Hausbau richtig absichern: Diese Versicherungen sind relevant

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Beim Eigenheimbau heißt, den Versicherungsschutz rechtzeitig zu prüfen.

Wer ein Haus baut, trägt nicht nur finanzielle, sondern auch rechtliche und praktische Risiken. Vom Schaden auf dem Nachbargrundstück bis zum Brand im Rohbau kommt es auf den passenden Versicherungsschutz an. Welche Policen tatsächlich wichtig sind.

Der Bau eines Eigenheims gehört für viele Menschen zu den größten Vorhaben ihres Lebens. Neben Finanzierung, Planung und Bauausführung sollten sie den Versicherungsschutz frühzeitig prüfen. Denn auf Baustellen können schnell Schäden entstehen, die hohe Kosten nach sich ziehen.

Als zentrale Absicherung gilt die Bauherrenhaftpflichtversicherung. Sie greift, wenn vom Bauvorhaben oder vom Grundstück Gefahren ausgehen und dadurch Personen oder Sachen zu Schaden kommen. Das kann etwa der Fall sein, wenn Teile auf ein Nachbargrundstück fallen oder Passanten verletzt werden. Die Police übernimmt berechtigte Schadenersatzforderungen und wehrt unberechtigte Ansprüche ab. „Eine der wichtigsten Absicherungen für den privaten Hausbau ist die Bauherrenhaftpflichtversicherung“, sagt BdV-Vorständin Bianca Boss.

Bauherrenhaftpflicht und Privathaftpflicht prüfen

Wer bereits eine Privathaftpflichtversicherung hat, sollte genau hinschauen. Manche Verträge decken Bauvorhaben mit ab, allerdings oft nur bis zu einer festgelegten Bausumme. Wird diese Grenze überschritten, kann der Versicherungsschutz komplett entfallen.

„Sofern Bauvorhaben bereits über die Privathaftpflichtversicherung abgesichert sind, sollte unbedingt geprüft werden, ob die dort vereinbarte Versicherungssumme zur tatsächlichen Bausumme passt“, sagt Boss. Reicht die bestehende Deckung nicht aus, sollte sie angepasst oder eine eigenständige Bauherrenhaftpflicht abgeschlossen werden. Wichtig ist das vor allem bei größeren privaten Bauprojekten. Denn schon ein einzelner Schaden kann erhebliche finanzielle Folgen haben, wenn kein passender Schutz besteht.

Schutz für den Rohbau und in der Bauphase

Relevant ist zudem eine Feuer-Rohbauversicherung. Ein Brand auf der Baustelle kann den Rohbau schwer beschädigen oder vollständig zerstören. Deshalb sollte diese Absicherung vor Baubeginn stehen. „Diese Absicherung wird oft für einen bestimmten Zeitraum beitragsfrei angeboten, sofern die Wohngebäudeversicherung später beim gleichen Versicherer abgeschlossen wird“, sagt Boss. Sobald das Gebäude bezugsfertig ist, müssen Bauherrinnen und Bauherren das dem Versicherer melden. Dann greift in der Regel die Wohngebäudeversicherung.


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Für unvorhergesehene Schäden während der Bauphase kann zusätzlich eine Bauwesen- oder Bauleistungsversicherung sinnvoll sein. Sie leistet zumindest bei Unwetterschäden, enthält allerdings zahlreiche Ausschlüsse. Deshalb lohnt ein genauer Blick in die Bedingungen.

Private Helfer richtig absichern

Bauherrinnen und Bauherren sollten außerdem prüfen, ob bereits über beauftragte Bauunternehmen Versicherungsschutz besteht und ob sich eine Kostenbeteiligung anbietet. Das kann Doppelversicherungen vermeiden oder Lücken sichtbar machen. Wer beim Bau auf private Helferinnen und Helfer setzt, muss zudem an die Bau-Berufsgenossenschaft denken. Erst mit der Anmeldung besteht für diese Personen gesetzlicher Unfallversicherungsschutz.

Ob eine Bauherren-Rechtsschutzversicherung sinnvoll ist, lässt sich nur im Einzelfall beurteilen. Nach Einschätzung des BdV ist sie teuer und enthält viele Leistungsausschlüsse. Entscheidend bleibt daher eine individuelle Prüfung des tatsächlichen Bedarfs, möglichst mit fachlicher Beratung.

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