Fusion zu Lasten der Verbraucher?

Skandale und Prozesse verschlangen über Jahre Milliarden, der Aktienkurs ist im Keller. Die Commerzbank stieg im Herbst in die zweite Börsenliga ab und ist ebenfalls seit Jahren im Umbruch.

Die Gewerkschaft Verdi rechnet im schlimmsten Fall mit dem Abbau von 30.000 Jobs, die Aktionärsvereinigung DSW sogar mit dem Rauswurf von bis zu 50.000 Mitarbeitern. Ende 2018 beschäftigten die beiden Institute zusammen gut 133.000 Vollzeitkräfte.

Deutschlands oberster Verbraucherschützer Klaus Müller warnte zudem vor einer Fusion zu Lasten der Verbraucher. „Steigende Preise und weniger Angebotsvielfalt können nicht der Kollateralschaden eines Banken-Champions sein“, sagte der Chef des Bundesverbands der Verbraucherzentralen (vzbv) der „Rheinischen Post“.

Seite zwei: Monopolkommission sieht Systemrisiko

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