Das Meinungsforschungsinstitut Civey hat im April 2026 im Auftrag von Liechtenstein Life 2.500 repräsentativ ausgewählte Bundesbürger befragt, die noch nicht in Rente sind. Die Erhebung fand kurz nach dem Beschluss des Altersvorsorgedepots im Bundestag statt. Die Ergebnisse zeichnen ein widersprüchliches Bild: Während eine breite Mehrheit mehr staatliche Förderung der privaten Altersvorsorge befürwortet, geht nur ein kleiner Teil der Befragten davon aus, selbst von der Reform zu profitieren.
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71,5 Prozent der Befragten sprechen sich für eine stärkere Förderung der privaten Altersvorsorge aus, nur 15 Prozent lehnen dies ab. Die Zustimmung zieht sich durch nahezu alle Altersgruppen: Am höchsten fällt sie bei den 30- bis 39-Jährigen aus (76,8 Prozent), am niedrigsten bei den 40- bis 49-Jährigen – dort liegt sie aber immer noch bei knapp 68 Prozent.
Wenig persönlicher Optimismus trotz breiter Zustimmung
Trotz dieser grundsätzlichen Unterstützung erwartet nur gut jeder Zehnte, persönlich von der Reform zu profitieren (10,8 Prozent). Zwei Drittel der Befragten gehen dagegen davon aus, keinen persönlichen Nutzen zu ziehen (67,2 Prozent). Weitere 22 Prozent sind unentschlossen.
Besonders skeptisch zeigen sich ältere Befragte: Bei den über 50-Jährigen rechnen rund 78 Prozent nicht mit einem persönlichen Vorteil. Jüngere zwischen 18 und 29 Jahren äußern sich zwar etwas optimistischer, doch auch in dieser Gruppe erwartet rund 61 Prozent keinen Nutzen für sich. Bei den 30- bis 39-Jährigen rechnet immerhin knapp jeder Vierte mit Verbesserungen (23,4 Prozent), während 48,9 Prozent keine Vorteile für sich erkennen.
Rentensystem gilt mehrheitlich als nicht generationengerecht
Eine deutliche Mehrheit der Befragten zweifelt an der Generationengerechtigkeit des bestehenden Rentensystems: 65,7 Prozent halten es nicht mehr für gerecht zwischen Jung und Alt. Nur etwa jeder Fünfte bewertet es noch als fair (21 Prozent).

Besonders ausgeprägt ist die Skepsis bei den 40- bis 49-Jährigen, von denen fast 80 Prozent dem aktuellen System mangelnde Gerechtigkeit zwischen den Generationen attestieren. Auch in den jüngeren Altersgruppen zwischen 18 und 29 Jahren sowie 30 und 39 Jahren fällt die Ablehnung mit 74,1 beziehungsweise 74,6 Prozent deutlich aus.
Kapitalmarktorientierte Vorsorge als Ergänzung anerkannt
Kapitalmarktorientierte Vorsorgeformen – darunter fondsgebundene Lebensversicherungen – betrachten 57,7 Prozent der Befragten als sinnvolle Ergänzung zur gesetzlichen Rente. Etwa ein Viertel teilt diese Einschätzung nicht; rund 18 Prozent beziehen keine klare Position.
Besonders aufgeschlossen zeigen sich erneut die 30- bis 39-Jährigen: 71,7 Prozent dieser Altersgruppe befürworten kapitalmarktorientierte Vorsorge – rund 14 Prozentpunkte über dem Gesamtdurchschnitt.
Dr. Aron Veress, CEO von Liechtenstein Life, sieht in der Reform für Vermittler vielfältige Chancen, ihre Beratungskompetenz einzubringen und ihren Kunden die Vorteile der privaten Vorsorge für die persönliche Absicherung aufzuzeigen. „Besonders jüngere Generationen stehen kapitalmarktorientierten Vorsorgelösungen offen gegenüber. Fondsgebundene Lebensversicherungen bieten hier eine Möglichkeit, Absicherung, Altersvorsorge und langfristiges Investieren miteinander zu verbinden“, sagt Veress.














