Gold bleibt unterbewertet

Nach einem starken Jahresstart ist der Goldpreis 2015 wieder deutlich gefallen. Das gelbe Metall verlor schon Ende Februar fast den gesamten Jahresgewinn. Doch auch die physische Nachfrage hat im Februar deutlich nachgelassen.

Zusätzlich haben auch die großen Gold-ETFs nach massiven Zuflüssen im November 2014 und Januar 2015 im Februar wieder Abflüsse verzeichnet. Auf Euro-Basis jedoch läuft es für Gold weiterhin gut.

[article_line tag=“Edelmetalle“]

Franken-Schock verhilft zu Preissprung

Insbesondere nach dem sogenannten Franken-Schock, als die Schweizerische Nationalbank den Euro-Mindestkurs für den Schweizer Franken aufgehoben hat, konnte der Goldpreis einen deutlichen Sprung nach oben machen.

Als kurz darauf die Europäische Zentralbank bekanntgab, die Märkte bis Ende 2016 mit insgesamt 1,14 Billionen Euro zu fluten, stieg der Goldpreis jedoch nur kurzfristig an und konnte die Gewinne nicht verteidigen.

Zwar hält sich Gold Ende März wacker nahe der Marke von 1.200 US-Dollar pro Feinunze. Von einer fairen Bewertung sind wir jedoch noch weit entfernt. Ein Grund dafür sind sicherlich die Interessen der Groß- und Zentralbanken.

Ermittlungen gegen Goldpreismanipulation

Nachdem die europäischen Finanzaufsichtsbehörden ihre Ermittlungen zu möglichen Manipulationen des Goldpreisfixings ohne Ergebnisse eingestellt haben, lassen die US-Behörden nicht locker und ermitteln weiter.

Die Ermittlungen der US-Aufsichtsbehörden gegen zehn Großbanken gehen zwar schon in die richtige Richtung, die echte Goldpreismanipulation betrifft jedoch große strategische Positionen von Tausenden von Tonnen, die von Zentralbanken an Investmentbanken verliehen werden und als Spekulationsmasse preisbestimmend zum Einsatz kommen.

Seite drei: Gold weiterhin unterbewertet

1 2 3Startseite
Weitere Artikel
Abonnieren
Benachrichtige mich bei
0 Comments
Inline Feedbacks
View all comments