Hohe Nachfrage stützt Markt für Katastrophenanleihen

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Katastrophenanleihen gefragt
Foto: ChatGPT
Cat Bonds zeigen sich robust. Anleger richten den Blick auf die Hurrikansaison und die weiteren Marktchancen.

Der Markt für Katastrophenanleihen hat sich im zweiten Quartal 2026 trotz eines hohen Emissionsvolumens robust entwickelt. Mit dem Beginn der atlantischen Hurrikansaison richtet sich der Blick der Anleger nun verstärkt auf mögliche Naturkatastrophen und deren Auswirkungen.

Der Markt für Katastrophenanleihen (Cat Bonds) hat im zweiten Quartal 2026 seine Widerstandsfähigkeit unter Beweis gestellt. Trotz eines hohen Emissionsvolumens blieb die Nachfrage der Investoren stark. Nach Angaben von GAM überstieg sie bei zahlreichen Neuemissionen das Angebot deutlich. Gleichzeitig blieben die Risikoaufschläge auf einem im historischen Vergleich attraktiven Niveau.

Auch geopolitische Spannungen hatten keinen erkennbaren Einfluss auf die Anlageklasse. Der Markt wuchs weiter, ohne dass sich die Qualität der Transaktionen nennenswert verschlechterte.


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Naturkatastrophen belasteten den Markt ebenfalls nicht. Ein Erdbeben der Stärke 7,4 vor der Küste Japans im April verursachte wegen der erdbebensicheren Bauweise der Region nur begrenzte Schäden. Auch zwei kurz aufeinanderfolgende Erdbeben in Venezuela im Juni führten trotz hoher wirtschaftlicher Verluste nicht zu nennenswerten versicherten Schäden, da die Versicherungsdichte im Land vergleichsweise gering ist. Für Anleger blieben damit die laufenden Kuponerträge der wichtigste Renditetreiber.

Hurrikansaison rückt in den Mittelpunkt

Mit Beginn des dritten Quartals richtet sich der Fokus auf die atlantische Hurrikansaison. Führende Wetterdienste rechnen derzeit mit einer unterdurchschnittlichen Zahl benannter Stürme und Hurrikane. Ausschlaggebend dafür ist die erwartete Ausbildung von El-Niño-Bedingungen, die die Entstehung und Intensivierung tropischer Wirbelstürme im Atlantik häufig abschwächen.

Allerdings weisen die Meeresoberflächentemperaturen im Atlantik weiterhin überdurchschnittliche Werte auf. Dadurch könnte der dämpfende Effekt von El Niño teilweise ausgeglichen werden. Im östlichen und zentralen Pazifik rechnen Experten dagegen mit einer überdurchschnittlichen Hurrikanaktivität.

Für Anleger sind saisonale Prognosen dennoch nur eingeschränkt aussagekräftig. Bereits ein einzelner schwerer Hurrikan mit Landfall kann erhebliche versicherte Schäden verursachen – unabhängig davon, wie viele Stürme sich insgesamt während einer Saison bilden.

Wachstum der Anlageklasse setzt sich fort

Für die kommenden Monate erwartet GAM zunächst eine Abschwächung der Neuemissionstätigkeit bis Juli. Im weiteren Verlauf der atlantischen Hurrikansaison dürfte das Emissionsvolumen dem üblichen saisonalen Muster folgen und weiter zurückgehen.

Langfristig sieht der Vermögensverwalter den Wachstumstrend der Anlageklasse jedoch intakt. Dafür sprechen die zunehmende Zahl der Emittenten, die Ausweitung auf weitere Naturgefahren sowie neue Transaktionsstrukturen, die den Markt kontinuierlich verbreitern.


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