Guidewire integriert KI-Agenten direkt in Kernprozesse von Versicherern

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Ein KI-Agent-Prozessor, der ein futuristisches digitales Netzwerk steuert und fortschrittliche Systeme des maschinellen Lernens und der Datenverarbeitung veranschaulicht.
Foto: stock.adobe.com/ReniDinda
AI, KI, KI Agenten, Digitalisierung, Transformation

Guidewire hat mit seinem neuen Release Qusar ein Framework eingeführt, das Versicherern ermöglicht, eigene KI-Agenten zu entwickeln und zu steuern. Daneben bringt der Anbieter fertige Agenten für Schadenbearbeitung und Underwriting mit und verspricht Entwicklern deutlich kürzere Lieferzeiten.

Guidewire hat im Rahmen seines neuen Releases Qusar das sogenannte Agentic Framework auf der Guidewire Cloud Platform eingeführt. Es erlaubt Versicherern, KI-Agenten zu entwickeln, bereitzustellen und zu verwalten – direkt eingebettet in bestehende Systeme für Bestandsführung, Schadenbearbeitung und Abrechnung. Kernversprechen des Frameworks ist die Automatisierung komplexer, mehrstufiger Prozesse: Entscheidungen, die bislang Tage in Anspruch nahmen, sollen künftig in Minuten fallen.


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Das Framework gibt Versicherern die Wahl des KI-Modells je nach Aufgabe und gewährt Agenten Echtzeitzugriff auf Daten und Workflows im laufenden Betrieb. Laut Guidewire liegt der Fokus dabei auf operativer Kontrolle und regulatorischer Compliance – zwei Anforderungen, die im Versicherungsumfeld besonders gewichtig sind.

„Versicherer erkennen zunehmend, dass der Nutzen von KI in der tiefgreifenden Integration in die Kerngeschäftsprozesse liegt und nicht in isolierten Experimenten“, sagt Karlyn Carnahan, Executive Partner bei Celent. „Das Agentic Framework folgt diesem Ansatz, indem es Versicherern ermöglicht, KI in ihre bestehenden Systeme und Workflows zu integrieren und dabei die operative Kontrolle sowie die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften zu gewährleisten.“

Fertige Agenten für Schaden und Underwriting

Neben dem Framework bringt Qusar von Guidewire selbst entwickelte Agenten mit, die auf konkrete Versicherungsworkflows zugeschnitten sind. Ein Agent fasst Schadenfälle für Sachbearbeiter zusammen, damit diese sich auf die Fallbearbeitung konzentrieren können statt auf manuelle Notizrecherche. Ein weiterer Assistent unterstützt Underwriter und Kundenbetreuer bei Policenänderungen – mit dem Ziel, Bearbeitungszeiten zu reduzieren und den Prozess zwischen Angebotserstellung und Vertragsabschluss zu beschleunigen.

Hinzu kommt ein Agent für die Erstschadensmeldung (First Notice of Loss), der Anspruchsteller per dialogorientierter Sprachfunktion durch den Meldeprozess führt und dabei relevante Schadendetails erfasst. Automobile Club of Southern California setzt bereits auf diese Funktionen. „Indem wir KI einsetzen, um Schadenfälle zusammenzufassen und wichtige Versicherungsabläufe zu optimieren, steigern wir die Effizienz, helfen unseren Schadenregulierern, sich auf wichtigere Aufgaben zu konzentrieren, und schaffen eine solidere Grundlage für zukünftige Innovationen“, sagt Garrett Anderson, Chief Information Officer der Organisation.

Auch auf der Entwicklerseite erweitert Qusar das Angebot. Developer und Builder Assistants sollen die Arbeit mit Guidewires proprietärer Programmiersprache Gosu sowie mit der Digitalplattform Jutro und serverlosen Erweiterungen beschleunigen. Für Daten- und Produktkonfiguration stehen ein Data Curation Assistant, der natürliche Sprache in SQL übersetzt, sowie ein Product Design Assistant für den Advanced Product Designer bereit.

Entwickler sollen mehr als 40 Prozent schneller liefern

Guidewire beziffert den Geschwindigkeitsvorteil der Developer Assistants gegenüber generischen Coding-Assistenten auf mehr als 40 Prozent. Das Unternehmen begründet diesen Vorsprung mit dem spezifischen Kontextwissen der Assistenten zur eigenen Plattform.


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