R+V erzielt 10,6 Milliarden Euro Beitragseinnahmen im ersten Halbjahr 2026

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Norbert Rollinger, GDV
Foto: GDV
R+V-Vorstandsvorsitzender Norbert Rollinger ist mit den aktuellen Entwicklungen des Geschäfts sehr zufrieden."

Die R+V Versicherung hat im ersten Halbjahr 2026 in der deutschen Erstversicherung Beitragseinnahmen von 10,6 Milliarden Euro erzielt, ein Plus von fünf Prozent. Besonders dynamisch entwickelte sich die betriebliche Altersvorsorge.

Die R+V Versicherung hat im ersten Halbjahr 2026 in der deutschen Erstversicherung Beitragseinnahmen von 10,6 Milliarden Euro erzielt – ein Wachstum von 5,0 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Trotz eines wirtschaftlich schwierigen Umfelds, zu dem geopolitische Krisen wie der Iran-Krieg beitragen, zeigt sich der Wiesbadener Konzern mit der Geschäftsentwicklung zufrieden. „Vor diesem Hintergrund sind wir mit der aktuellen Entwicklung unseres Geschäfts sehr zufrieden“, sagt Vorstandsvorsitzender Norbert Rollinger.


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Für das Gesamtjahr bleibt Rollinger optimistisch: „Für das Gesamtjahr gehen wir davon aus, die gute Entwicklung des ersten Halbjahres fortzusetzen. Wir hoffen dabei auf eine Stabilisierung der Wirtschaft. Mit ersten Reformen hat auch die Bundesregierung positive Signale gesendet: Sie ist handlungsfähig und geht große und wichtige Themen wie die Rentenreform und auch den Abbau von Bürokratie ernsthaft an.“

Die strategische Stoßrichtung des Konzerns skizziert Dragica Mischler, Vorständin für Finanzen und Risikomanagement: „Es ist uns im 1. Halbjahr 2026 gelungen, den ertragsorientierten Wachstumskurs im Sinne unserer Strategie NextLevel weiter fortzusetzen. Dabei fokussieren wir uns auf Geschäft, das unsere Ertragskraft und Risikotragfähigkeit weiter stärkt.“ Ein zentrales strategisches Ziel ist dabei die stärkere Nutzung des Geschäftspotenzials in der genossenschaftlichen Finanzgruppe: Hier erzielte R+V Beitragseinnahmen von 6,7 Milliarden Euro, ein Plus von 5,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Betriebliche Altersvorsorge und Neue Garantien als Wachstumstreiber

In der Lebens- und Pensionsversicherung wuchsen die Beiträge insgesamt um 4,7 Prozent auf 4,5 Milliarden Euro. Die laufenden Beiträge legten dabei um 3,7 Prozent auf 2,4 Milliarden Euro zu, die Einmalbeiträge um 6,1 Prozent auf zwei Milliarden Euro.

Die stärksten Impulse kamen aus der betrieblichen Altersversorgung, deren Beitragsvolumen um 12,9 Prozent auf 1,4 Milliarden Euro stieg, sowie aus den Neuen Garantien mit einem Zuwachs von 4,9 Prozent auf 901 Millionen Euro. Im Neugeschäft fiel die Dynamik noch ausgeprägter aus: Der Neubeitrag in der betrieblichen Altersversorgung kletterte um 20,1 Prozent auf 951 Millionen Euro, bei den Neuen Garantien um sieben Prozent auf 746 Millionen Euro.

Die R+V Krankenversicherung setzte ihr Wachstum fort: Die Beiträge stiegen im ersten Halbjahr um 12,4 Prozent auf 588 Millionen Euro. Dazu trugen sowohl die Voll- als auch die Zusatzversicherungen bei.

Schaden und Unfall wachsen spartenübergreifend

In der Schaden- und Unfallversicherung stiegen die Beitragseinnahmen um 4,5 Prozent auf 5,6 Milliarden Euro. In der größten Einzelsparte, der Kfz-Versicherung, legten die Beiträge ebenfalls um 4,5 Prozent auf 2,4 Milliarden Euro zu. Damit ist R+V nach eigenen Angaben der drittgrößte Kfz-Versicherer auf dem deutschen Markt.

Im Firmenkundengeschäft erzielte der Konzern ein Beitragsvolumen von 1,8 Milliarden Euro, ein Plus von 5,3 Prozent. Besonders gefragt war nach Unternehmensangaben in der Agrarversicherung der Schutz gegen Tierseuchen. Im Privatkundengeschäft stiegen die Beitragseinnahmen um 3,4 Prozent auf 930 Millionen Euro.

Fünf Jahre nach der Ahrtalflut: Prävention als zentrale Aufgabe

Fünf Jahre nach der Flutkatastrophe an der Ahr und in der Eifel stuft R+V das Risiko extremer Wetterereignisse als unverändert hoch ein. Zwar fiel der Elementarschadenaufwand im bisherigen Jahresverlauf moderat aus, doch die klimabedingten Unwettergefahren nehmen nach Einschätzung des Konzerns weiter zu. Rollinger mahnt: „Prävention ist von zentraler Bedeutung, um das Ausmaß der Schäden nach einem Unwetter möglichst gering zu halten. Zu mehr Prävention in Verbindung mit dem passenden Versicherungsschutz gibt es keine Alternative. Hier ist der Staat in der Pflicht, aber auch jeder Einzelne kann seinen Teil dazu beitragen, damit die Folgen des Klimawandel beherrschbar bleiben.“

Gebuchte Beiträge (in Mio. Euro)Jan.–Jun. 2026Jan.–Jun. 2025Veränderung in %Veränderung in Mio. Euro
Schaden/Unfall5.5735.3324,5241
Leben/Pension4.4544.2534,7201
Kranken58852312,465
Gesamt10.61410.1075,0507

R+V Gruppe hat in der deutschen Erstversicherung im ersten Halbjahr 2026 spartenübergreifend zugelegt – am stärksten in der Krankenversicherung mit einem Plus von 12,4 Prozent.

Quelle: R+V Versicherung AG

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